“
Beide grinsten. Ricky stieg auf sein Motorrad. Käthe winkte ihm noch, dann rannte sie auch schon los.
Als Richard nach Hause kam, hörte er Lärm aus der Küche kommen. Sabine, seine 18jährige Schwester, stritt sich mit ihrer Mutter. Das kam oft vor in letzter Zeit. Irmgard Müller hatte langsam genug von ihrer ältesten Tochter. Die 45jährige Hausfrau brach bald zusammen, war sehr stark belastet. Sie hatte ja noch die Nesthäkchen, Klara und Kurt. Die Zwillinge hielten Irmgard auf Trapp, wie es nur quirlige Zehnjährige vermochten. Deshalb baute sie auf Richards und Sabines Unterstützung. Irmgard verstand nicht, wieso ihr Sabine immer so viel Sorgen bereitete. Sabine war nicht nur hübsch, sondern auch überaus bequem. Irmgards ärgerliches Gespräch mit Sabines Lehrherrn bewies es wieder einmal. Irmgard konfrontierte die junge Frau mit dessen Vorwürfen.
„Was glaubst du eigentlich, wer du bist, Fräulein? Herr Moser hat sich schon wieder über dich beschwert! Du bist schon im dritten Lehrjahr und kannst viel weniger, als die neuen Lehrmädchen.
Wenn du so weitermachst, wird er dich noch rausschmeißen. Sabine, so das geht nicht weiter…“
Ricky verließ kurzerhand die Wohnung. Der junge Mann wollte in den kleinen Garten, der zur Wohnung seiner Eltern dazugehörte. Die Müllers wohnten im ersten Stock dieser Mietskaserne. Ricky wusste, dass man vom Garten aus ins Innere der Küche sehen konnte. Es war recht warm und das Fenster einen Spalt weit geöffnet. Ricky verbarg sich hinter den Fensterläden, was ihn in die Lage versetzte, das Geschehen weiter zu verfolgen. Sabines Gesicht war gerötet, wies deutlich auf ihre schlechte Laune hin. Das 18jährige Mädchen wollte sich nichts sagen lassen. Sabine konterte keck:
„Der Moser ist ein verkalkter Trottel, Mama! Der ist nur sauer, weil sein Laden schlecht läuft.
Naseweis ... Hintern heiß
Episode 6 aus: Die Mädchen von Schloss Ruteberg
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