„Wenn ich könnte, wie ich wollte…würdest du zwei Wochen lang ein Sitzkissen brauchen…“ Das war eine seiner letzten Äußerungen, die er mit einem enttäuschten Gesichtsausdruck von sich gab. Mir wurde ganz anders. Ich ahnte, was morgen passieren konnte! Ich ging missmutig zu Bett, wollte wenigstens ein bisschen schlafen. Es gelang mir nicht, da komische Geräusche ins Zimmer drangen. Ich lief im Pyjama zum Fenster, das ich der Hitze wegen geöffnet hatte. Ich sah eine Silhouette, die sich unter dem dünnen Vorhang des Nachbarfensters abzeichnete. Es war ein eindeutiger Scherenschnitt, den ich da erkannte. Unter dem transparenten Gewebe sah ich die Konturen eines Mannes, der sein erhobenes Knie auf einem Schemel abgestellt hatte. Darüber lag ein weiblicher Körper, was ich am runden Hinterteil erkennen konnte. Dazu drangen klatschende Patscher an mein Ohr. <Oh Mann, Simone kriegt auch den Po voll!>, war mein erster Gedanke. Das neue Gesetz bekam also auch unser Nachbarmädchen Simone zu spüren. Die 19-jährige wand sich über Papas Schoß, der eine lang versäumte Erziehungsmaßnahme nachholte. Ich steckte mir Ohrstöpsel in meine Gehörgänge, damit ich das Elend nicht länger mitbekam. Simone schrie nämlich wie am Spieß. Es waren eindeutige Satzteile, die ich vernahm, darunter “will nicht den Popo vollkriegen“ und ähnliches. Die Antwort von Simones Papa bestand in klatschenden Geräuschen, die ich gar nicht hören wollte. Ich hielt mir zusätzlich die Ohren zu, bis es endlich ruhiger wurde. Simone schluchzte nur noch leise, was mich aber auch nicht beruhigte. Mein Po zwiebelte ja auch von Mamas Kochlöffel. Dazu kamen meine Bedenken, was den morgigen Tag anbelangte. Ich strich sacht über meine schmerzenden Rotbäckchen. Es war auszuhalten, aber wenn ich morgen noch einmal…? Ich wagte gar nicht, daran zu denken! Ich beschloss, ganz brav zu sein, um ja nicht unangenehm aufzufallen.
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