Milchmädchen VI

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Milchmädchen VI

Milchmädchen VI

Madam Lasterhaft

Melanie versank auf der Bühne in einem Strudel aus Ekstase völliger Hingabe und Lust während ihr die letzten Tropfen ihrer Milch abgezapft wurden. Ihr lautes Stöhnen wurde von den glatten, mit Stoffgewebe beschichteten Planen der Zeltkuppel geschluckt. Dieses liebenswerte Miststück von Auftraggeberin hatte ihr zu dem Lustbolzen, der ihre feuchte Enge quälend schön ausfüllte einen Gurt mit befestigtem Vibrator angelegt, während Melanie fixiert in der Manege des kleinen Zeltes auf dem Präsentierteller gelegen hatte.

Jetzt ist es genug! Das erschöpfte Showgirl stellte den Regler der Maschine auf 0. Aus dem Himmel der Orgasmen gefallen wurde sie von dem metallenen gepolsterten Liegegestell gehalten. Flugs öffneten Hände die weichen Beinmanschetten und der ausgeschaltete maschinell angetriebene Phallus wurde hinweggeschoben. Das Gummiband mit Vibrator um Bauchnabel und Oberschenkel geöffnet und entfernt. Die Spielstätte der Lust wurde Stück für Stück auseinandergenommen. Sie wirkte mit den in der Manege weit zerstreuten Gerätschaften und dem mittig stehenden, vereinsamten Gerippe der Lustliege wie eine stillgelegte, ausgeschlachtete Fertigungsstraße eines Industriebetriebes.

Langsam setzte Melanie ihre Füße auf den kalten Boden. Ein willkommener Kontrast zu der brodelnden Hitze, die ihren Körper durchströmte. Mit tiefroten Wangen stand sie schließlich da. „Wo zur Hölle sind meine Klamotten?“, dachte sie sich und blickte umher. Sie rieb sich kurz ihre restlos geleerten Brüste. Wurde sich dann wieder der Aufmerksamkeit der Augenpaare in der Dunkelheit gewahr und riss sich deshalb zusammen.

Wieder ihre Fassung erlangt straffte sie ihre Schultern und verbeugte sich vor ihrem in der Dunkelheit Publikum. Stille. Der ersehnte Applaus und anerkennende Pfiffe folgten. Sie drehte die transparenten Zylinder aus der Auffanghalterung und schwenkte erleichtert die abgezapfte Milch wie eine Trophäe hin und her, bedankte sich lächelnd. „Wenn das keine neue Messlatte ist! Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Abend Ladys!“, sagte stolz erhoben, als sie von der Manege tretend gen Ausgang stolzierte. Ihre blonden Locken wehten dabei wie eine Flagge. Sie hörte gedankenversunken dumpf Martas Stimme, die wieder das Ruder im Rampenlicht übernahm.

Am Ausgang angekommen sah sie ihre Tasche mit ihrer darüber geworfenen Kleidung. Schnell schlang sie fröstelnd ihren wärmenden Mantel um ihre Schultern und fischte ihre Locken aus dem Halsausschnitt um diese nicht zu ruinieren. Als sie stolpernd ihre Schuhe anzog blickte sie nach oben zu der Hand, welche ihr ein Geldbündel entgegenstreckte. „Das hast du dir mehr als verdient. Wie fandest du die geile Überraschung?“, fragte Kursleiterin Marta unschuldig.

Melanie sah sie mit gemischten Gefühlen an und erwiderte „Ich hatte mir kurz überlegt, ob ich dir eine Ohrfeige oder einen Kuss geben soll zum Abschied. Verdient hättest du beides.“. Marta zog die Augenbrauen hoch „Ich finde, hier sahst du ganz zufrieden aus“ untertrieb Marta selbstzufrieden lächelnd mit verschränkten Armen an einen Stützpfeiler lehnend die hemmungslose Lust der Showlady.

Schnell hob sie Melanie ein Smartphone vor die Nase auf der sie lustüberflutet zu sehen war. „Wenn du möchtest kann ich dir für das Einbehalten deiner Gage schicken und dann löschen“, schlug die etwas zu geschäftstüchtige Marta vor. „Ansonsten werde ich es gleich vernichten.“ Sie hob ihren Finger über das Löschen Symbol und schaute Melanie abwartend an. „Von mir aus, für die Hälfte meiner Gage“, reagierte Melanies schnell. Sie verdiente auf mehreren Kanälen Geld und war um einen weiteren Werbetrailer nicht ganz abgeneigt. „Hier ist noch ein Gutschein für den Wellness Spa Bereich. Danke für deine Performance“, vollendete Marta vorerst die Konversation. „Warte, ich habe noch was für dich“, setzte sie nach.

„Die Milchmädchen haben dich bewertet. Vielleicht kannst du das für deine zukünftigen Auftritte als Feedback brauchen.“, erklärte Marta. Melanie war neugierig, „Ja klar, immer her damit“ Marta drückte ihr den dünnen Papierstapel in die Hand umschloss diese mit beiden Händen und blickte ihr tief in die Augen. „Du bist wieder dabei?“, fragte sie sicherheitshalber. Die hübsche Blondine nickte augenrollend „Ja, aber dann zu den ausgehandelten Bedingungen.“

Die Blondine krallte sich alles was mitzunehmen war an Unterlagen, wartete ungeduldig das Eintreffen des Trailers und die Löschung des Originals von Martas Handy ab und begab sich mit versteiften, staksenden Schritten über das vereiste Kopfsteinpflaster zum Hauptgebäude.

Nach zwei Schritten drehte sie sich nochmal um „Nächstes Mal kündigst du vorher eine Aufnahme an, sonst war es das letzte Mal, verstanden?!“, warf sie nochmals der im Eingangsbereich wartenden Marta entgegen. Diese formte ihren Zeigefinger und Daumen zu einem runden Zustimmungszeichen und ging wieder ins Zelt.

Marta wollte diese heftigen Eindrücke erst einmal bei ihren Arbeiterinnen sacken lassen und schlug deshalb etwas vermeintlich harmloses vor: „Meine Damen ich finde, wir haben uns jetzt alle einen Wellnessaufenthalt verdient. Bitte zieht euch wieder an. Die schwarzen kleinen Boxen sind eure persönlichen Goody Bags, ein Geschenk von Mommys Secret. Ihr könnt auch noch auf euren Zimmern einen Blick hineinwerfen.“, vertröstete sie ihre Schützlinge. „Gebt sie in die daneben liegenden Taschen und folgt mir.“ Sie klatschte in die Hände: „Los los, lasst uns wieder zurück gehen.“

Svenja wartete neugierig vor dem Tresen der Sauna bis ihr ein Angestellter den rubinroten, wunderbar weichen Bademantel in die Hand drückte. „Jetzt kann ich die hübsche Unbekannte endlich genauer betrachten.“, dachte sie sich und betrachtete gedankenverhangen deren Hinterkopf während sie ihre braunen Haare zu einem kleinen Zopf flechtete.

Das metallene Drehkreuz kam unmittelbar vor ihr zum Stillstand. Sie legte die Hand auf die abgerundete Metallstange und beförderte sie nach vorn um Einlass zu bekommen. Der Konstrukteur hatte es wohl für Kinder oder dünne Menschen entworfen, denn die Abstände waren gefühlt winzig. Irgendwie wollte sie mit ihrem Bademantel, den Badeschlappen, dem Goody Bag mit ihrer schwarzen Box und Handtüchern bewaffnet würdevoll das Drehkreuz passieren ohne blaue Flecken an ihren Beinen davonzutragen. Das Drehkreuz gab erst mit etwas Widerstand nach. Der Weg war frei. „So, geschafft.“ dachte sie erleichtert.

Dadurch kurz abgelenkt suchte sie erst einmal ihre Massagepartnerin als sie im Umkleidebereich ankam und fand sie in der zweiten Spindreihe. Die Halogenstrahler warfen ein klares Licht auf die Konturen der nicht mehr ganz jungen Frau. Der Busen war schon etwas auf Halbmast und zeigte wie ein Halbmond nach vorn. Das Hinterteil erinnerte sie an die Kurven des Bergpasses, welchen sie letztes Jahr bestritten hatte. In Kombination und mit dem Hintergedanken welch wunderbare Berührungen Svenja durch sie erhalten hatte wirkte es doch auf unerklärliche Art und Weise erotisch. Sie wollte sich nicht dabei erwischen lassen, wie sie weiter taxierende Blicke walten ließ und beschränkte sich darauf, schnell in die lästige Kleidung loszuwerden und im Bademantel die Wellnesslandschaft zu betreten. Eine angenehm warme Luftmauer schlug ihr entgegen, als sie die Glastür zum Hauptbereich öffnete. Sie nahm ein paar rubinrote, umhergehende Flecken wahr unter vielen anderen weißen. Hier wurde in lockerer Atmosphäre an der Wasserbar gelacht.

Das Rauschen der Beckenüberläufe war neben dem Gelächter das Einzige, was zu vernehmen war. Svenja ließ ihre Badeschlappen über den Marmorfußboden schlürfen. Ihre noch immer eisig gefrorenen Extremitäten wollten nur eines: ab in die hitzige Wärme. Also gleich in die Blocksauna und sich nicht mit niedriger temperierten Saunen aufhalten. Sie erspähte diese in einer Hütte im Außenbereich der Wellness Lounge. Daher begab sie sich in schnellstmöglicher Geschwindigkeit zu dieser.

Mit zusammengebissenen Zähnen entledigte sie sich ihres Bademantels und öffnete die Glastür. Die Hitze ließ ihre Augen zu schmalen Schlitzen werden. Sie nahm auf dem nächstmöglichen freien Fleckchen Platz und atmete tief durch. Nach einer Weile warf sie von der Anti-Rutsch-Matte des Bodens einen Blick durch das Fenster der Hütte. Svenja genoss den Anblick eines sternenklaren Himmels. Graue Wölkchen stiegen von den umliegenden und doch bestimmt ein paar Kilometern entfernten Wohnhäusern empor. Das schneegezuckerte freie Feld untermalte die Berge, ein angeleuchtetes Schloss vollendete das fast zu perfekt anmutende Ambiente. Eingerahmt wurde der Gesamteindruck durch das Zirbelkiefernholz der Sauna.

Von seiner erhabenen Position aus konnte er sie gut sehen. Eine der Milchmädchen betrat sein Spielfeld. In diesem Moment erfüllte sich einer seiner kühnsten Träume. Nächtelang hatte er sich ausgemalt wie sie waren, die angepriesenen Kontakte, welche sich hinter der Zahl die ihm zur Überweisung genannt wurde verbarg. Fast die Größe einer Schulklasse sollte heute im Wellnessbereich des Hotels in greifbare Nähe rücken. Allein diese Möglichkeit der Kontaktanbahnung hatte ihn eine fünfstellige Summe gekostet. Doch das war es ihm wert. Ob er eine Gebühr für die Möglichkeit eine Bergexpedition zu unternehmen oder diese besondere Reise in unbekanntes Gebiet zahlte war ihm einerlei. Auch wenn er dafür mühevoll ein Jahr lang Reserven angelegt hatte. Er betrachtete es mehr als eine Art Schutzgebühr zur Wahrung seiner und der Identität der Damen, die sich hier zur Verfügung stellten. Öffentlich mit seiner Vorliebe für süße Frauenmilch umzugehen war leider auch in den zwanziger Jahren des neuen Jahrtausends größtenteils gesellschaftlich verpönt.

Er hatte für den Bruchteil einer Sekunde einen Fetzen des roten Bademantels gesehen, als sie sich vor der Glastüre ihrer Gewandung entledigte. Während Svenja die Verästelungen des Holzes studierte betrachtete er sie von der obersten Bank der vier abgestuften Saunabänke. Die Kohlen des Ofens glühten im warmen Licht. Das Metall knisterte vor Hitze. Er streckte seine Hand aus, wollte den hölzernen Bottich indem sich der Aufguss befand in die Hand nehmen. Gerade als er seine Finger durch die runde Öffnung der griffen öffnete sich die Tür ein weiteres Mal.

Ein zweites, deutlich älteres Milchmädchen die Sauna betrat. Pierre, hielt doch noch inne und beschloss erst einmal unauffällig lauernd abzuwarten.

 

 

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