Nicht wenige „Unbequeme“ hatten diese Höhle nie wieder verlassen.
„In einer guten Stunde werde ich zu euch stoßen. So lange krümmt ihr mir ihnen kein Haar“...
Romantische Naturen, währen beim Anblick dieser lieblichen Grotte wohl ins Schwärmen geraten. Glitzernde Kristalladern durchzogen das raue Naturgestein, ...hier und da eine Kalkauswaschung, nicht wenige Stellen, an denen das Wasser über Jahrtausende von der Decke tropfte, und atemberaubende Stalagniten und nicht weniger hübsche Stalagtiten geformt hatte. Nicht selten hatten sie sich im Laufe der Ewigkeit auch wie Verliebte gefunden, und sich für immer zu im Scheinwerferlicht glänzenden Säulen vereint.
Und inmitten dieses natürlichen Kitsch-schauspieles, durfte natürlich auch der unterierdische See nicht fehlen, auch wenn es sich um kaum mehr, als einen größeren Teich handelte. Um seine kitschige Wirkung ganz besonders hervor zu heben, und nicht zuletzt, um seinen ausgewählten Privatgästen vor Augen zu führen, welch gefräßiger Raubfisch in diesen kristallklaren Fluten wohnte, hatte der General ihn eigens vom Grund her beleuchten lassen.
Die Fische waren nicht besonders groß. Doch dafür waren ihrer recht viele. Und mochte das Gewässer einst auch manch einzigartige Spartenspezies beherbergt haben. Jetzt gab es nur noch eine Art.
„Pyranja‘s“, ...bemerkte der Professor trocken. „Und zwar ziemlich hungrige. Gehören eigentlich nicht hier her, ...und man hat sie mit Sicherheit nicht zum Spaß hier eingesetzt.“
Doch es hätte des Professors Bemerkung gar nicht bedurft. Sabin war ohnehin schon mehr als beunruhigt. Denn ihr waren die sauber abgenagten Skelett knochen am Grunde des Sees nicht entgangen. Gewiss wurde hier auch ab und zu mal aufgeräumt. Aber nicht weniger als Sieben menschliche Schädel zählte die Studentin allein unter Flaschenzugrolle, die da an einer Laufschiene von der Decke baumelte...
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