Missglücktes Kompliment

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Missglücktes Kompliment

Missglücktes Kompliment

Sven Solge

„Was machst du mit mir? Du bringst mich ja ganz durcheinander! Wenn du so weiter machst, bekomme ich keinen Bissen mehr runter!“

„Wäre das so schlimm?“, fragte Kilian sie mit belegter Stimme.

„Ja, das wäre Verschwendung!“ Sie steckte sich das Stück Lachs in den Mund und ohne Vorwarnung küsste sie ihn heftig auf den Mund und wandte sich dann wieder ihrem Essen zu. „Jetzt wird gegessen und der Nachtisch kommt später.“

Sie alberten ein bisschen herum. Fütterten sich gegenseitig und Kilian hatte das Gefühl Rebecca schon ewig zu kennen. Sie fragte ihn aus, was er bisher so gemacht hatte und als er ihr erzählte, dass er lieber Florist geworden wäre, als Wasserwirtschaft zu studieren, sagte sie: „Dann mach das doch. Du hast den Wunsch deines Vaters respektiert und jetzt wo deine Mutter krank ist, ist es die beste Gelegenheit, alles in deinem Sinne zu regeln. Ich denke dein Vater wird es nur recht sein, so wie ich die Dinge sehe. Außerdem hast du Talent, deine Farbzusammenstellungen sind spitze!“

„He, warum hast du dann die Gestecke für eure Schreibtische zurück gehen lassen?“ Mit gespielter Empörung schaute er sie an.

„Weil ich immer noch über dein missglücktes Kompliment entrüstet war.“ Zärtlich streichelte sie seine Wange. „Kannst du mir noch mal verzeihen?“

„Ja, aber nur unter einer Bedingung.“ Kilian zögerte, war ihm der Gedanke zu dieser Bedingung gerade erst eingefallen und nun erschien ihm das doch als etwas zu gewagt. Natürlich wollte er gerne mit Rebecca länger zusammen sein, aber sie jetzt zu fragen ob sie nach dem Essen mit zu ihm nach Hause kommen würde, konnte alles kaputt machen.

„Unter welcher Bedingung?“, fragte Rebecca schon neugierig.

Nun druckste Kilian rum. Er war sich total unsicher, konnte Rebecca nicht genau einschätzen. Er hatte sie als taffe Frau kennen gelernt. Was wäre, wenn sie ihn einfach jetzt eine scheuerte und verschwand?

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