Nackt auf der Opferpyramide

2. Teil aus "Schwüle Nächte im Urwaldtempel"

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Nackt auf der Opferpyramide

Nackt auf der Opferpyramide

Peter Hu

Aber ich wusste, was auf mich zu kam. Ich kannte diese Pflanze. In stark verdünnter Form, konnte ihr Saft sehr stimulierend wirken, wenn man ihn auf der Klitoris, oder auf der Eichel des Mannes verteilte.
Aber in voller Konzentration…
Zum Glück war ich gefesselt. Ich wand mich, dass die Ösen knirschten. Und das war erst der Anfang meiner königlichen Qualen…
Vor den Göttern stand ich jetzt als unwürdige Dienerin, die für ihr Versagen bestraft gehörte. Darum kannten weder Priester noch Gehilfe den geringsten Respekt vor meinem Rang. Hier oben war ich vollkommen in ihrer Hand.
Und die Vorstellung machte mich unglaublich geil. Schaute ich nach rechts, sah ich die Werkzeuge meiner Pein. Zangen, Ruten, scharfe Dorne. Und zackige Obsidianklingen für den letzten Schnitt, falls all meine Schreie ungehört in den Himmel stiegen, ohne dass sich eine Wolke zeigte…
Man züchtigte mich ohne jede Gnade, oder Rücksicht auf mein königliches Blut. Und dem letzteren erwies ich mich als würdig, denn ich ertrug es stolz und ohne den geringsten Schrei. Beide Priester hatten eine mächtige Erektion, die mich stolz machte. Denn ich liebte es schon immer, zu erregen.
Durch den Schleier meiner Tränen, erkannte ich ein einzelnes, kleines Wölkchen am Himmel. Dann ein zweites, ...ein drittes. Auch der Wind wurde kühler. Sollten die Götter meine flehenden Rufe am Ende doch noch erhören?…

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...Meine irdischen Begleiter hatte ich völlig vergessen. Dennoch waren sie scheinbar nicht enttäuscht. Nein, ich hatte keine Drogen zu mir genommen. Die Geister des Ortes, hatten mich vollkommen in ihrer Gewalt. Oder führten sie mich nur bei der Hand? Sie trieben mich jedenfalls zu Handlungen, die ich nicht beeinflussen konnte…

...“Bahnt mir den Weg“, befahl ich meinen beiden Zuschauern mit königlichem Habitus und nickte huldvoll in Richtung Pyramide.
Nur zu gern gehorchte der Innenminister.

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