Neue Hoffnung

Hochhausromantik - Teil 4

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Neue Hoffnung

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Yupag Chinasky

Hätte sie mehr verlangt, für die ganze Zeit, die sie auf ihn eingeredet hatte, hätte er gekontert, sie solle ihm gefälligst das Honorar für einen Seelenklempner bezahlen. Aber Naomi war mit dem, was er ihr gab durchaus zufrieden. Sie bedankte sich, dass er ihr zugehört hatte und er verließ sie mit dem Versprechen, wiederzukommen.

Er ging nach Hause und setzte sich mit einer halb vollen Flasche Whisky auf die rote Couch und dachte nach. Jessi war weg und würde auch wegbleiben, zudem sah er keine Möglichkeit, Kontakt mit ihr aufzunehmen. Außerdem, wollte er das überhaupt? Was wäre denn aus so einer Beziehung geworden? So groß war seine Liebe zu ihr nun auch nicht gewesen. Sie war doch nur ein kleines Abenteuer mit einem Trend zum Normalen gewesen. Ja, gestand er sich, er habe die Zeit mit ihr genossen und sie auch sehr nett und sympathisch gefunden. Aber so richtig zueinandergepasst hätten sie ja auch nicht, schon rein körperlich nicht und was das Intellektuelle anging, er seufzte. Jessi, die kleine, dumme Nutte aus Afrika und er. Nein, das wäre nie und nimmer gut gegangen. Und was sollte er mit ihren Kindern und dem ganzen afrikanischen Clan anfangen, der noch an ihr hing. Mit Jessi würde er sich viel Ärger und Kosten für ein wenig Trost und Lustgewinn einhandeln. Nein, das Kapitel Jessi war ein für alle Mal erledigt. Sollte er Naomi anbieten, bei ihm einzuziehen und von hier aus ihrem Gewerbe nachzugehen und die Stammkundschaft wieder anzulocken? Finanziell würde das Spiel eventuell aufgehen und er könnte sogar davon profitieren, mehr Geld könnte er allemal gebrauchen. Aber nein, das kam auch nicht infrage. Die Hausverwaltung war gewarnt, sogar die Polizei war aufmerksam geworden. Hier, in dieser Bude, würde so ein Plan auf keinen Fall funktionieren. Außerdem, was für eine Rolle hätte er dann gespielt.

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