In den nächsten drei Wochen gibt es viel zu erledigen, zu organisieren und zu planen. Wir versuchen einen Hochzeitstermin innerhalb der nächsten vier Wochen bei den schwedischen Behörden zu bekommen. Dann wäre Svea am Ende des siebten, beziehungsweise am Anfang des achten Monats. Die Alternative wäre natürlich, die Hochzeit auf einen Termin nach der Geburt zu verschieben. Wir sind uns aber beide sehr einig darüber, dass wir unsere Kinder als verheiratete Eltern auf dieser Erde herzlich willkommen heißen wollen.
Alle nötigen Unterlagen hatte ich zusammen und waren bereits per Post vorab zum Amt nach Osby geschickt. Wir haben uns den 10.10.20 (weil: 10+10=20) ausgesucht und auch bekommen.
Jetzt können die Einladungen verschickt werden. Ein kleiner Kreis von Menschen, die uns besonders am Herzen liegen, sollen die Hochzeitsgesellschaft bilden. Mit meinem engen Freundeskreis, Sveas Familie und ihren Freunden, kommen wir auf 36 Personen. Lia und Lars organisieren nach unseren Wünschen und Vorgaben alles Nötige in Schweden. Und vorab: Sie haben das perfekt umgesetzt. Vielen Dank, ihr seid die besten Schwiegereltern der Welt.
Eine Woche vorher reisen wir bereits in Schweden an und werden überschwänglich begrüßt. Sveas Bauch ist DIE Attraktion. Alle wollen mal anfassen, streicheln und sehen, wie die kleinen Kinderfüßchen von innen kleine Beulen nach außen drücken. Besonders ihre kleinen Neffen und Nichten lassen sich das eindrucksvolle Schauspiel nicht entgehen.
In den Tagen vor der Hochzeit ist auch in Schweden noch viel zu tun. Ihre Familie unterstützt uns nach allen Kräften. In dieser Zeit besonders, aber auch schon bei den Besuchen vorher, lerne ich zu schätzen, was es bedeutet, eine Familie zu haben. Wertvolle Menschen, die einem die Meinung sagen, aber im Umkehrschluss auch alles für einen tun werden, ohne nach dem Hintergrund zu fragen. Familie, das ist ein unbeschreiblich starkes Band, das Menschen miteinander verbindet. Und diese Menschen will ich ständig um mich haben. Sicher auch, weil ich dieses Gefühl neu kennengelernt habe und nie wieder missen möchte. Sozusagen als Ausgleich dafür, dass ich selbst keine Familie mehr habe.
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