Als wir im Bett liegen, nimmt Svea meine Wangen zwischen ihre Hände und küsst mich zärtlich.
„Bist du mir sehr böse, wenn ich heute Abend nicht mit dir schlafen möchte?“, fragt sie mich zögerlich.
„Nein mein Engel. Überhaupt nicht. Ich wollte dich gerade das Gleiche fragen. Ich bin auch müde von den Übungen und der Aufregung. Ich liebe dich auch so“, stupse ich mit meinem Zeigefinger auf ihre niedliche Nasenspitze. Sie schmiegt sich wie immer fest an mich. Keine 5 Minuten später hat uns der Schlaf eingefangen.
Der nächste Tag, Sonntag, vergeht schnell. Essen, reden und auch wieder Übungen im Wasser. Am frühen Nachmittag müssen wir uns leider verabschieden, um die Fähre rechtzeitig zu erreichen. Am Montag habe ich einen Kontrolltermin beim Arzt, den ich leider nicht verschieben konnte.
Lia hat uns ein Wegproviant vorbereitet. Lars nimmt mich zur Seite, kniet sich vor mich. „Pass gut auf meine Kleine auf. Ich vertraue sie dir an. Versprichst du mir das?“
„Das mache ich sehr gern für dich“, antworte ich ihm mit einem festen Blick in seine Augen.
„Danke!“
Beim Abschied fließen reichlich Tränen bei den Frauen. Sogar Lars umarmt mich kurz und klopft mir freundschaftlich auf den Rücken. Lia umarmt mich lange, sehr herzlich. Mit einem geflüsterten „Danke, dass du sie uns zurückgebracht hast“, lässt sie mich los. Kurz danach rollt mein Audi Kombi über den Kies des Grundstücks. Lange bringt Svea kein Wort über ihre Lippen. Wortlos sieht sie aus dem Seitenfenster. Tränen laufen immer wieder die Wange runter.
Ich suche ihre Hand, drücke sie verständnisvoll. „Wir kommen ja wieder“, versuche ich sie aufzumuntern. Kurz lächelt sie mich an. Ein halbherziger Versuch mir zu zeigen, dass alles in Ordnung ist.
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