Aber auch die neu hinzugekommenen Männer sind alle ziemlich passiv und tun desinteressiert. Was bedeutet: Ich muss die Initiative ergreifen. Und so starte ich schließlich meinen ersten Annäherungsversuch an einen potenziellen Kunden.
Meine Beute steht lässig an der Bar und studiert die Getränkekarte. Gut sieht er aus, jung, dichtes, schwarzes Haar, große, schlanke Figur. Ich schlendre auf ihn zu, wippe einladend mit den Hüften. Er lächelt mich an, winkt mir zu, ich lächle zurück, hebe meine Hand, um zurückzuwinken – und führe sie dann unbeholfen zu meinen Haaren, tue so, als müsse ich meine Frisur richten, als ich realisiere, dass er jemand anderen begrüßt hat, jemand hinter mir. Mir schießt die Schamesröte ins Gesicht. Ich komme mir vor wie in einem schlechten Film, wo dieser Gag zum unvermeidlichen Repertoire einfallsloser Drehbuchautoren gehören würde. Ich laufe weiter, an dem Typ vorbei, zu dem sich inzwischen eine kaffeebraune Schönheit gesellt hat und versuche, dabei so lässig wie möglich zu wirken. In mir drinnen brodelt es. Wie peinlich war das denn eben? Mann, Mann, Mann, so doof kann auch nur ich mich anstellen. Aber egal. Aufstehen, Krönchen richten, weitermachen!
Also auf zum nächsten Versuch. Vielleicht habe ich draußen im Freigelände mehr Glück. Kaum spüre ich die Sonne und die leichte Brise auf meinem nackten Körper, da springt auch meine Erregung wieder an und ich fühle mich gleich viel besser. Mit neuem Mut nähere ich mich meinem nächsten Opfer – einem sehr attraktiven, sportlichen Mann. Ich schätze ihn auf Mitte dreißig. Die Haare kurz rasiert, Dreitagebart, gute Figur, breite Brust. Er hat zwar auch schon ein leichtes Bäuchlein, aber das sieht ganz sexy aus, ein interessanter Kontrast zu seinen muskulösen Armen.
Mission Impossible
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