Mit dem Rolli ins Glück - Kapitel 5

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Mit dem Rolli ins Glück - Kapitel 5

Mit dem Rolli ins Glück - Kapitel 5

Gero Hard

„Hast du Hunger?“, frage ich die hübsche Frau an meiner Seite.

„Doch schon, ja“, antwortet sie nach kurzem Überlegen.

„Dann lass uns nach oben ins Bordrestaurant gehen. Ich lade dich ein.“ 

„Das musst du nicht, du bezahlst schon das Benzin und die Fähre. Bitte lass mich das Essen bezahlen.“ 

„Na gut, dann los.“

Eine Stunde später stehen wir satt und zufrieden an Deck und blicken auf die ruhige Ostsee. Leuchtend rot verschwindet die Sonne langsam ganz weit entfernt im Wasser, so scheint es.

Svea steht hinter mir am Rollstuhl und hat ihre Hände auf meinen Schultern abgelegt. Langsam streichen ihre Handflächen nach außen, über meine Oberarme und wieder zurück. Dann schiebt sie sie langsam auf meine Brust, schmiegt sich an mich und legt ihre Stirn auf meinem Kopf ab. Ein vertrauensvoller, wenn nicht gar intimer Moment entsteht.

„Du bist ein toller Mensch! Und jeder, der dir was anderes einreden will, ist ein Schwätzer und Dummkopf“, drückt sie sich noch etwas fester an mich.

„Danke Fee, du bist auch eine wertvolle Seele“, sage ich ihr nach hinten, während ich ihre Hände drücke. „Svea ich bin etwas müde, bringst du mich in die Kabine?“

„Natürlich. Du hast recht, es war ein anstrengender Tag.“

„Wir haben ja schon mal nebeneinander geschlafen. Aber zusammen einschlafen ist doch noch etwas anders, kriegst du das hin?“ fragt sie mich, als wir später im Nachtdress vor unserem Bett stehen.

„Garantieren kann ich für nichts, bei dem was ich sehe. Aber ich verspreche, nichts zu tun, was du nicht auch willst“, verspreche ich.

Es folgt ein kurzer Blick in meine Augen, sie nickt kurz und hüpft mit einem Lächeln auf den Lippen ins Bett. Dort dreht sie sich zu mir, hebt die Decke an und lockt: „Na dann komm zu deiner Fee.“

Sie beobachtet mich genau, wie ich mich aus dem Rolli zu ihr ins Bett schiebe. Ich habe den Eindruck, sie möchte sehen, wie ich die Dinge des Alltags alleine meistere.

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