Sie hatte ja nicht wirklich geglaubt, dass Nadine sich ernsthaft und ohne großen Widerstand darauf einlassen und ihren Anweisungen so bedingungslos fügen wurde. Nach Sonjas festem Zugriff auf Nadines Brüste eben war ihr ein wenig mulmig geworden. Natürlich sollte Nadine kein Leid geschehen. Gleichzeitig war sie aber hochgradig fasziniert vom unerwarteten Verlauf dieser Party und wollte das Ganze auf keinen Fall vorzeitig abbrechen. Sie hoffte, mit dem Abräumen des Tisches erst mal ein wenig von der angestauten erotischen Spannung zu lösen. Was sie vor sich selbst noch nicht eingestanden hatte war, welche Lustgefühle es in ihr auslöste, so großen Einfluss auf Nadine zu haben. Sie hatte diese Form von Macht über einen anderen Menschen vorher noch nie verspürt. Aber sie hatte sich auch noch nie eine andere Frau so begehrenswert empfunden.
Nadine war für die gewonnene Atempause dankbar. Das Abräumen gab ihr die Chance, für einen Moment alleine in der Küche zu verschwinden. Und diesen Augenblick brauchte sie jetzt dringend. Nicht nur, weil ihre Seele in einer emotionalen Achterbahn mit schier endlosen Loopings gefangen war, sondern auch weil Sonjas fester Zugriff einen gefühlten Wasserfall zwischen ihren Schenkeln ausgelöst hatte. Sie benötigte jetzt mindestens einen Meter Küchenpapier, um sich wenigstens etwas trocken zu tupfen. Sie fühlte sich vollkommen aufgelöst.
Nadine war definitiv nicht der Typ Frau, die mal eben vor ein paar Freunden einen Striptease hinlegt. Warum hatte sie sich dennoch auf den Vorschlag Susannes eingelassen und war ihren Anweisungen gefolgt? Tatsächlich hatte deren energische Führung ihr eine gewisse Freiheit verschafft. Niemand konnte ihr vorwerfen, sie habe sich dazu gedrängt, sich zu entblößen. Ganz im Gegenteil, sie war von Susanne und der Gruppe gemeinsam in diese Situation getrieben worden.
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