Neue Hoffnung

Hochhausromantik - Teil 4

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Neue Hoffnung

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Yupag Chinasky

Die Termine wurden in einen Kalender, der im Flur lag, eingetragen, die eine Mitbewohnerin musste ja wissen, wann sie ausgehen oder sich ins Schlafzimmer zurück ziehen musste, während die andere arbeitete. An diesem Abend war nichts eingetragen. Jessis Ahnungen wurden bereits am nächsten Tag bestätigt, als ihre Freundin total aufgekratzt von ihrem neuen Glück namens Miro schwärmte und nur noch von ihm redete und redete, so wie es eben ihre Art war.

Miro bete sie an. Er sei schwer in sie verliebt, genauso wie sie in ihn. Als er gesehen hatte, wie klein ihre Wohnung war, habe er vorgeschlagen, dass sie zu ihm ziehen solle, seine Wohnung sei viel größer und er lebe allein. Er habe genug Geld, würde in der Werbebranche arbeiten und habe gute Kontakte zu Modellagenturen. Diese Kontakte würde er gerne nutzen und er sei sich sicher, dass er für sie, also für mich verdeutlichte Naomi, einen Vertrag aushandeln könne. Das Zeug zum Modell habe sie allemal. Ja er habe sogar angedeutet, dass sie vielleicht, vielleicht irgendwann einmal heiraten könnten, natürlich erst, wenn sie sich näher kennengelernt hätten und wenn es auch beide von Herzen wollten. Was Jessi dazu gesagt habe, wollte er wissen. Jessi, die sich ihre Ergüsse immer wieder anhören musste, war sauer und wütend und hatte ihr die Hölle heißgemacht und sie gewarnt, ja keine unüberlegten Dinge zu tun. Einer, der schon beim ersten Mal soviel versprach, sei doch suspekt. Naomi hatte verschnupft reagierte. Jessi gönne ihr nicht, dass sie glücklich werden könne, sie ja nur eifersüchtig und habe Angst, dass sie sich verändern müsse, wenn Naomi heiraten, ausziehen und ihren Beruf aufgeben würde. „Ja, das habe ich wirklich geglaubt. Ich habe die ganze Welt, die ganze Zukunft rosarot gesehen. Aber leider kam alles ganz anders.“

Miro sei für sie genau so wichtig gewesen, wie er für Jessi, nein, viel sogar wichtiger.

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