Es gibt belegte Brote und als warme Kleinigkeit werden „Fiskpinnar“ gereicht. Das sind Fischstäbchen, die geschmacklich unseren in Deutschland, sehr ähnlich sind. Alles ist wunderbar lecker. Immer wieder mal treffen sich Sveas und meine Blicke und jedes Mal bekomme ich ein zauberhaftes Lächeln von ihr geschenkt.Alles ist so harmonisch. Von Anfang an habe ich das Gefühl, hier willkommen zu sein. Nicht wie ein lästiger Krüppel. Ich werde in die Gespräche am Tisch eingebunden, werde nach meinen Hobbys gefragt, nach meinem Beruf und auch sonst möchte die Familie einiges aus meinem Privatleben erfahren. Svea muss dolmetschen. Interessiert saugen sie förmlich jede Information von mir, aber auch von Svea auf.
Bei einem Gläschen Wein und einer Runde eines bekannten Gesellschaftsspiels, lassen wir den Abend ausklingen. Im Kaminofen prasselt ein kleines Feuer, das Wärme spendet und das Wohnzimmer in ein gemütliches gelbes Flackerlicht taucht.
„Svea, hilfst du mir bitte ins Bett, ich bin etwas müde“, verabschiede ich mich von Lia und Lars.
„Natürlich gern“, nickt mir Svea zu. Gästezimmer und Bad sind im Erdgeschoss untergebracht.
Das Elternschlafzimmer und die Kinderzimmer sind oben. Sie schiebt mich zunächst ins Gästezimmer, wo ich meine Toilettenartikel und mein Nachtdress mitnehme. Dann folgt die Abendroutine im Bad. Ihre Berührungen, das Waschen und Abtrocknen, alles wirkt heute Abend noch gefühlvoller, fast zärtlich und liebevoll. Auch scheint es, dass ihre Hände heute länger als sonst auf meiner nackten Haut hin- und herfahren. Jede Bewegung ihrer Hand hinterlässt eine kribbelnde Gänsehaut.
Nach dem Zähneputzen hilft sie mir in das weiche Bett. Wie alles in diesem Haus ist es bequem und gemütlich kuschelig. Mit einem zärtlichen Gute-Nacht-Kuss auf die Lippen zieht sie die leichte Decke bis über meine Brust.
„Schlaf gut, mein Schatz“ streicht sie mir mit ihrer Hand kurz über meine Wange. An der geöffneten Tür dreht sie sich kurz um und wirft mir noch mit einem Zwinkern einen Luftkuss zu, bevor sie das Holz leise ins Schloss zieht.
Mit dem Rolli...
schreibt Huldreich