Hat ihn langsam aufgemacht, ihn kurz gelesen, als müsste er sich selbst daran erinnern, was er geschrieben hatte.
„Und?", habe ich gefragt. Meine Stimme war leiser, als ich wollte. Da war dieses seltsame Gefühl, das ich hatte. Diese Mischung aus Neugier und Angst, dass da vielleicht doch etwas draufstehen könnte, das mich herausfordern würde. Eine Fantasie, die ich nicht kannte. Und die mich vielleicht auch an meine Grenzen bringen würde. Aber die Spielregeln würden verlangen, dass ich sie ihm erfülle. Und daran würde ich mich halten.
Natürlich ist mir rein rational bewusst, dass es nicht okay ist, dass ein Spiel von dir fordern kann, dass du dem anderen bedingungslos zur Verfügung stehen musst. Aber in jenem Moment, da fand ich es einfach nur enorm heiß. Und ja, es hat mich erregt. Noch mehr, als ich es ohnehin schon war.
Er lächelte, als wüsste er längst, was ich auf seinem Zettel vermutete.
„Und?", habe ich nachgefragt, weil ich es wissen wollte.
„Nichts Besonderes", hat er gesagt.
„Ich will wissen, was auf dem Zettel steht", habe ich meine Frage neu formuliert.
„Nichts Besonderes", wiederholte er – und legte den Zettel vor mich hin. Und ja, genau das stand da drauf.
Ich habe die Stirn gerunzelt. „Was heißt ‚nichts Besonderes'?"
„Einfach wie immer. Ohne Plan. Ich weiß", hat er gesagt. „Es klingt doof. Aber ich meine es so. Ich will nichts Durchgeplantes. Ich will einfach das, was das hier so schön macht. Dass wir beide entspannt sind. Spaß haben. Und auf uns und den anderen hören. Machen, was wir in dem Moment wollen. Nicht etwas, von dem wir meinen, wir müssten es tun."
Ich habe den Kopf geschüttelt. Doof habe ich das nicht gefunden.
„Ich dachte…", habe ich angefangen. Habe aufgehört. Habe neu angefangen. „Ich dachte, du würdest etwas anderes schreiben.
Nichts Besonderes am Valentinstag
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Nichts Besonderes am Valentinstag
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