Mission Impossible

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Mission Impossible

Mission Impossible

Alina Soleil

„Nein, nie gehört.“
„Und da ich bin begegnet der wundervolle Sonja. Und war sofort verliebt.“
„Ich hab mir dich geschnappt, nicht andersrum,“ lacht Sonja.
„Korrekte.“
„Seid ihr denn ein Paar? Ich dachte, Matteo wäre ...“
„...mein Kunde?“ ergänzt Sonja meine Frage.
Ich schweige betreten, vielleicht hätte ich das nicht fragen sollen. Aber Sonja hatte ihn mir doch als ihren Kunden vorgestellt, oder hatte sie ihn nur mir gegenüber so bezeichnet?
„Weißt du, fur mich iste so: wenn ich zusamme bin mit die Sonja, dann iste meine Geliebte. Dann iste nur Platz fur sie in meine Herz.“ Er schaut mich verschmitzt an und zieht mich fester zu sich hin. „E forse anche un po‘ per te.“
Plötzlich taucht jemand vom Club-Personal am Beckenrand auf. „Entschuldigung, wenn ich störe, aber wir schließen in Kürze.“
„Oh, ist’s schon so spät?“ antwortet Sonja. „Die Zeit ist ja vergangen wie im Flug.“
Oder wie in einem Traum, kommt es mir in den Sinn. Einem ganz wundervollen Sextraum.

Auf dem Weg zu den Spinden erzähle ich Matteo, warum ich in Wirklichkeit hier bin. Und dass die Story von wegen Sexarbeit und so frei erfunden war. Er lacht herzlich, als ich ihm die Details meines Täuschungsmanövers schildere.
„Misssione Impossibile! Katrin, du bist wirklich eine Sensazione. Wenn du willste, dann wir können uns sehen nächste Wochenende in Hamburg. Ich muss da hin fur ein paar Tage.“

Beinah folge ich dem Impuls, mir bei Sonja ein OK abzuholen, sie zumindest anzuschauen, wie sie auf Matteos Angebot reagiert. Aber dann denke ich mir: er ist nur ihr Kunde. Ich kann tun und lassen, was mir beliebt.
„Mi piace molto. Will sagen: es würde mich sehr freuen!“
„Il piacere sarebbe tutto mio.” Dann küsst er mich lang und innig. Und tief in mir drin spüre ich: das ist erst der Anfang einer wunderbaren Geschichte...

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