Die dunklen Schamhärchen rechts und links davon gab der Stoff schonungslos unseren Blicken preis.
Marion schaute Björn reglos mit offenem Mund an, erhob ihren hochroten Kopf, blickte auf seine Arme, dann auf seine Brust und fuhr mit ihren Augen weiter am Body hinunter zwischen seine Beine. Hier betrachtete sie lange dieses große Gebilde, das sich dazwischen unter dem dünnen Stoff auftürmte. Björn machte einen Schritt auf sie zu. Sie lächelte verlegen und verharrte vor ihm bewegungslos.
Marion seufzte mehrmals und spreizte dabei die Finger ineinander, als würden sie miteinander ringen, bis sie vor ihrer Brust zur Ruhe kamen. - „Ja“, sagte Marion mit fast erstickter Stimme. „Er ist wirklich erregend, unwiderstehlich.“
Sie suchte Blickkontakt zu mir und schien auf etwas zu warten, auf irgendetwas, was nicht geschah; vielleicht darauf, dass Björn näher zu ihr trat, ihr die Kleider vom Leib riss, sie niederwarf, ihre Schenkel spreizte, dieses Monstrum in sie hineinstieß, sie erlöste aus einem Albtraum, der auf sie zugekommen war.
Björn trat einen Schritt zurück, vermutlich weil er von Marion kein Signal auf die unausgesprochene Frage erhielt, ob er weitergehen durfte. Was in ihr danach vorging, konnte man in ihren Augen ablesen: Enttäuschung darüber, dass Björn sich nicht weitergewagt hatte und sie selbst zu keiner auffordernden Reaktion fähig war.
Als Marion und ich abends in unserem Wohnzimmer allein waren, berichtete ich ihr von Katja: „Weißt du, sie hat mir gestanden, dass beide ... “, ich machte eine Pause, „dass sie ein ›offenes‹ Paar sind.“
„Ein ›offenes‹ Paar? Was heißt das?“, wollte Marion wissen. „Erwarten sie etwas Bestimmtes von uns?“
„Findest du Björn unsympathisch?“ – „Nein überhaupt nicht, im Gegenteil, wie soll ich sagen, ich habe ihn bewundert, wie er die Pfähle in die Erde getrieben hat, wie stark seine Muskeln sind. Bei ihm fühlt man sich in guten Händen.“
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