„Bitte nicht Schatz, die sind noch sehr empfindlich von gestern. Bitte nicht böse sein.“
„Ich bin dir nicht böse. Und wegen sowas schon gar nicht. Mir geht es ähnlich. Meine Vorhaut ist auch noch leicht gerötet.“
Ihr Gesicht ist tief in meiner Halsbeuge vergraben, ihre Hand liegt auf meinem Herzen, wie so oft. Sie liebt es meinen Herzschlag zu spüren. Eine bleierne Müdigkeit ergreift uns und wir schlafen eng umschlungen ein. Es ist fast 23 Uhr, als mich Sveas Magenknurren weckt. Sie liegt einfach auf der Seite, ihren Kopf auf ihrer Hand abgestützt, beobachtet sie mich. Wie lange schon, weiß ich nicht.
„Na endlich, meine geliebte Schlafmütze. Können wir was essen gehen? Ich habe einen Bärenhunger.“
„Aber natürlich mein Engelchen. Du müsstest mir bitte eben im Bad helfen, dann können wir los.“
Später sitzen wir im Bordrestaurant uns lassen uns einfache Pommes mit einer leckeren Currywurst schmecken. Danach noch ein kurzer Rundgang an Deck. Die Seeluft unter dem klaren Sternenhimmel ist wunderschön.
Zurück in der Kabine duschen wir nacheinander. Es ist schon zur Routine geworden, dass Svea mir beim Waschen hilft, mich abtrocknet und mir dann mein Nachtzeug überzieht. Als ich nackt vor ihr stehe nimmt sie meinen Riemen in die Hand und begutachtet ihn genauestens.
„Du hast recht“, sagt sie „er sieht ziemlich mitgenommen aus“, schmunzelt sie mitleidig.
„Eine kleine Pause und er ist wieder voll einsatzfähig.“ beruhige ich sie.
Der Rest der Fahrt verläuft ohne Probleme, so dass wir Freitagmorgen um kurz nach 10 Uhr durch die Hofeinfahrt in Osby rollen. Ihre Eltern stehen im Hauseingang und winken uns freudig entgegen. Es ist ein wunderschöner Anblick. Das Haus, der See, der Wald, ihre Eltern und die vielen hundert verschiedenen Farben des nahenden Herbstes, die uns entgegen leuchten.
Die Begrüßung fällt überschwänglich und freundlich aus, nachdem Svea mir in den Rolli geholfen hat.
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