Möchtegern Minister

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Möchtegern Minister

Möchtegern Minister

Claudia Carl

„Ja, natürlich, gerne, gleich mache ich weiter, freu dich schon einmal drauf“, wispere ich. „Aber verrat mir doch, bist du öfter hier?“

„Bitte blas weiter“, seufzt er.

„Wissen deine Kollegen, dass du hier bist?“

„Lass sie doch, ist mir egal, bitte blas!“

„Du hast dafür gestimmt!“

Er schreckt zusammen und will den Kopf heben, um mich genau anzuschauen, ich bin schon wieder weg, unten an seinem Ding und steigere seine Wolllust. Dann bin ich wieder an seinem Ohr.

„Warum?“ frage ich und knete dabei seinen Schwanz mit meiner Hand.

„Was warum?“ röchelt er.

„Warum hast du dafür gestimmt?“

„Ich will abspritzen!“

„In meinen Mund?“

„Jaaa.“

„Das wirst du gleich dürfen, wenn du mir sagst, warum du dafür gestimmt hast.“

„Hör doch auf mit dem Scheiß.“

„Sag mir, was dahinter steckt! Dann darfst du in meinen Mund spritzen.“

„Was soll dahinter stecken?“

„Steckt etwas dahinter?“

„Bitte blas.“

Ich blase und sauge und lasse meine Zungenspitze auf seiner Eichel kreisen, ich könnte kotzen.

„Steckt etwas dahinter?“ Meine Hand reibt jetzt auf und ab, der Mast ist knallhart.

Ich reibe fester und gleichmäßig auf und ab, das gefällt ihm. Ich spüre es. „Sag mir, was dahinter steckt, mein Schatz! Du willst doch gleich in meinen Mund spritzen…“

Er röchelt ein kurzes Wort, das ich glaube, missverstanden zu haben.

„Wie bitte, nochmal!“

„Tod“, röchelt er und ich reibe weiter hoch und runter.

„Wer?“ frage ich.

„Alle, die dagegen stimmen.“

„Schmarrn.“

„Alle, die sich öffentlich dagegen äußern.“

„Da müsste es ja schon viele Tote geben.“

„Zwei gibt es bereits.“

„Du meinst, die sind…“

„Und ob. Bitte blas.“

„Und die anderen, die dafür stimmen, die sich dafür aussprechen?“

„Kohle.“

„Panama?“

„So in etwa.“

„Wieviel hast du gekriegt?“

„Viel.“

„Lässt du dich impfen?“

„Nie im Leben.“

„Aber darfst du dann weiterarbeiten?“

„Für uns gibt s Sonderrechte. Placeboimpfung.“

Er drückt jetzt meinen Kopf mit Gewalt nach unten zu seinem Schwanz, der kurz vor dem Bersten ist. Er hat Kraft und ich kann mich nicht mehr wehren, er schiebt ihn mir jetzt richtig rein und spritzt im selben Moment ab. Als er mich loslässt, spucke ich ihm alles auf den Bauch, seine grauen Schamhaare werden schmierig. Ich ziehe mich an seiner pinken Krawatte nach oben zu seinem Kopf.

„Du Schwein!“ sage ich.

Er lässt sein schiefes dicklippiges Grinsen sehen.

„Ich muss jetzt nochmal rüber“, sagt er. „Mal schaun, ob die Wasserwerfer gute Arbeit geleistet haben.“Er rafft sein verknittertes Hemd, erhebt sich wie ein Nilpferd und steigt mit nacktem Unterleibt die Treppen runter, seufzend und stöhnend. Ich ziehe mein Handy aus meinem BH und lade die aufgenommene Sprachnachricht hoch.


(Alle Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen sind rein zufällig)

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