Dann streckte sie eine Hand aus und streichelte über seine feucht glänzenden Muskeln, streifte den Schweiß über seine Schulter zu seinem Oberarm ab und tastete mit der anderen Hand durch die schweißnassen Haare seiner Brust. Marion flüsterte ihm etwas ins Ohr. Björn schüttelte den Kopf und griff zum Hammer; beide setzten ihre Arbeit fort.
Katja lehnte sich enger an mich, ich spürte ihren Atem an meinem Ohr. „Du wirst sehen, wenn er fertig ist, wird er sich einfach umdrehen und das war's. So geht es auch im Bett zu: Erst mit dem Vorschlaghammer dreinschlagen; dann dreht er sich um und schläft ein.“ – Sie machte eine Pause und wandte mir ihr Gesicht zu. „Du brauchst dich gar nicht erst anzustrengen, ihn zu übertreffen. Versuch es nicht noch einmal! Wenn ich so etwas brauche, gehe ich zu Björn und komme nicht zu dir.“ Katja gab mir einen zärtlichen Kuss, als müsste sie mich beruhigen. „Und noch eines, Wulff. Ich möchte Björn jederzeit in die Augen schauen können und auch dir. Nur dann können wir so etwas ungestört wiederholen.“ Sie zögerte, bevor sie weitersprach. „Björn und ich, wir sind ein ›offenes‹ Paar, und wir wissen stets, wer von uns gerade was mit wem macht.“
Sie schaute mich lange an, wohl um sich zu vergewissern, dass ich sie verstanden hatte. „Und dann macht es auch nichts aus, wenn Björn weiß, dass wir zusammen sind“. Sie zögerte, „ ... erst recht, wenn er dabei ist.“ – Ich erschrak. „Meinst du damit etwa, dass er uns zuschaut?“
Katja blickte mich lächelnd an. „Es gibt nichts Erregenderes als das“, fügte sie kühl hinzu. – Ich schluckte ein paarmal.
Wie oft Marion an den folgenden Tagen suchend zur Terrasse unserer Nachbarn geschaut hatte, wurde mir erst bewusst, als Katja und Björn uns am Wochenende zu sich einluden. Wir saßen an einem Tisch bei einem Glas Wein, und Björn erzählte von einem Schwimmkurs, an dem auch Katja beteiligt war.
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