Was bin ich bloß für ein Freak! Masturbiere heimlich direkt neben meiner Freundin. Und finde das auch noch geil.
Ich traue mich kaum, mich zu bewegen, auch wenn Anne mir im Moment den Rücken zudreht. Ganz langsam ziehe ich die Hand aus meinem Schoß, die tropfnassen Finger malen Schneckenspuren auf meine Haut. Ich halte sofort wieder inne, als Anne sich zu mir umdreht und mir über die Schulter ins Gesicht schaut. Bestimmt bin ich rot wie eine Tomate.
„Reiner hat mir gerade eine WhatsApp geschickt. Sie machen noch einen Abstecher an den Strand und kommen erst zum Abendessen. Er fragt, ob sie was mitbringen sollen.“
„Ja, nein, egal“, stammle ich, bemüht, meinen Atem zu kontrollieren, „entscheide du. Ich mach bei allem mit.“
„Wie wär’s mit Baguette und ein paar Tomaten? Wir haben noch Salami, Käse und Oliven von gestern.“
„Ja, auch okay.“
Anne schaut mich etwas irritiert an, offenbar weil ich so kurz angebunden bin. Mein Herz rast, meine Möse sabbert und pocht vor Lust und meine Hände wissen nicht, wohin.
„Du solltest dir einen Hut aufziehen, du bist schon ganz rot im Gesicht.“
Sie langt neben sich.
„Hier, fang!“ Mit einer lockeren Bewegung aus dem Handgelenk wirft sie mir ihre Schirmmütze zu.
„Danke, aber nimm du sie.“ Ich fange sie mit meiner linken Hand auf und werfe sie ihr ungeschickt wieder zurück.
Achselzuckend setzt Anne sich die Mütze auf, klappt die Rückenlehne ihrer Sonnenliege hoch, macht es sich bequem und fängt an, auf ihrem iPhone zu tippen.
Na klasse! Das war’s dann wohl mit meinem heimlichen Spielchen. Ich könnte mir in den Arsch beißen, dass ich vorhin aufgehört hatte, als ich kurz davor war. Jetzt sitze ich hier, aufgekratzt und wuschig wie sonst noch was, aber einfach weiterzumachen, wo ich eben aufgehört habe, das kann ich erst mal vergessen.
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