Mit dem Einverständnis ihres Freundes

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Mit dem Einverständnis ihres Freundes

Mit dem Einverständnis ihres Freundes

Anita Isiris

„Die sitzende Amélie“. „Amélie auf dem Diwan“. „Amélie auf dem Perserteppich“, mit durchgedrücktem Kreuz, den Blick auf ihre zart behaarte Pflaume frei gebend.

Die interessierten Männer hatten also Amélie bereits gesichtet, und Tim war einer von ihnen gewesen. Einer der Zeichner, die Amélies Hinterteil mit einem Kohlestift verewigt hatten. Das Bild hing über seinem Bett, trotz Protesten von Amélie.

Mit Herzklopfen näherte Tim sich der ausgelassen tanzenden Amélie. „Ich geh dann schon mal“, sagte er heiser zu ihr, „amüsiere Dich gut“. Ohne ihre Reaktion abzuwarten, verliess er den Raum, schlüpfte in seine Lodenjacke, verliess die Villa und schritt durch den Park, die Hände in den Hosentaschen vergraben. Ein Gefühl von Leere beschlich ihn, gleichzeitig erfasst ihn das Wissen, dass ihm soeben 50‘000 Euro erlassen worden waren – um den Preis von Amélies Körper, möglicherweise auch um den Preis ihrer Liebe.

Unterdessen wurde die Stimmung im Innern immer aufgeheizter. Die ersten Frauen tanzten oben ohne, und in der sexuell aufgeladenen Atmosphäre fiel das vorerst gar nicht weiter auf. Nackte Frauen passten ins Ambiente, ins Ambiente einer After Show Party dekadenter Rockstars, die die Anwesenden allerdings nicht waren. Keineswegs. Es handelte sich um Versicherungsbeamte, Bauunternehmer, Hochschulprofessoren, die das triste Leben während einer Pandemie einmal für einen Abend hinter sich lassen wollten.

Dann wurde Amélie, mit dem Einverständnis ihres Freundes, von zwei Seiten angetanzt. Von Dan und Reto. Beide hatten sie ausufernde Erfahrungen mit Frauen, meinten zu wissen, wie man sie rumkriegte. Vor allem Dan bewegte sich wie ein Puma, lächelte Amélie zu und öffnete sein Hemd. Als er es aus dem Hosenbund zog und eine auffordernde Geste zu ihr hin machte, raffte sie ihr gelbes Top, erst über den Bauchnabel, dann bis unter die Brüste.

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