Nachtlust und -frust

Erotischer Sommer in der Toskana - Teil 5

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Nachtlust und -frust

Nachtlust und -frust

Franck Sezelli

Leise erledigte er seine Morgentoilette im Bad und kam frisch geduscht wieder in das Zimmer, wo die nackten Schönheiten sich immer noch im Schlaf auf dem breiten Bett räkelten. Bei diesem Anblick erwachte sein bester Freud, der ihn in der Nacht so schmählich im Stich gelassen hatte, zu voller Tatkraft. Aber Daniel ignorierte dies, warf noch einen letzten Blick auf die verführerische Weiblichkeit und schlich aus dem Zimmer. Habe ich diese einmalige Gelegenheit nun für immer verpatzt?, fragte er sich. Werden die Mädchen mich noch beachten? Oder habe ich mich zum verachtenswerten Schlappschwanz gemacht?
Nach einem beruhigenden Spaziergang im Gelände der Künstlerkolonie, das in der Morgensonne friedlich dalag, begab sich der unglückliche Abiturient zum Haupthaus an die Frühstückstafel. Mit der aufsteigenden Sonne, den unbeschwerten Gesprächen der Künstler und dem belebenden Kaffee besserte sich seine Laune und er schaute wieder optimistischer in die Zukunft.
Bald kamen auch Sandra und Franziska, zusammen mit Claudia, und setzten sich dazu. Daniel beobachtete die drei misstrauisch, konnte aber keinerlei Missstimmung oder gar Verachtung für ihn feststellen. Es schien ihm zwar verdächtig, dass Claudia mit ihrer Tante ins Haus ging und dort lange nicht wieder herauskam. Aber natürlich konnte er nicht wissen, was die beiden verwandten Frauen dort beschwatzt hatten.
Uta besprach sich danach am Tafelende mit Hans, aber auch von diesem Gespräch bekam er nichts mit.
Der alte Maler fragte Daniel im Weggehen eher beiläufig, ob er in einer halben Stunde zu ihm ins Atelier kommen könnte für eine Studie. Natürlich sagte der junge Mann zu.

Hans empfing Daniel zwar gewohnt brummig, aber dennoch freundlich wirkend. Er wies ihm einen Platz auf einem Podest vor seiner Staffelei zu, wo er sich für eine Körperstudie mit angewinkelten Beinen hinsetzen sollte, die Arme dabei um die Knie gelegt.

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