Mobby Dick

Magische Nacht

19 5-9 Minuten 0 Kommentare
Mobby Dick

Mobby Dick

Svenja Ansbach

Mein Freund nennt sie jetzt ‚Lkw-Ventile‘.
Ja, und dann meine Kulle. Stimmt schon, auch dafür hat mein Freund neuerdings zärtlich-spöttisch eine Umschreibung. ‚Moby Dick‘ nennt er mich gelegentlich. Eigentlich ist mein Bauch nicht unästhetisch. Ich habe bisher, toi, toi, toi, keine Dehnungsstreifen, was vielleicht an meiner Sportlichkeit liegt und daran, dass ich meine Kugel immer schön eincreme.
Dann ziehe ich meinen Schlüpfer runter, so muss ich diese Baumwollgeräte wohl nennen, die ich trage, seitdem meine niedlichen Slips nicht mehr so recht passen wollen. Sexy geht anders! Und was ich da sehe, betrübt mich eher. Ich betrachte den Bären, der sich rund um meine Möse heftig ausbreitet. Als Dunkelhaarige war ich ja schon immer mit einem fetten Urwald gesegnet, und zu unserem gemeinsamen Liebesspiel gehörte es häufig, die Oase rund ums Wasserloch abzuholzen. Mein Freund gibt zuweilen den Figaro, was ihn dann regelmäßig so geil macht, dass er am liebsten direkt den Fickaro machen will, also die Rasur für einen Fick unterbrechen – um erst danach weiterzumachen. Er forciert das Bedürfnis nach Rasur bei mir natürlich noch durch kleine, liebevolle Hänseleien, etwa wenn er meine Möse seine Bärenhöhle nennt. Aber nun hatten wir das lange nicht gemacht und meine Sicht auf das südliche Buschland ist inzwischen so eingeschränkt, dass ich mich dort nicht mehr allein gründlich und vor allem gefahrlos rasieren kann.

Ich nehme meine Wanderung zum Klo wieder auf, hocke mich hin und pullere. Beglückt über Beseitigung des Harndrangs lausche ich dem kurzen – allzu sehr kurzen – Plätschern. Wie immer strulle ich gefühlt nicht mehr als zwei Gläser voll – Gläser für Shots natürlich, nicht dass hier jemand Longdrink-Gläser vor Augen hat.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 812

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben