Myriell und der Gärtner

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Myriell und der Gärtner

Myriell und der Gärtner

Peter Hu

Heute hatte er einen Termin. Eigentlich mochte Marc die Gartenarbeit nicht so gerne. Aber was sollte er machen? Er lebte in einer Kleinstadt, mit dem Studienplatz hatte es wieder nicht hingehauen, und der Erzeuger hatte den Hobbyphilosophen kurzerhand vor die Tür gesetzt, als dieser die angebotene Lehrstelle im väterlichen Betrieb rundheraus abgelehnt hatte. Jetzt brauchte er Geld. Und das fand sich ja bekanntlich nicht im Rinnstein; jedenfalls nicht in solchen Mengen, dass sich ein Auto und die nötige Wohnungsmiete davon bestreiten ließen.
Nun ja, ...mit Hacke und Spaten konnte er umgehen; hatte schon mehrfach auf dem örtlichen Friedhof ausgeholfen. Sein klappriger, ausgedienter Postbully brauchte schließlich auch ein paar Tropfen Diesel. Schon allein wegen der Standheizung, denn die Frühsommernächte waren doch noch einigermaßen kühl. Ne Wohnung währe schon was feines, ...keine Frage. Auch wenn das Leben auf der Matratze sich anfangs recht cool angefühlt hatte. Aber ohne Dusche? Man roch ja schon von Natur aus schnell, wenn die Sonne aufs Blechdach schien. Aber wenn man dann auch noch in der Karre kochte...
Nein, ...Marc war Realist. Auch wenn der Zweiundzwanzigjährige recht gut aussah, klappte es mit den Mädels in letzter Zeit nicht mehr so gut. Und das ewige Jucken war auch nicht schön fürs Ego. Es mußte dringend ne Bude her.
Da half halt nichts, er mußte arbeiten. Schon die Schlange am Arbeitscenter hatte ihn abgeschreckt. Es brauchte drei Versuche, bis er endlich bis nach vorn zum freundlichen Vermittler durchgehalten hatte.
Ja, ...Rasen mähen konnte er, ...Gras mochte Marc schon immer gut leiden. Auch Hecken schneiden, Torf anhäufeln und kleine Beete anlegen.
...„O.K. …ich nehme den Job“ ...hatte er sich schließlich breitschlagen lassen. Die drei Wochen würde er schon durchhalten...

Am Gartentor wurde er schließlich von zwei recht ausgelassenen Bulldoggen begrüßt.
„Sind auf Strauchdiebe abgerichtet“, flötete ihm eine melodische Mädchenstimme ins Ohr. „Aber keine Angst, im Augenblick wollen sie nur spielen...“ Zwischen den verwilderten Sträuchern trat eine etwa zwanzigjährige „Höhere Tochter“ im blutroten Minibikini hervor. Marc haßte diesen arroganten „Töchterlein-Typ“, wenngleich ihm auch beim Anblick dieser braungebrannten, extralangen Luxusstelzen, wie auch des flachen, diamantgeschmückten Premiumbauches, ja selbst des makellosen Pfirsichärschleins, schier der Atem aussetzte. Oben herum war sie verdammt fleischig ausgestattet. Das stand ihr ziemlich gut, mußte er zugeben. Zumal am Schwingungsverhalten deutlich zu erkennen war, das hier kein Chirurg sein Messerchen im Spiel hatte. Zwei Finger schnipsten vernehmlich gegeneinander, und rissen Marc aus seinen farbenfrohen Gedankenspielen. ...Er mochte diese „Bonzengirlys“ einfach nicht, ...und stand ohnehin mehr auf kleine Titten...
Die Doggen interessierten sich überhaupt nicht für Titten, ehr schon für Gerüche. Die eine schnupperte recht aufdringlich am Slip der Höheren Tochter. Die andere rümpfte ehr angewidert die Nase, als sie Marcs Aura erfasste. Ein Schnipsen aber genügte, dass sie lammfromm davon trotteten.
„Du bist der neue Gärtner? ...Vater erwartet Dich auf der Terrasse“
O ...diese herablassende Art. Das hübsche Miststück wandte sich ab, scheuchte die Hunde in den Zwinger, und bot ihm ein erregendes Muskelspiel in braungebrannten Beinen. Auch dieser Pfirsicharsch konnte verdammt geil zucken. Mark entwickelte Phantasien, in denen gewisse Reitgerten, aber auch lederne Katzen, eine nicht unerhebliche Rolle spielten. In seinen verwaschenen Jeans wuchs unversehens eine Baumwurzel...
Der Vater war ein unerwartet freundlicher, rund gewachsener Herr um die sechzig. Irgendwie erinnerte seine Erscheinung an einen altrömischen Senator. Klar und knapp verstand er sich auf Anweisungen…
„Das Werkzeug finden sie drüben im Blechschuppen, und aus dem Kühlschrank im Vorderhaus, dürfen sie sich jederzeit bedienen. Ich zahle fünfzehn Euro die Stunde. Und wenn sie ihre Arbeit gut machen, werde ich sie den ganzen Sommer über beschäftigen. Sie sehen ja, wie es hier aussieht“...
Marc machte sich sogleich an die Arbeit. Zunächst begann er damit, den zugewucherten Gartenteich freizulegen. Das tat er natürlich nicht ohne Bedacht. Denn ganz in der Nähe räkelte sich das arrogante Bikinitöchterlein auf einem recht bequem wirkenden Liegestuhl. Die langen Finger der Linken spielten mit noch längeren braunen Haaren. In der Rechten hielt sie ein dünnes Buch, welches sie auf dem Knie des entsprechenden Beines abstützte. Sie hatte den Gärtner wohl bemerkt, …sich leicht abgewandt, …ihr Bein aber noch etwas stärker angewinkelt. Der Tanga war verdammt dünn, und sie wusste es genau, fühlte es geradezu körperlich. Der Radarblick des Aushilfsgärtners schnitt förmlich durch das rote Stöfflein, welches da die satte Wölbung saftigen Kernobstes nachzeichnete…
Das Höhere Töchterlein wusste sehr wohl um die waffenscheinpflichtige Wirkung seiner Reize. Um sie noch zu steigern, kraulte sie sich gelangweilt, aber publikumswirksam, den gewinkelten Oberschenkel. Marc konnte sich kaum noch auf Gestrüpp und Heckenschere konzentrieren. Immer wieder schielte sie über den Buchrand, und beschloss, nicht ohne erregtes Prickeln im Unterleib, den Dienstboten weiter zu quälen.
Irgendwie war ihr heiß, auch wenn sie kaum noch etwas anhatte. Wie beiläufig zippte sie die Schleife ihres roten Bikinitops auf, und zog es in genießerischer Geste über den Kopf. Unter elastischem Schaukeln rollten ihre schweren Naturbrüste ins Freie. Augenblicklich richteten sich die kräftigen Nippel auf, und auch die großen, durch die Schwerkraft leicht ins Oval verzogenen Höfe sprenkelten sich aufgeregt. Doch ihre Besitzerin ließ sich nichts anmerken. Unaufgeregt verscheuchte sie eine lästige Fliege, und vertiefte sich scheinbar gelangweilt wieder in ihre Lektüre…
„So ein Biest“, zischte der ausgehungerte Mark durch die Zähne. Nun, eigentlich stand er ja auf kleine Titten; …aber wegschauen konnte er trotzdem nicht. Jene, mit jeder Bewegung wogender nachschaukelnde Naturfülle war aber auch wirklich perfekt gewachsen. Natürlich beflügelte sie seine philosophischen Phantasien.
…„Autsch“, fluchte er, als er sich dann auch noch bei einem unüberlegten Schritt an einer enorm stachligen Brombeerranke riss…
…“Haben sie sich verletzt?“ …zwitscherte Myriell scheinheilig. „Kommen sie doch mal her. Ich werde bald Medizin studieren, und möchte mir das einmal anschauen“…
Ein angenehmes Prickeln durchrann den jungen Aushilfsgärtner, als er neben ihrer Liege niederkniete. Sachkundig befühlte sie mit warmen Fingern seinen Unterarm. Er blutete aus zahlreichen, aber winzigen, ungefährlichen Wunden. Doch die abgebrochenen Stacheln juckten sehr unangenehm.
„Da brauchen wir eine Pinzette, und unbedingt was zum desinfizieren. Sie riechen aber auch wirklich sehr würzig. …Ein Vollbad täte vielleicht ganz gut“, …ermahnte die angehende Medizinerin streng. „Ich hol mal den Verbandskasten“… grazil sprang sie von der Liege, und eilte auch schon, barbusig wie sie war, mit wild läutenden Glocken, zum Haus.
„Geile Titten, …geiler Arsch“, schoss es dem Verwundeten durch den Kopf, als er der braungebrannten, langbeinigen Ersthelferin hinterher blickte. Jedes Zucken ihrer Schenkelmuskulatur jagte ihm ein kleines Feuerwerk in die Schädeldecke, und ließ auch die Rakete zwischen seinen Fortbewegungswerkzeugen in Abschussposition gleiten…
Dann fiel sein Blick auf das dünne Buch im Gras. Arztroman… „Die Landärztin von Zupferdingen… Prickelnde Kurzgeschichten“, …stand auf dem Einband.
„Da spiele ich doch mit“, …grinste er noch in sich hinein, als Myriell auch schon mit dem Rettungsset zurück eilte. Ihr Busenbeben verbarg sich inzwischen unter einem weißen Arztkittel; …was es jedoch nicht wesentlich unaufregender machte. Ein Schwesternhäubchen mit übertrieben großem rotem Kreuz auf der Vorderseite, und ein paar äußerst wichtig wirkende Kugelschreiber in der Brusttasche, rundeten das Bild ab. Die herrlich gebräunten Luxusbeine kamen jetzt besonders gut zur Geltung.
„Legen Sie sich doch mal hin. Sie haben viel Blut verloren“,…gurrte die Schöne mit eindeutig scherzendem, aber auch unverholen lüsternem Unterton. So unsympathisch fand Marc das Höhere Töchterlein jetzt gar nicht mehr. Die Gummihandschuh waren vielleicht etwas übertrieben…
Als sie neben der Liege hockte, und seinen Arm auf ihrem nackten Oberschenkel bettete, schienen tausende, von Sekt berauschten Ameisen durch seine Unterhose zu steppen. Die angehende Ärztin hatte eine Lesebrille aufgesetzt, und zupfte nun konzentriert, mit feinster Pinzette, Dorn für Dorn aus seiner Haut. Derart vorgebeugt, hatte er einen guten Blick in ihren großzügig aufgeknöpften Ausschnitt. Die vollen Brüste baumelten jetzt wie fleischige Glocken herab. „Wie sie wohl erst im Schlafzimmer hüpfen würden?“... Er hatte unheimliche Lust, ihr weiches Fleisch zu kneten. „Doch durfte ein Patient diese Situation etwa schamlos ausnutzen?...“
Natürlich durfte er. Myriell hatte sie schließlich bewusst herbeigeführt. Sie war auf Ferien beim Papa, und suchte natürlich trotzdem das Ferienabenteuer. Acht Jahre Schweizer Mädcheninternat hatten gewisse Wünsche offen lassen. Auch wenn die Zwanzigjährige bei Gott keine Jungfrau mehr war. Das Knabeninternat war schließlich nur ein Tal weit entfernt…Nach ihrem freiwilligen Jahr im Altenheim, hatte sie sich übrigens tatsächlich in Heidelberg eingeschrieben.
…Aber zuvor wollte sie sich noch einen richtigen Arbeiter zur Brust nehmen. Und der schien anzubeißen. Seine langen Stielaugen wuchsen sich schließlich förmlich in den üppigen Spendierausschnitt… und wo sie grad an Stiele dachte, wurde ihr auch ganz heiß im Höschen. Ihm schien es übrigens ähnlich zu ergehen. Denn des Gärtners Hose wölbte sich verdächtig, als sie sich weiter vorbeugte, um den ersten Stachel zu zupfen. Deutlich fühlte sie das Zucken, aber auch seinen erregten Puls in dem fremden Arm auf ihrem nackten Oberschenkel. Sie ließ sich Zeit bei der „OPERATION“. Marc wurde ganz blaß, was offensichtlich mit dem enormen Blutverlust im Kopf zusammen hing. Da am Arm nur dürftige Tröpfchen flossen, musste es andere Ursachen haben, dachte sie sich mit kurzem Blick auf seine gespannte Hose…
…“Fertig“, flötete Myriell schließlich vergnügt, und gab dem Patienten einen aufmunternden Klaps. „Aber du siehst etwas schwach aus. Ich glaube, du hast ein erfrischendes Bad nötig. Komm, ich werde dich stützen“…
Führsorglich führte sie den Patienten ins häusliche Bad.
Auf ein heißes Bad hatte er sich seit Wochen gefreut. Dass er nun auch noch den Rücken geschruppt bekam, hätte er nicht zu träumen gewagt. Und als die Brünette dazu noch ihren improvisierten Arztkittel abstreifte, um ohne Umschweife zu ihm in den weißen Schaum zu steigen, fehlten ihm sämtliche Worte. Lange Finger tauchten unter die Wasserlinie, und ergriffen seinen Torpedo, noch ehe der wusste, wie ihm überhaupt geschah. Schaumgekrönte Melonen schlugen ihm ins Gesicht. Heiße Wellen schlugen über die Bordwand, als das Höhere Töchterlein schließlich ernst machte…
…An solch große Luxuswannen konnte er sich gewöhnen. Myriell beugte sich zurück und straffte ihre Busenpracht, als sie den Hebel für die Düsen bediente. So musste er ja sauber werden. Gewiss hätte er im nächsten Augenblick seinen Aal in ihrer einladend geöffneten Muschel versenkt, daran bestand nicht der geringste Zweifel. …Doch plötzlich rüttelte es laut an der Tür. Offensichtlich hatte der Herr Papa seinen Mittagsschlaf beendet, und würde dem animalischen Treiben gleich ein jähes Ende setzen…
…Doch weit gefehlt. Nicht etwa der Papa machte dem wilden Treiben ein Ende, sondern die Feuerwehr. Plötzlich fand sich Marc in der feuchten Matratze seines rostigen Bullys wieder. Er hatte nahe eines friedlichen Bachlaufes geparkt, um sich vor dem Vorstellungsgespräch anständig waschen zu können. Doch über Nacht hatte es ein gewaltiges Gewitter gegeben, das den Bach zu einem gewaltigen Strom hat anschwellen lassen. Alles nur geträumt…, und dazu noch die dürftige Wohnung unter Wasser. Doch einen kleinen Trost gab es trotzdem: Während man sein kleines Eigenheim mittels Seilwinde aus dem geschwollenen Bachbett zog, kümmerte sich eine kleine, pummlige, aber irgendwie doch ganz nette Sanitäterin um unseren unglücklichen Helden. Und sie bot ihm sogar an, für ein paar Tage in ihrem Gartenhäuschen zu übernachten, bis sein Camper wieder trocken gelegt war. Sie hatte ihre Retterweste um zwei knöpfe geöffnet, und zwinkerte verführerisch…

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