„Hey Babe“ sagte er, „was machst Du für einen Blödsinn, wo ich so viel in Dich investiert habe? Los, zieh Dich an. Wir gehen!“
Michelle zog sich verängstigt in den hintesten Winkel des Zimmers zurück und antwortete: „Ich will nicht mitkommen, Benno. Bitte lass’ mich.“
Benno lächelte gefährlich und ging auf Michelle zu. Er streckte die Hand nach ihr aus und setzte an, etwas zu sagen. Aber ich war ihm gefolgt, packte ihn an der Schulter und drehte ihn zu mir um.
„Du hast gehört, was sie gesagt hat. Wenn ich Dich also bitten dürfte, meine Wohnung zu verlassen!“
Aber er dachte gar nicht daran. Er schubste mich brutal an die Wand und sagte: „Halt’ Dich da raus, Junge!“
Das hätte er nicht tun sollen! Ich kann es doch nicht ausstehen, geschubst zu werden. Als er sich wieder zu Michelle drehte, trat ich ihm voll in den Arsch. Man möge mir bitte die Ausdrucksweise an dieser Stelle verzeihen.
Wutschnaubend drehte er sich zu mir um. Ich glaube, er wollte etwas sagen. Aber dazu kam er nicht mehr. Ich schlug nur ein einziges mal zu. Und ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich mich nicht gut dabei gefühlt hätte. Er fiel um wie ein nasser Sack und es war irgendwie schön, zu sehen, dass er jetzt gar nicht mehr so gut aussah, mit dem gebrochenen Kiefer.
Während er noch bewusstlos war, durchsuchte ich seine Taschen. Sein Ausweis lautete auf den Namen Karl Berger. Darin war die Karte eines Bewährungshelfers. Er trug eine teuere Armbanduhr und goldenen Schmuck. Außerdem hatte er mehrere tausend Euro und eine geladene Waffe ohne Registriernummer bei sich.
„Ein Zuhälter!?“ sagte ich mehr als Feststellung, denn als Frage. Michelle nickte und nieste. Und wieder bemerkte ich, wie bezaubernd schön sie war.
„Sie müssen baden!“ sagte ich.
„Und was ist mit ihm?“ entgegnete sie.
„Er wird Ihnen nichts mehr tun! Wenn er aufwacht, bringe ich ihn raus.“ Michelle sah mich ziemlich skeptisch an.
Michelle & Michael
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