Jedoch nicht wegen ihnen, sondern weil mir ihre Mutter leidtut. Sollte ich sie noch einmal bei einem Diebstahl erwischen, werde ich nicht so nachsichtig sein.“
Dann steckte er die Zigarettenschachtel in seine Tasche. Romy konnte ihrer Mutter kaum in die Augen schauen. Sie schämte sich nicht nur wegen des Diebstahls. Die Aussage der alten Frau war wahrheitsgemäß. Romy erinnerte sich an einen unschönen Wortwechsel, nachdem sie der Dame den letzten freien Sitzplatz im Bus weggeschnappt hatte. Sie fühlte sich unwohl, was auch an der sichtlichen Empörung ihrer Mutter lag. Birte war sauer, freute sich aber gleichzeitig über die Gelegenheit, die das Schicksal ihr anbot. Sie verfrachtete Romy ins Auto, während sie ihren Einkauf erledigte.
Romy steckte dem Marktleiter einen 20 Euro Schein zu.
„Sie haben doch diese Spendenaktion für obdachlose Kinder. Ich würde mich gerne beteiligen.“
Der Mann lächelte.
„Vielen Dank! Es tut mir wirklich leid wegen ihrer Tochter.“
Birte grinste.
„Das braucht es nicht. Ich denke, dass Romy ihre Tat bald schon bitter bereuen wird!“
Birte schenkte dem Mann ein vielsagendes Lächeln, ehe sie zu ihrem Auto lief. Sie stellte ihre Tasche auf dem Rücksitz ab, um sich dann hinters Steuer zu setzen.
Während der Heimfahrt wechselte Birte kein Wort mit ihrer Tochter. Romys Nervosität steigerte sich ins Unerträgliche. Es kam ihr zumindest so vor, da Birte ansonsten nie so schweigsam war. Die junge Frau spürte, dass ihre Mutter die Enttäuschung kaum verbergen konnte.
„Sorry Mum, ich weiß auch nicht, wieso ich die Zigis geklaut habe.“
„Vermutlich, weil Rauchen ein teures Hobby ist und du es dir als Studentin kaum leisten kannst. Ich bin wütend, Romy und ich finde, dass du eine Strafe verdienst!“
Eine Gänsehaut breitete sich auf Romys nackten Beinen aus.
Nach alter Mütter Sitte
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