Zudem achteten wir darauf, dass man auf den Aufnahmen keine persönlichen Gegenstände in unserer Wohnung sehen konnte. Und da wir in den Filmchen nicht miteinander redeten, konnte man uns auch nicht an den Stimmen erkennen.
Am Ende hat sie mich herumgekriegt und ich habe die besagten fünf Videos bei Pornhub hochgeladen. Die sich dann aber als Flop entpuppten. Unsere Filme erzielten gerade mal ein paar hundert Views, viel weniger als Nadia sich erhofft (und ich befürchtet) hatte. Es gab eine Handvoll Likes und zwei, drei nette Kommentare. Dann geschah eine Zeitlang nichts mehr – bis irgend so ein Hater eine abfällige Bemerkung über Nadias angeblich zu kleine Brüste machte. Verärgert habe zuerst ich die Videos und dann unseren Account bei Pornhub gelöscht. Ich dachte, unser Ausflug ins Porno-Business wäre damit beendet, doch dann kam Nadia auf die Idee mit den Vlogs. Und jetzt ging alles erst so richtig los.
Vielleicht sollte ich an dieser Stelle erwähnen, dass wir beide noch im Studium und chronisch knapp bei Kasse waren. Wir wohnten in einer lausigen Zweizimmerwohnung in einem sanierungsbedürftigen Altbau am Rande Prags und kamen gerade so über die Runden. Kurz nach Weihnachten gaben fast zeitgleich unser Kühlschrank und die Waschmaschine den Geist auf, und wegen des sehr strengen Winters mussten wir mit einer saftigen Heizkostennachzahlung rechnen. Und da machte Nadia den folgenschweren Vorschlag mit den Vlogs auf Onlyfans. Die Plattform war gerade im Aufwind und man konnte dort offenbar sehr schnell sehr viel Geld verdienen. Vlogs sind Video-Blogs, gewissermaßen Online-Tagebücher, in denen „Vlogger“ ihre Erlebnisse zu bestimmten Themen (z. B. Beauty, Reisen, Gaming) oder einfach nur ihren Alltag teilen – ähnlich einem Text-Blog, aber eben visuell.
Naughty Nadia – Wie alles begann
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Naughty Nadia – Wie alles begann
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