Neue Freunde

Nach dem großen Sterben – Die Bruderschaft

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Reinhard Baer

Ein alter Cadillac mit rundherum getönten Scheiben, gesichert von einem vorausfahrenden und einem folgenden Pick-up mit jeweils drei Bewaffneten. Wo fuhren die hin? Auch das würden wir rausbekommen.

Dann gingen wir in die West Street und betraten den Pub „The amber Pig“. Hinter der Theke stand der Wirt, aber ab und an tauchte auch eine Frau auf. Das musste die Cousine der Bäckersfrau sein. Wir suchten uns einen freien Platz möglichst abseits und fanden ihn direkt neben der Toilettentüre. Die Frau kam an unseren Tisch und wir bestellten zwei Bier.
Als sie servierte, sagte ich: „Ihre Cousine hat sie empfohlen.“
Das erste Mal blitzte so etwas wie Leben in ihren Augen auf. „Ach, das ist ja schön.“
So wie sie reagierte, der Tonfall … Ich wurde mutiger. „Ich würde gern mehr über das schöne Rhode Island erfahren, ist das möglich?“
„Ich schaue mal, was ich tun kann.“ Mit dieser nichtssagenden Antwort verließ sie uns und wenig später das Lokal.
Wir wurden unruhig. Hatten wir zu direkt gefragt? Sie würde doch wohl nicht nach Big Jacks Schergen schicken?
Wir gingen alarmiert unsere Optionen durch, aber da kam sie schon wieder.
Lächelnd trat sie an den Tisch. „Ja, das ist möglich, dass ich Ihnen etwas über Rhode Island erzähle, ich habe sogar den Autoatlas von meiner Cousine geholt, die wohnt nebenan. Falls Sie keine Karte haben. Aber der Platz hier ist nicht schön, so neben den Toiletten. Gehen Sie doch da durch die Tür in das Clubzimmer, da ist es etwas ruhiger, dann kann ich Ihnen ein bisschen über meine Heimat erzählen.“
Den letzten Satz hatte sie lauter gesprochen, den sollten offensichtlich auch die Gäste am Nachbartisch hören.
Aha, sie hatte ihre Cousine sicher gefragt, warum wir von ihr geschickt worden waren. Wir nahmen unser Bier und gingen in das sogenannte Clubzimmer.

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