Neue Nachbarn

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Wulff Triebsch

Wir hätten uns keine besseren neuen Nachbarn wünschen können. Das Paar hatte sich kurz nach ihrem Einzug bei uns gemeldet und angekündigt, dass sie sich erst später richtig vorstellen würden. Und nun standen ›Björn‹ und ›Katja‹ vor uns an der Haustür mit einer Flasche Sekt, und ich hatte erstmals Gelegenheit, mir ein genaueres Bild von unseren Nachbarn zu machen.
Katja war eine zierliche schlanke Person, nur wenig kleiner als Björn. Ihr mädchenhaftes, fast knabenhaftes Aussehen unterstrich sie mit kurz geschnittenen rotbraunen Haaren. Sie hatte wunderbar große Augen, mit denen sie mich lange angeschaut hatte, als wir mit unseren Sektgläsern auf das ›Du‹ anstießen. Ihren Mund zierten schmale Lippen, die sie immer wieder zu einem kleinen einladenden Spalt öffnete.
Björns äußere Erscheinung vermittelte Energie und Ausdauer, und sein muskulöser Körper ließ auf eine berufliche Tätigkeit schließen, die Kraft erforderte. Er war Sportlehrer, wie wir erfuhren. Ich stellte mir dieses ungleiche Paar beim Sex im Bett vor, wie er mit wuchtigen Stößen in den Schoß der zierlichen Katja vorstieß, wie sie mit Björns Naturgewalten rang, wenn sie sich im Bett auf die Kräfte seines Körpers einließ. Aber sie machte auf mich nicht den Eindruck, dass sie damit Probleme hatte.
Wir beide, ich, Wulff, mit meinen 32 Jahren, und Marion mit ihren 27, waren deutlich jünger als Björn und Katja. Marions trug lange glatte schwarze Haare, die ihre Ohren verdeckten, nicht aber ihren langen Hals. Als ich sie zum ersten Mal sah, hatte ich mich gleich in die harmonischen Linien ihres Körpers verliebt, in ihre breiten Schultern und ihre schmale Taille, die darunter in einen schwungvoll breiten Schoß überging.
Marions Reaktion auf alles, was ihr nackt erschien, bereitete mir allerdings immer wieder Probleme. Ich brauchte mich nur mit bloßem Oberkörper zu zeigen, um sie zu verwirren. Sie trat dann auf mich zu, innerhalb weniger Augenblicke lag unsere Kleidung auf dem Boden, und Marion und ich vereint darüber. Alles ging rasend schnell. Sie öffnete ihre Schenkel, und ich drang mit meinem Glied in sie, bis Marion einen spitzen Schrei ausstieß. Sie drehte sich danach schnell unter mir weg, stand auf, zog sich an und tat so, als sei nichts geschehen.
Irgendwann erklärte ich ihr, dass ich das bei einer Frau wie sie für nicht normal hielt, und sie gestand mir, dass sie befürchtete, ich könnte sie missverstehen wie ihre Freundin, von der ich wenig später alles über Marions Vergangenheit erfuhr: Bevor sie mich kennengelernt hatte, war Marion mit einem Mann zusammen, einem kraftstrotzenden Kerl, der sich auf sie warf und sie mit seinem Penis an den Rand des Wahnsinns trieb. Ihre Freundin sprach von Macho–Verhalten und sogar von Vergewaltigung; der Mann wäre Gift für sie; Marion sollte sich von ihm trennen. Doch Marion gestand, dass sie alles nicht nur erduldete, sondern von ihm geradezu erwartete, dass er sie so derb behandelte, ja dass es erst die Schmerzen waren, die sie zum Höhepunkt trieben, wenn er sie beim Sex schlug und mit seinen Fäusten auf ihre Po-Backen hämmerte, bis sie blutrot anliefen. Die Vorwürfe ihrer Freundin, sie hätte eine masochistische Neigung, hatte Marion entrüstet zurückgewiesen. Wenig später hatte jedoch der Mann Marion verlassen,und auf ihre bohrende Frage, ob ihre Neigungen der Grund dafür waren, keine Antwort erhalten.
Danach lernte sie mich kennen, das genaue Gegenstück zu diesem Kerl. Ich war Uhrmacher mit einem Sinn für Feinmechanik. Aber ich spürte schnell, welche Art Sex Marion bei mir vermisste. Ich gab mir Mühe, sie im Bett möglichst grob zu behandeln. Doch zu mehr als einem Klaps auf eine Po-Backe war ich nicht fähig. Ich war einfach zu fein gemacht, wie die Uhrwerke, die ich reparierte. Marion gestand mir, dass sie ständig Angst hatte, auch unsere Beziehung würde zerbrechen, wenn wir beide keinen Weg fänden, ihre Neigungen zu befriedigen.

Als wir unsere neuen Nachbarn Katja und Björn am nächsten Tag hinter unserem Haus im Garten antrafen, erzählte Marion ihnen von ihrem langgehegten Wunsch, eine Obstwiese anzulegen. Blühende Wiesen unter Obstbäumen, davon träumte sie schon seit Jahren.
„Wo ist das Problem?“, erkundigte sich Björn. „Man braucht doch nur ein Loch in der Erde für die jungen Bäume auszuheben und Pfähle zu setzen, um sie festzubinden. Das ist doch alles!“ Marion lächelte Björn an, als hätte sie endlich jemanden gefunden, mit dem sie ihren Plan verwirklichen konnte. Björn fragte bereits, welche Obstbäume Marion wünschte. Beide wollten schon am nächsten Wochenende zur Tat schreiten. Nach ihrer Rückkehr von einem Gartencenter, beladen mit Bäumen, Pfählen und Werkzeug, markierte Marion schon die Stellen im Garten, wo sie die Obstbäume setzen wollte.
Ich beobachtete zusammen mit unserer Nachbarin Katja die beiden von Ferne, wie Björn einen Pfahl mit der Spitze in die Erde setzte, genau zwischen Marions Schenkeln und sie bat, ihn festzuhalten. Marion kniete mit einem Bein vor dem Pfahl und umklammerte ihn mit ihren Händen wie eine Priesterin, die sich einem Gott als Dankesopfer darbringen wollte. Björn hob einen Vorschlaghammer über seinen Kopf und holte zu einem wuchtigen Schlag aus. Ich befürchtete, Marion würde vor Schreck den Pfahl loslassen und Björn ins Leere treffen – oder Marion. Doch sie schloss nur hingebungsvoll ihre Augen, und zuckte noch nicht einmal, als Björn mit seinem Hammer die Spitze des Pflocks traf. Ich glaubte, ein Lächeln über ihr Gesicht huschen zu sehen, als ein erneuter Schlag den Pfahl zwischen ihren Schenkeln weiter in die Erde trieb.

Katja wandte den Blick von beiden ab und schaute mich fragend an: „Wie habt ihr eure Küche eingerichtet?“
„Sehr unpraktisch, sie ist leider sehr eng“, erwiderte ich und bat sie, mir zu folgen. Dass wir uns in dem kleinen Raum berührten, war unvermeidlich. Katja gab sich keine Mühe, mir auszuweichen, lächelte mir sogar zu, wenn ich ihren Arm streifte und ihre Schulter berührte. Ich legte meine Hand um ihre Hüfte, ließ sie ihren Rücken hinunter wandern, mehr um zu testen, wie weit ich gehen dürfte. Sie erwiderte alles mit einem Blick, der mir mitteilte, dass ich noch keine Grenzen überschritten hatte.
Als ich sie mit beiden Händen umarmen wollte, ergriff Katja eine Hand und hielt sie hoch, damit ich verfolgen konnte, wie sie ihre Finger zwischen meinen verschränkte, ein sicheres Zeichen, was sie alles erlaubte. Ich näherte mich ihrem Mund, den sie einen kleinen Spalt öffnete, durch den ich meine Zunge schob. Als ich meinen Schoß gegen ihren presste, fragte sie nur: „Wo?“ – Ich zeigte auf unser Schlafzimmer.
Besorgt warf ich von dort einen Blick durch das Fenster auf Björn und Marion in unserem Garten. Sie schienen zu sehr mit sich und ihren Arbeiten beschäftigt zu sein, um uns hier zu bemerken.
Katja streifte ihr T-Shirt über den Kopf. Erst jetzt wurde ich ihre flachen Brüste gewahr, die sich kaum von ihrem Oberkörper abhoben, ihre hellbraunen Knospen markierten nur die Stelle, wo bei Marion meine Hände über zwei volle Brüste streichelten. Als sie ihren Slip ausgezogen hatte, vergewisserte ich mich mit einem scheuen Blick zwischen ihre Schenkel, dass ich es nicht mit einem jungen Mann zu tun hatte. Doch ich schaute auf einen lichten Flaum aus hellen Härchen und eine schon offene Pforte zwischen zwei feucht glänzenden Schamlippen, an denen ich ablesen konnte, wie erregt Katja bereits war. Wir sanken umarmt ins Bett.
Mir kam plötzlich der Gedanke, dass sie vielleicht den gestrigen Abend mit Björn ebenso im Bett verbracht hatte. Ich dachte an die Pfähle, die Björn wuchtig zwischen Marions Schenkel in den Boden hämmerte, und ich war mir bewusst, mit welchen Energien Katja beim Sex umgehen musste, wenn sie sich Björns Naturgewalten überließ. Ich nahm mir vor, Katja zu beweisen, dass auch ich über solche Kräfte verfügte, die sie wuchtig und schwungvoll zum Höhepunkt schleuderten.
Ich begann, mit ausholend weiten Stößen ihren Schoß aufzuwühlen, und spürte, dass sie meiner Arbeit keinen Widerstand entgegensetzte, wurde mutiger und steigerte mich, unaufhörlich stach tief in sie hinein und zog mich wieder zurück, bis ich Katjas Hände spürte, die mich aufhalten wollten. Doch meinen Ehrgeiz, ihr zu zeigen, dass ich es mit Björns Kräften aufnehmen konnte, konnte auch sie jetzt nicht mehr bremsen.
Ich kam mit einem keuchend lauten Stöhnen in Katjas Schoß, vermutlich allein, denn Katja streichelte mich sofort danach tröstend, wirkte aber irgendwie unerklärlich unbefriedigt.
Ich vernahm die Stimmen Marions und Björns in der Ferne und wurde hellwach. „Hoffentlich sehen sie uns nicht?“, flüsterte ich Katja zu.
„Und wenn? Ist das schlimm?“ erwiderte sie. „Ich liebe diese versteckten heimlichen Seitensprünge sowieso nicht, Wulff.“ Sie schwieg, stand auf, zog ihren Slip an und streifte ihr T-Shirt über. Sie trat ans Fenster und blickte hinaus auf Björn und Marion. Ich stellte mich neben sie und beobachtete beide bei der Arbeit, wie Marion wieder einen Pfahl mit beiden Händen hielt, Björn mit dem Vorhammer zu einem gewaltigen Schlag ausholte, der einen Pflock zwischen ihren Schenkeln in die Erde trieb.
Björn arbeitete inzwischen mit bloßem Oberkörper, auf dem sich in der Hitze der Sonne dicke Schweißperlen gebildet hatten und in langen Bahnen an seinen Schultern, Oberarmen und auf der Brust hinunterliefen. Marion blickte wie erstarrt auf ihn. Dann streckte sie eine Hand aus und streichelte über seine feucht glänzenden Muskeln, streifte den Schweiß über seine Schulter zu seinem Oberarm ab und tastete mit der anderen Hand durch die schweißnassen Haare seiner Brust. Marion flüsterte ihm etwas ins Ohr. Björn schüttelte den Kopf und griff zum Hammer; beide setzten ihre Arbeit fort.
Katja lehnte sich enger an mich, ich spürte ihren Atem an meinem Ohr. „Du wirst sehen, wenn er fertig ist, wird er sich einfach umdrehen und das war's. So geht es auch im Bett zu: Erst mit dem Vorschlaghammer dreinschlagen; dann dreht er sich um und schläft ein.“ – Sie machte eine Pause und wandte mir ihr Gesicht zu. „Du brauchst dich gar nicht erst anzustrengen, ihn zu übertreffen. Versuch es nicht noch einmal! Wenn ich so etwas brauche, gehe ich zu Björn und komme nicht zu dir.“ Katja gab mir einen zärtlichen Kuss, als müsste sie mich beruhigen. „Und noch eines, Wulff. Ich möchte Björn jederzeit in die Augen schauen können und auch dir. Nur dann können wir so etwas ungestört wiederholen.“ Sie zögerte, bevor sie weitersprach. „Björn und ich, wir sind ein ›offenes‹ Paar, und wir wissen stets, wer von uns gerade was mit wem macht.“
Sie schaute mich lange an, wohl um sich zu vergewissern, dass ich sie verstanden hatte. „Und dann macht es auch nichts aus, wenn Björn weiß, dass wir zusammen sind“. Sie zögerte, „ ... erst recht, wenn er dabei ist.“ – Ich erschrak. „Meinst du damit etwa, dass er uns zuschaut?“
Katja blickte mich lächelnd an. „Es gibt nichts Erregenderes als das“, fügte sie kühl hinzu. – Ich schluckte ein paarmal.

Wie oft Marion an den folgenden Tagen suchend zur Terrasse unserer Nachbarn geschaut hatte, wurde mir erst bewusst, als Katja und Björn uns am Wochenende zu sich einluden. Wir saßen an einem Tisch bei einem Glas Wein, und Björn erzählte von einem Schwimmkurs, an dem auch Katja beteiligt war.
„Ihr solltet mal sehen, wie die Damen im Kurs ihn angehimmelt haben.“ Katja schaute dabei Marion an, die einen verstohlenen Blick auf Björn warf. „Und dann haben sie ihm zum Schluss einen superknackigen Männer-Body geschenkt“, erklärte Katja. „Ein hautenges Teil, extrem knapp und sexy, ein Nichts, ein letztes Kleidungsstück, bevor man nackt ist, nur viel erregender. Die Damen wollten, dass Björn ihn auch gleich anprobierte.“
„Und? Hast du ihnen den Gefallen getan?“, fragte ich Björn.
Björn hüllte sich in Schweigen, doch Katja nickte. „Die Damen fanden ihn darin unwiderstehlich. Am liebsten hätten sie ihn gleich mitgenommen.“ Katja legte lachend eine Hand auf Björns Schulter, blickte dabei Marion an, die sich auf die Unterlippe biss.
„Du solltest ihn darin sehen, Marion! ... Björn, zieh ihn doch mal an, los!“, forderte Katja ihn auf.
„Katja, bitte nicht jetzt und hier, nein!“ Björn stieß einen Seufzer aus, doch sein Widerstand schmolz unter den auffordernden Blicken Marions und Katjas. Er verschwand ins Schlafzimmer.
Wäre Björn nackt durch die Schlafzimmertür getreten, er hätte weit weniger Aufsehen erregt. Aber so erschien er in diesem hautengen superknappen Herren-Body, der praktisch nur aus schmalen Streifen bestand, und verharrte vor uns in einer Körperhaltung, als stünde er vor einer Jury für Bodybuilding, stemmte seine Arme in die Hüften, drehte sich nach rechts und links, kniete sich sogar hin, wie Marion es vor den Pfählen für die Obstbäume getan hatte, und spannte seine Oberarmmuskeln zu kleinen Hügeln.
Dieser Herren-Body war nicht in der Lage zu verbergen, was man gewöhnlich verbarg. Oben über den Schultern wurde das Teil nur durch zwei schmale Streifen gehalten, die sich vorne, erst kurz unter seinem Bauchnabel, zu einem einzigen schmalen Band vereinten, das kaum der Aufgabe gewachsen war, seinen gigantischen Penis aufrecht am Körper gefangen zu halten. Die dunklen Schamhärchen rechts und links davon gab der Stoff schonungslos unseren Blicken preis.
Marion schaute Björn reglos mit offenem Mund an, erhob ihren hochroten Kopf, blickte auf seine Arme, dann auf seine Brust und fuhr mit ihren Augen weiter am Body hinunter zwischen seine Beine. Hier betrachtete sie lange dieses große Gebilde, das sich dazwischen unter dem dünnen Stoff auftürmte. Björn machte einen Schritt auf sie zu. Sie lächelte verlegen und verharrte vor ihm bewegungslos.
Marion seufzte mehrmals und spreizte dabei die Finger ineinander, als würden sie miteinander ringen, bis sie vor ihrer Brust zur Ruhe kamen. - „Ja“, sagte Marion mit fast erstickter Stimme. „Er ist wirklich erregend, unwiderstehlich.“
Sie suchte Blickkontakt zu mir und schien auf etwas zu warten, auf irgendetwas, was nicht geschah; vielleicht darauf, dass Björn näher zu ihr trat, ihr die Kleider vom Leib riss, sie niederwarf, ihre Schenkel spreizte, dieses Monstrum in sie hineinstieß, sie erlöste aus einem Albtraum, der auf sie zugekommen war.
Björn trat einen Schritt zurück, vermutlich weil er von Marion kein Signal auf die unausgesprochene Frage erhielt, ob er weitergehen durfte. Was in ihr danach vorging, konnte man in ihren Augen ablesen: Enttäuschung darüber, dass Björn sich nicht weitergewagt hatte und sie selbst zu keiner auffordernden Reaktion fähig war.

Als Marion und ich abends in unserem Wohnzimmer allein waren, berichtete ich ihr von Katja: „Weißt du, sie hat mir gestanden, dass beide ... “, ich machte eine Pause, „dass sie ein ›offenes‹ Paar sind.“
„Ein ›offenes‹ Paar? Was heißt das?“, wollte Marion wissen. „Erwarten sie etwas Bestimmtes von uns?“
„Findest du Björn unsympathisch?“ – „Nein überhaupt nicht, im Gegenteil, wie soll ich sagen, ich habe ihn bewundert, wie er die Pfähle in die Erde getrieben hat, wie stark seine Muskeln sind. Bei ihm fühlt man sich in guten Händen.“
„Und sein Body?“ Marion schluckte mehrfach.
„Katja ist auch eine erregende Frau, nicht wahr?“, wich Marion aus und schaute mich fragend an: „Wirst du mir sagen, wenn du mit ihr geschlafen hast?“ – Diesmal versuchte ich, eine Antwort zu vermeiden.
„Katja meint, dass zwischen offenen Paaren auch Offenheit herrschen sollte. Sie meint, es ist nicht gut, wenn man es heimlich tut.“
„Du hast mir noch nicht geantwortet. Hast du schon mit ihr geschlafen?“
„Ich werde dir erzählen, wie es gewesen ist.“
Nach einer Pause schaute sie mich lange an: „Liebst du mich, Wulff?“ Als Antwort zog ich ihre Hand auf meinen Schoß zwischen meine Schenkel. „Ich liebe dich, das musst du doch hier deutlich spüren?“
Sie zog ihre Hand zurück. „Das ist etwas anderes als Liebe. Ich habe es zum ersten Mal gespürt, als Björn die Pfähle vor mir in die Erde gerammt hat und er in seinem Body nackt vor mir stand. Ich werde Björn niemals lieben können wie ich dich liebe. Es ist irgendetwas anderes, weshalb man sich zu diesem Mann hingezogen fühlt.“
„Und was ist das?“ Marion schaute mich an. „Das weiß ich auch nicht. Liebe ist es jedenfalls nicht.“
„Du begehrst ihn, nicht wahr?“ Sie blickte an mir vorbei und schwieg.

Wieder verging eine Woche ohne eine Begegnung mit unseren neuen Nachbarn, viel zu langsam für Marion und auch für mich. Eines Abends winkte Katja mich zu sich herüber, gab mir einen Kuss und zog mich gleich ins Schlafzimmer. „Mach dir keine Sorgen! Björn weiß, dass ich mit dir schlafe.“
Als wir uns ausgezogen hatten, fielen wir beide in einer innigen Umarmung aufs Bett. Katja rollte mich auf den Rücken, setzte sich mit gespreizten Schenkeln rittlings auf mein Becken und betrachtete prüfend mein steifes Glied zwischen uns.
„Den überlässt du jetzt mir …“, erklärte sie, hob ihr Becken an und platzierte mein Glied genau unter ihrem Schoß. „Ganz sanft diesmal und so tief wie möglich“, flüsterte sie, gab mir einen Kuss und ließ ihre offene Pforte über meinen steil aufragenden Penis gleiten, bis ich ganz in sie eingedrungen war. „Und jetzt halt still, ganz still!- Psst!“
Sie schloss ihre Augen und legte einen Finger auf meinen Mund, als wollte sie horchen, ob sich jemand heimlich im Hause zu schaffen machte.
„Ja“, hauchte sie plötzlich. „Ich spüre es tatsächlich, deinen Herzschlag. Ich kann ihn an deinem Penis spüren.“ Sie klopfte mit einem Finger einen Takt auf meine Brust.
„Ein wunderbares Gefühl ... als pulsierte etwas Lebendiges in meinem Schoß.“ Sie begann, ihr Becken auf und ab zu bewegen, im Rhythmus meines Herzschlages. Ihre reitenden Bewegungen auf meinem Penis wurden heftiger, kürzer, wie mein Puls, der zu rasen begann. Unsere Becken hoben und senkten sich vereint; ich stieß dabei rhythmisch meinem Penis tiefer in ihre feuchte Höhle, bis ich spürte, dass ich kam. Mein wilder Schrei wurde von einem endlos langen vibrierenden Stöhnen Katjas begleitet. Sie ließ sich auf meine Brust fallen, wo sie reglos liegen blieb.
Ich hob ihren Kopf an und küsste sie, nur um zu wissen, ob sie bei Bewusstsein war. Erst jetzt öffnete sie wieder die Augen und begann sich zu orientieren. Als sie mich erblickte, lächelte sie erschöpft und schien sich zu erinnern, was geschehen war.
„Ja“, sagte sie und küsste mich. Wir verharrten so lange zu einem einzigen Körper vereint, bis sie von meinem Schoß stieg und sich abwartend auf die Bettkante setzte, wo sie erst ihren Slip, dann die Strümpfe und zuletzt ihr T-Shirt anzog. „Ja“, sagte Katja. “Das passt viel besser zu dir!“

Das Wetter der nächsten Woche brachte hochsommerliche Temperaturen; die Hitze des Tages übertrug sich auf den Abend, den wir lieber draußen auf der Terrasse verbrachten als in der stickigen Luft unserer Häuser. Marion und ich hatten uns auf zwei Liegestühle draußen bei uns niedergelassen und gingen unseren Sehnsüchten und Träumen bei einem Glas Wein nach. Unser Blick fiel auf ein geöffnetes Fenster im Nachbarhaus, durch das man ungehindert ins Schlafzimmer unserer Nachbarn blicken konnte. Zuerst bemerkte ich dort Björn, wieder in seinem knappen Streifen-Männer-Body, und gleich dahinter, nur mit einem Slip bekleidet, Katja. Sie stellte sich vor Björn, der mit einer Hand ihren Slip über ihre Oberschenkel streifte, bis das Stückchen Stoff nach einigen eleganten Bewegungen Katjas über ihre Beine zu Boden glitt und Katja nackt vor Björn stand.
Als Björn sich einmal kurz umdrehte, bemerkte ich seinen Penis, den der Stoffstreifen seines Bodys nur mühsam an sich halten konnte. Er würde sicherlich bald aus seiner Enge befreit. Das besorgte Katja mit einem eleganten Handgriff selbst. Sie streifte gleich den ganzen Body an Björns Körper hinunter. Aus seinem Schoß schnellte ihr sein übermächtig steifes Glied entgegen, das Katja mit zwei Fingern in eine Ruhestellung zu bringen versuchte. Doch kaum hatte sie es wieder losgelassen, tanzte es vor ihren Augen – und vor unseren Blicken – ruhelos auf und ab, als hielte es Ausschau nach einem lohnenden Ziel.
Ich drehte mich zur Seite und wollte Marion einen Blick zuwerfen, doch der Platz neben mir war leer. Sie hatte sich weit zurückgezogen und verfolgte mit verschränkten Armen das Schauspiel aus sicherem Abstand. Ich ging zu ihr und ergriff ihre Hand, die sie krampfhaft festhielt. Verstohlen blickte sie hinüber auf Björn, der Katja federleicht anhob, sie noch in der Luft drehte, bis sie vor ihm im Bett auf dem Rücken mit gespreizten Schenkeln lag.
Ich beobachtete, wie Marion mit aufgerissenen Augen und offenem Mund alle ihre Bewegungen verfolgte. Sie schluckte heftig, als Björn zum ersten Mal in Katjas Schoß eindrang, hielt sogar den Atem an, als er tiefer vorstieß, und atmete erst wieder hörbar erleichtert aus, als sein Glied in voller Größe zwischen Katjas Schamhärchen auftauchte.
Katjas Körper gehorchte nur noch den rhythmischen Stößen Björns. Er schien Schlag auf Schlag seinen Pfahl in ihre Tiefen zu treiben; Katja antwortete jedes Mal mit unüberhörbarem Stöhnen. Mit kraftvollen Bewegungen versetzte Björn ihren Körper in immer schnellere Schwingungen, bis beide innehielten, Katja einen kreischenden Schrei ausstieß und Björn sich keuchend stöhnend über sie warf.
Wie ein Echo vernahm ich auch aus Marions Mund einen Seufzer. Ihr hochrotes Gesicht verriet höchste Anspannung, mehr noch: sexuelle Erregung. Ihre Haare hatte sie mit ihren Händen zerzaust und standen ab. Sie schaute mich mit einem sorgenvollen Blick an, der ihre Frage verriet, ob Katja ›das‹ mit ›offenem Paar‹ gemeint hatte.
Marion und ich blieben eine Weile auf der Terrasse reglos nebeneinander stehen, wie lange, weiß ich nicht mehr, bis Marion ihren Kopf hob und mich anblickte.
„Was ist?“, fragte ich sie.
Sie schluckte mehrmals errötend, biss sich auf ihre Unterlippe und schaute verlegen an mir vorbei ins Schlafzimmer der Nachbarn. Dann fragte sie stotternd: „Möchtest du auch zuschauen, wenn er mich ... “ Ich streichelte ihre Wange und umarmte sie schweigend.

Ich traf Katja am nächsten Tag auf der Terrasse mit einer Kamera in der Hand. „Die Damen vom Schwimmkurs wollen unbedingt ein Foto von Björn in diesem Männer-Body. Er zieht sich gerade um.“ Dann trat sie näher zu mir. „Das geht doch in Ordnung gestern Abend; das war doch kein Ärgernis, oder?“, erkundigte sie sich leise.
„Nein, ganz im Gegenteil“, erklärte ich verlegen, „es war sehr anregend.“ Sie gab mir einen Kuss, auch noch einen zweiten, als Björn in seinem Streifen-Body erschien. - „Wo soll ich mich für die Aufnahmen hinstellen?“ Katja zeigte auf einen sonnenbeschienenen Platz vor einem Strauch. Als sie Björn näher betrachtete, zögerte sie mit der ersten Aufnahme. „So wollen dich die Damen bestimmt nicht sehen. ‚Er‘ muss aufrecht stehen!“ Katja zeigte mit einem Finger auf die kleine flache Erhebung auf dem Stoff zwischen seinen Schenkeln. Sie dachte nach, ihre Miene erhellte sich augenblicklich, als sie Marion bemerkte. „Kannst du dich bitte neben Björn stellen, enger. Nimm ruhig Marion in deine Arme, Björn!“
Björn umfasste Marion mit einem Arm und zog sie einfach an sich. Sie ließ ihn auch gewähren, als er mit der Hand weiter auf ihren Rücken hinunter tastete. Katja blickte zufrieden auf die anschwellende Stelle zwischen seinen Beinen.
„Bleibt so! Das ist ›die‹ Aufnahme: Björn und du, innig umschlungen.“ Katja hielt die Umarmung der beiden mit mehreren Schnappschüssen fest und forderte Marion auf, sich mehr seitlich zustellen, damit man besser sehen konnte, wie erregt Björn auf Marion reagierte. Sie hielt die Kamera gezielt zwischen Björns Schenkel. - Die Damen vom Schwimmkurs würden zufrieden sein, dank Marion.
Katja schien jetzt über etwas anderes nachzudenken „Es wäre schön, Marion, wenn ich deinen Rücken fotografieren könnte, direkt vor Björns nackter Brust.“ Marion schaute verlegen umher. „Bitte, Marion, nur einmal“, bat Katja.
„Muss ich dazu etwa mein T-Shirt ausziehen?“ Sie schaute mich Hilfe suchend an. Ich zuckte mit den Schultern.
Björn selbst ergriff entschlossen Marions T-Shirt. Sie wehrte sich nicht, als er es über ihren Kopf streifte. Gleich darunter kamen ihre vollen Brüste zum Vorschein, auf die Björn bewundernd blickte. Er flüsterte ihr etwas zu, Marion schloss errötend die Augen und lächelte.
„Streif jetzt Björns Body ganz langsam ab“, forderte Katja Marion auf. Marion griff etwas ungelenk mit beiden Händen den Stoff an Björns Schultern, zog die beiden Träger herab. „Langsamer, Marion, Zentimeter für Zentimeter“, forderte Katja sie auf; ihre Kamera löste ständig aus, während Marion den Body über Björns Brust und den Bauch hinab zog. Als sein Penis ihr entgegensprang, hielt Marion inne. Sie schloss die Augen, als würde sie sich von dieser Welt verabschieden. Das Klicken von Katjas Kamera schien Marion nicht mehr wahrzunehmen.
Björn hob Marion mit seinen Händen hoch wie eine Beute, die er in Sicherheit bringen wollte, in sein Schlafzimmer, dorthin, wo sich Katja gestern Abend seinen Kräften hingegeben hatte.
Katja hielt mich davon ab, durch das Fenster einen Blick hineinzuwerfen. „Bleib hier, lass die beiden allein. Es hat ja lange genug gedauert.“ Sie zog mich vom Fenster fort.
Schon nach wenigen Augenblicken hörten wir das laut ächzenden Knarren des Bettes, das schmatzende Aufeinandertreffen zweier nackter Körper, dann wenig später Björns rhythmische ›Hammerschläge‹, und schließlich klatschende Schläge einer Hand auf nackte Haut. Ich vernahm ein erstes leises Wimmern Marions, das in ein dauerhaftes Stöhnen überging. Marion keuchte jetzt rhythmisch unter den Stößen und Schlägen Björns, bis nach einem letzter kreischenden Schrei und einem röhrenden Brüll Björns Stille im Schlafzimmer einkehrte.

Ich trat näher ans Fenster, doch Katja hielt mich wieder zurück. „Warte noch!“, sagte sie. „Sie wird von selbst herauskommen.“
Nervös schaute ich immer wieder zum Eingang des Schlafzimmers. Dann tauchte Marion auf, nackt wie sie Björn unterlegen war, mit hochrotem Kopf und blutroten Po-Backen schaute sie mich mit einem stolzen Lächeln an. Sie hatte Björn nicht nur schadlos überstanden, sondern ihn genossen, sagte mir ihr Blick. Marion und ich blieben eine Zeitlang reglos umarmt stehen, bis Katja mir die Kleidung Marions in die Hand drückte und uns zu unserem Haus abschob.

Über den folgenden Tag lag eine merkwürdige Spannung. Nur Marion ging gleich auf Björn zu, umarmte ihn, und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Björn schüttelte den Kopf und verwies auf Katja, die neben mir stand.
„Habt ihr morgen Zeit?“, fragte Marion sie. Katja schaute sie verlegen an und erklärte zu meiner Überraschung, dass sie und Björn für einige Zeit verreisen müssten, schon sehr bald. Zuletzt gestand sie, dass sie bereits am nächsten Tag abreisen würden. Mich beschlich ein schmerzendes Gefühl von Abschied, ja sogar von Trennung. Marion schaute verzweifelt Björn an.
Nach ihrer Abreise warteten wir mit wachsender Ungeduld auf ihre Rückkehr. Als auch nach mehr als zwei Wochen das Haus neben uns leer blieb, wurden wir unruhig und befürchteten, dass ihnen etwas zugestoßen war. Ich fragte vergeblich bei der Polizei nach, bei den Behörden und staunte, wie wenig Angaben ich zur Person Katjas und Björns den Beamten mitteilen konnte. Die Idee, sich beim Makler zu erkundigen, der unser Nachbarhaus an sie verkauft hatte, brachte uns einen Schritt weiter. Von ihm erfuhren wir, dass Katja und Björn das Haus nicht gekauft, sondern nur vorübergehend angemietet hatten. Jetzt stand es zur Weitervermietung wieder zur Verfügung. Wenn ich einen Interessenten wüsste, könnte er sofort einziehen oder es auch kaufen.
Marion bat mich immer wieder, alles zu unternehmen, um doch noch herauszufinden, wo sich Björn und Katja aufhielten. Vielleicht bestand noch eine kleine Chance, sie wiederzusehen. - Alles blieb ohne Erfolg.

Eines Tages bemerkte ich vor dem Haus unserer Nachbarn eine Frau mittleren Alters mit Sonnenbrille; ihre dunkelbraunen Haare hatte sie hinten zu einem Pferdeschwanz gebunden. Ich trat neugierig an sie heran: „Interessieren Sie sich für das Haus?“
„Nein, nein“, erwiderte die Frau. „Ich suche Katja und Björn. Sie waren lange Zeit unsere Nachbarn und wir verstanden uns ... “, sie zögerte und errötete, „... wir hatten ausgezeichnete nachbarschaftliche Beziehungen. Mein Mann und ich wollen sie unbedingt wiedersehen. Können Sie uns helfen?“
Ich erzählte ihr, dass auch wir die beiden suchten, und begann zu ahnen, was mich mit dieser Frau verband: Die ‚gut nachbarschaftlichen Beziehungen‘, die auch sie und ihr Mann zu Björn und Katja gepflegt hatten. Die Frau nahm ihre Sonnenbrille ab, musterte mich lange, unsere Blicke trafen sich; wir lächelten einander zu. Sie öffnete eine Einkaufstasche, holte einen roten Apfel hervor und reichte ihn mir. „Davon können Sie so viel haben wie Sie wollen. Wir haben einen ganzen Baum voll mit reifen Äpfeln, die gepflückt werden müssen. Kommen Sie doch mal bei uns vorbei.“ Ich bedankte mich, ergriff nicht nur den Apfel, sondern gleich ihre Hand. Sie lächelte mir augenzwinkernd zu. „Am nächsten Wochenende hat auch mein Mann viel Zeit“, sagte sie fast flüsternd.
„Ja, wir kommen!“, erwiderte ich, und wir tauschten unsere Adressen aus. Als sie mit ihrem Wagen meinen Blicken entschwunden war, las ich auf der Visitenkarte ihren Namen und schloss die Augen: Sie hieß Vera! Ich strich zärtlich über die Schale des Apfels, küsste ihn und biss hinein. Er schmeckte süß und der Saft tropfte von meinen Lippen. - Die Suche nach Katja und Björn hatte endlich ein erfolgreiches Ende gefunden.

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