Vorsichtig zog ich die Decke über ihren Körper, damit sie nicht fror.
Ohne zu wissen warum gab ich ihr einen sanften Kuss auf die Haare.
„Danke Michael“, flüsterte sie und trocknete sich ihre Tränen an der Decke.
„Wofür?“ fragte ich zurück und Michelle antwortete noch immer flüsternd: „Für alles!“
Als ich das Gefühl hatte, dass sie sich wieder soweit beruhigt hatte, dass ich mich aus ihren Armen befreien konnte, fragte ich vorsichtig: „Was machen wir jetzt wegen dem Essen?“
„Ich hab gar keinen Hunger mehr“, log Michelle. Aber sie log nicht gut. Ich glaubte ihr zwar, dass ihr seelischer Aufruhr ihr den Appetit verdorben hatte. Aber wenn sie seit fast zwei Tagen nichts gegessen hatte, dann würde dieser Zustand nicht andauern. Sie musste etwas essen. Und ich hatte die Verantwortung für sie übernommen. Es war also meine Pflicht, dafür zu sorgen, dass sie etwas zu essen bekam. Ich versuchte, ihre Arme von meinem Nacken zu lösen. Aber da ich keine Gewalt anwenden wollte, schaffte ich es nicht. Das einzige Resultat war, dass die Decke bei dem Versuch wieder von ihrem Körper glitt. Ich hatte den angenehmen Geruch ihrer Haut in der Nase und zwang mich dazu, an etwas anderes zu denken. Das andere war dann aber die Vorstellung, ihre Haut auf meinen Lippen zu spüren und jeden Zentimeter ihres Körpers zu erkunden. Die kleinen, harten Brustwarzen übten eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf mich aus. Aber ich gab diesem Drang nicht nach. Ich durfte diese Situation nicht ausnutzen.
„Bitte Michelle“, bat ich, „ich bin nur ein Mann. Bitte lass mich aufstehen.“
Zögernd löste Michelle ihre Hände von meinem Nacken, während sie mich fragte: „Warum fürchtest Du Dich so sehr vor mir?“
„Ich fürchte mich nicht vor Dir“, antwortete ich und setzte sie behutsam neben mich. „Ich fürchte mich nur davor, Dich zu verletzen.“
„Das würdest Du niemals tun!“ erwiderte Michelle.
„Das hast Du von Benno bestimmt auch gedacht.“
Michelle & Michael
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