Mitsu

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Der Tag neigte sich und Klaus war von der Anreise und der rücksichtslosen Untersuchung durch den Kurarzt geschafft, dass er schon um 21 Uhr im Bett lag. Als er am nächsten Morgen von seinem Handy geweckt wurde, hätte er sich am liebsten umgedreht, um weiter zu schlafen. Er fühlte sich unglaublich wohl, spürte keine Schmerzen und war sich sicher noch nie so gut geschlafen zu haben. Es schien so als wenn sein Orthopäde recht haben sollte, indem er meinte, er solle sich möglichst bald eine neue Matratze zulegen.

Er schaute auf seinen Kur-Plan und stellte zu seinem Entsetzen fest, dass er in einer dreiviertel Stunde zum Moorbad erscheinen sollte. Mit Schwung wollte er aus dem Bett, wurde aber sofort von einem stechenden Schmerz daran erinnert, warum er hier war. Frisch geduscht und im Trainingsanzug machte er sich auf den Weg zu den Moorbädern. Zum Glück hatte er sich den Weg am Vorabend angesehen und wusste genau bei welchen Therapeuten er sich melden musste.

Der Therapeut hieß Mitsu und war eine frauliche Offenbarung.

Klaus blieb der Mund offen stehen, als sie ihn begrüßte. „Ich bin Mitsu und bin für die nächsten drei Wochen deine Therapeutin im Moorbad. Wir duzen uns hier alle, ich hoffe es ist dir recht?“ Sie reicht ihm die Hand und Klaus meinte noch nie eine so feingliedrige, und warme Hand gespürt zu haben.

Als er antworten wollte, bemerkte er, dass er immer noch den Mund offen hatte und klappte ihn hörbar zu, bevor er antwortete:

„Ich heiße Klaus!“, sagte er mit einem Kloß im Hals. Er räusperte sich und sagte dann: „Natürlich bin ich mit dem >Du< einverstanden!“

„Ok, dann zieh dich schon mal aus, ich lasse dann mal das Moor ein.“

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