Und zwar nicht irgendwo, sondern an einem der exklusivsten Wintersportorte der Welt: St. Moritz! Dass wir beide, wie gesagt nicht Ski fahren konnten, noch nicht mal einen Schlitten besaßen, dass wir noch nie im Winterurlaub waren und St. Moritz mehr als eine Nummer zu teuer für uns war, das tat der Sache keinen Abbruch. Im Gegenteil. Es wurde für uns zur Challenge: Wie würden wir glaubhaft den Eindruck vermitteln können, wir hätten tatsächlich unseren Winterurlaub an einem der teuersten Orte der Welt verbracht, und am besten auch gleich noch in einem der exklusivsten Hotels vor Ort?
Rückblickend kann ich sagen: Das war gar nicht mal so schwer. Wir liehen uns von Nadias Bruder einen alten, umgebauten VW-Bus, den wir im Sommer schon öfter als Campervan genutzt hatten. Die Fahrt von Prag nach St. Moritz dauerte etwas mehr als 10 Stunden. Es war bereits dunkel, als wir in dem Bergdorf ankamen, aber wir nahmen trotzdem schon mal erste Videos auf – B-Roll, wie es im Genre heißt. An sich wenig aussagekräftiges Material, mit dem wir im Nachhinein die perfekte Illusion erzeugen konnten. Zum Beispiel, wir hätten im Kempinski Grand Hotel des Bains übernachtet, dem zweitteuersten Hotel in St. Moritz. Ich filmte Nadia vor dem Hotel selbst, auf dem Weg durch die Tür, vorbei an Pagen und anderem Personal, das uns freundlich grüßte. Der nächste Take dann an der Rezeption (wo Nadia irgendetwas Belangloses fragte, es aber so aussah, als würden wir einchecken), dann noch ein paar Aufnahmen vor dem Lift, und in einem der Flure, die auch ohne Zimmerkarte zugänglich sind. Diesen Trick haben wir das erste Mal in St. Moritz gemacht, und anschließend immer wieder. Die so erzeugten Footage-Clips ergänze ich dann später mit Szenen, die wir in einem ganz anderen Hotel im Bett oder im Bad gedreht haben.
Naughty Nadia – Wie alles begann
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Naughty Nadia – Wie alles begann
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