Nachts im Wald

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Nachts im Wald

Nachts im Wald

Jerome Udamo

Ich liebte lange Spaziergänge durch den Wald. Nirgends anders fand ich so viel Ruhe und Entspannung und nirgends konnte ich so gut den Alltag hinter mir lassen. Wenn diese Spaziergänge dann auch noch nachts stattfinden konnten, war alles perfekt. Dann gab's keine Kinder, die mich mir ihren Rädern fast umfuhren und es gab auch keine anderen Menschen, die laut lachend oder redend die Wege für sich einnahmen. Das einzige, was einem nachts im Wald passieren konnte, war ein junges Pärchen bei ihren Liebesspielen zu ertappen. Und das war nicht gerade eines der Dinge, die ich als negativ empfand. Schon oft war es mir passiert, dass ich auf den langen Spaziergängen komische Laute aus dem Unterholz vernahm und bei genauem Hinsehen Pärchen in eindeutiger Pose entdeckte. So kam ich auch irgendwann auf die Idee, meine Videokamera mitzunehmen. Das nötige Equipment, um auch in Dunkelheit gute Aufnahmen zu machen, war schnell besorgt. Bis ich allerdings die ersten Aufnahmen machte, dauerte es sehr lange. Immer wieder haderte ich mit meinem Gewissen, fragte mich, ob das nicht schon als pervers einzustufen sei. Doch eine andere Stimme in mir, drängte mich geradewegs dazu und versuchte mein Gewissen auszuschalten. Schließlich wollte ich ja nichts unrechtes mit dem Filmmaterial anstellen. Ich wollte einfach die Möglichkeit haben, den Liebesakt ganz genau zu sehen, na ja, aufnehmen wollte ich ihn auch, aber nur für meinen privaten Gebrauch.

Meine Kamera begleitete mich auf jeden Fall von da an auf all meinen Spaziergängen. Doch so sehr ich in den ersten Wochen auch suchte, nirgends fand sich eine Gelegenheit, um meinen Plan in die Tat umzusetzen. Es war wie verhext und ich hätte schon fast aufgegeben, als mir eines Abends auf einem der Waldwege ein Pärchen entgegenkam. Die beiden waren schätzungsweise um die 30 und schienen leicht angeheitert von einer Party zu kommen. Ihr Lachen und ihre lauten Stimmen konnte ich jedenfalls schon von weitem hören. Als ich den Lärm vernahm, war ich erst etwas ärgerlich, doch nachdem ich feststellte, dass es sich um ein Paar handelte, veränderte sich meine Laune schnell. Ich schob die Videokamera unter meine Jacke und beschleunigte meinen Schritt. Schon bald hatte ich die zwei in meinem Blickfeld und ich wurde ganz kribbelig vor Aufregung. Als sie nur noch wenige Schritte entfernt waren, hob ich meinen Kopf und betrachtete sie. Der Mann trug einen Anzug, der allerdings nicht mehr so ganz saß. Die Krawatte war gelockert, das Hemd halb aufgeknöpft und aus der Hose gezogen. Anscheinend hatten sie wirklich etwas getrunken. Bei der Frau allerdings, musste ich zweimal hinschauen. Sie war sehr klein und zierlich, hatte schwarze lange Haare und trug auch ein schwarzes Kleid. Ihre Haut war sehr dunkel und ich konnte fast nur ihre Konturen erkennen. Anscheinend war sie Südländerin, denn als sie etwas zu ihrem Begleiter sagte, fiel mir auch ein leichter Akzent bei ihr auf.

Die Frage, ob dieses Paar noch im Unterholz verschwinden würde, füllte meinen Kopf aus und ich überlegte, ob ich ihnen nachschleichen sollte. Gerade in dem Moment, als ich mit den beiden auf einer Höhe war, hob ich noch einmal meinen Blick und sah genau in die Augen der Frau. Innerhalb von Millisekunden wurde mir klar, dass ich ihnen folgen musste. Als hätte mir die Frau mit ihrem Blick verraten, was noch passieren würde. Etwas verstört ging ich langsam weiter und wartete, bis das Pärchen um die Biegung verschwunden war. Dann machte ich kehrt und versuchte so leise wie es nur ging hinter ihnen herzuschleichen. Natürlich kam ich mir dabei schon komisch vor und einige Male wollte ich mich einfach wieder umdrehen, doch anscheinend hatte ich die Kontrolle über meine Beine verloren, denn sie liefen einfach weiter. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, die Frau würde bemerken, wie ich sie verfolgte, doch den Gedanken verwarf ich schnell wieder. Wenn es an dem gewesen wäre, hätte sie es sicherlich ihrem Partner gesagt und der hätte mir gehörig die Hölle heiß gemacht. So ging ich also eine ganze Weile hinter ihnen her, versteckte mich ab und an hinter einem Baum oder Busch und kam mir vor wie ein Privatdetektiv bei der Ermittlung.

Vor einer der Holzbänke, die zum Ausruhen einluden, blieben die beiden dann endlich einmal stehen. Die Frau schlang die Arme um ihren Partner und sie versanken in einem langen und anscheinend auch sehr leidenschaftlichen Kuss. Für mein Vorhaben, hatten sie sich wirklich einen guten Platz ausgesucht. Gleich hinter der Bank war ein kleines Gebüsch, das eine kleine Lichtung von dem Weg abschirmte. Ich kannte diese Lichtung sehr gut und wusste auch, dass ich von der Seite nah genug heran kommen würde, um meine Videokamera endlich einmal auszuprobieren. Vorsorglich zog ich sie schon einmal aus meiner Jacke, postierte mich wieder hinter einem Baum und beschloss, Probeaufnahmen zu machen. Kaum war das Gerät eingeschaltet, betätigte ich den Zoom und war erstaunt, wie nah die beiden vor der Linse auftauchten. Die Qualität war hervorragend. Die beiden küssten sich noch immer und der Mann streichelte zärtlich über die Schulter der Frau. Der Träger ihres Kleids war heruntergerutscht und nachdem ich den Zoom noch weiter betätigte erkannte ich, dass ihr Kleid immer mehr verrutschte. Ich konnte gerade noch auf den Record-Knopf drücken, als auch schon die Wölbung ihrer Brust zu erkennen war. Mir wurde heiß und kalt und die Frage, wie ich bei dem Liebesspiel die Kamera ruhig halten sollte, drängte sich mir auf.

Ich wartete schon sehnsüchtig auf den Moment, wo die beiden sich in die Büsche schlagen würden, doch anscheinend hatten sie etwas ganz anderes vor. Die Lippen des Mannes lösten sich von ihrem Mund und wanderten weiter, zu ihrem Hals. Ich konnte von ihren Gesichtzügen ablesen, wie sehr sie es genoss. Den Kopf tief in den Nacken gelegt, gab sie sich seinen heißen Küssen ganz hin und ab und an befeuchtete sie sich mit der Zunge die Lippen. Die Träger ihres Kleids waren inzwischen ganz hinunter gerutscht und der Stoff wurde nur noch durch seinen Körper, der sich eng an ihren drückte, am Körper gehalten. Ich versuchte mit der Kamera diese Erotik und die Leidenschaft einzufangen, die die Frau verspürte und widmete mich hauptsächlich ihrem Gesicht. Anscheinend hatte der Mann aber doch ein Glas zuviel getrunken, denn gerade als ich versuchte ihre Augen einzufangen, fing er an zu straucheln. Die beiden stolperten lachend über den Weg und landeten schließlich auf der kleinen Holzbank. So, wie ich da stand, hatte ich nur wenig Ausblick und ich hielt nach einem anderen Platz Ausschau. Ganz leise schlich ich mich ein paar Meter vor und versteckte mich hinter einem anderen Baum. Als ich endlich meine Kamera wieder in Position bringen konnte, fielen mir fast die Augen aus dem Kopf. Durch das Straucheln mussten die beiden ihre Körper ja voneinander trennen und somit war auch nichts mehr da, was das Kleid aufhielt. Langsam fuhr ich mit der Kamera von ihrem Kopf an hinab und hielt dann auf Höhe ihrer Brüste an. Obwohl sie nur einen sehr kleinen Busen hatte, erregte mich der Anblick ungemein. Klein und fest ragten ihre Brüste in die Höhe und die süßen Brustwarzen standen steif ab.

Aber der Anblick erregte nicht nur mich. Auch der Mann bekam nicht genug von den schönen Dingen, die sie ihm darbot. Einen Moment betrachtete er ihren Körper nur, dann beugte er sich vor und seine Zunge fuhr langsam über die Haut ihrer Rundungen. Ihre Hände legten sich um seinen Kopf und je intensiver seine Zunge sich mit ihr beschäftigte, desto tiefer vergruben sich ihre Hände in seinen Haaren. Nach kurzer Zeit drückte er sie langsam ganz auf die Bank. So, wie sie da lag, sah sie einfach göttlich aus. Ihr Körper wirkte in dem fahlen Licht perfekt und ich hätte alles darum gegeben, an die Stelle des Mannes treten zu können. Doch leider würde ich nie in den Genuss kommen, also konzentrierte ich mich wieder ganz auf das Filmen. Er kniete über ihr und begann ihre Brüste zu massieren. Ich versuchte, zwischen ihrem Gesichtsausdruck und den Liebkosungen hin und her zu wechseln, doch schon nach kurzer Zeit verharrte ich nur noch auf ihrem Busen. Der Anblick war einfach zu verführerisch, als ihn auch nur eine Sekunde zu verpassen. Die Hände bewegten sich langsam wieder von den Brüsten weg und seine Lippen kamen wieder zum Einsatz. Ich konnte erkennen, wie sie sich um die Brustwarze legten und erahnte, wie er sanft daran saugte. Meine Fantasie ging schon so weit, dass ich glaubte, sie leicht stöhnen zu hören. Mit einem Taschentuch wischte ich mir die Schweißperlen ab, die sich an meiner Stirn gebildet hatten und wartete gespannt, was als nächstes geschehen würde.

Als hätte er meine Gedanken erraten, fuhr der Mann mit seinen Zärtlichkeiten fort. Seine Hände ruhten schon länger auf den schlanken Beinen der Frau und nun glitten auch seine Lippen tiefer. Wie in Zeitlupe bewegten sie sich über ihre Haut und schienen auch nicht einen Zentimeter auslassen zu wollen. An ihrem Bauchnabel nahm er sich besonders viel Zeit, küsste ihn, leckte darüber und stupste ihn ab und an leicht mit der Nase an. In mir kribbelte alles und ich freute mich schon auf die folgenden Szenen. Wieder enttäuschte er mich nicht, denn mit geschickten Fingern zog er ihr das Kleid, das noch halb ihren Körper bedeckte ganz hinunter. Zum Vorschein kam ein Nichts von einem Slip, der mehr freigab, als verdeckte. Er schaute noch einmal zu ihr hoch, bevor sein Kopf vollkommen in ihrem Schoss versank. Mir blieb vor Erregung fast der Atem aus, so was hatte ich noch nie erlebt. Ich hatte es mir zwar immer schön vorgestellt, andere beim Liebesspiel zu beobachten, aber dieser Momente übertrafen meine Vorstellungen bei weitem. Ich versuchte noch näher heran zu zoomen, doch leider machte mir die Kamera einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Anstatt noch mehr Details zu sehen, sah ich plötzlich nichts als Dunkelheit. Die Szenerie war so berauschend gewesen, das ich gar nicht auf die Zeit geachtet hatte. Mein Akku jedoch, hatte die Zeit nicht vergessen und war nun vollends leer. Enttäuscht ließ ich mich auf den Boden sinken, vernahm ihre Laute des Liebesspiels und wartete darauf, dass ich wieder nach Hause gehen konnte.

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