großen Güte - einige hatten schon mal alleine angefangen und präsentierten der Welt ihren mehr oder weniger prächtigen Wurmfortsatz, aber kein Sven. Xavier Naidoo sollte recht behalten. Es dauerte mehr als drei Wochen, in denen ich etwa 2-3 drei Mal am Abend durchzappte, bis ich das erste Mal auf einen angezogenen Mann traf. Ich hatte so schnell weitergeblättert, dass ich schon vorbei war, als ich das realisierte und blätterte zurück. Im Kamerabereich war keine Hand zu sehen, nur ein kopfloser Oberkörper.
„Sven?“
„Wer will das wissen?“
„Sarah…“
Mr. Unbekannt stutzte einen Moment ... „Ach Sarah, ja.“
Das kam mir zu unbestimmt. Klang nicht nach echtem Wiedererinnern.
„Zeig mal deinen Handrücken“.
Er packte seinen Handrücken in den Sichtbereich der Kamera. Ein fettes Pflaster!
„Kannste abmachen, ist ’ne Windrose drunter“. Gleichzeitig schaltete ich die Kamera ein. „Headset?“
Er kruschelte rum und dann ertönte seine Stimme. Offenbar war er wieder im Bilde.
„Sarah, …. das Vollweib, ….. der feuchte Traum eines jeden Discountkunden.“
„Werden Sie mal nicht frech, junger Mann. Hast Du eigentlich nochmal versucht, mich anzutreffen?“
„Zuerst nicht, das fand ich indiskret, aber später … ja später …“ Er schwieg.
„Was war später?“
„Da habe ich von Dir geträumt – ohne Scheiß“. Und da habe ich gedacht, ‚Sven, suche nach Sarah, vielleicht möchte sie sich doch noch mal an einem einsamen ‘Montagewitwen-Abend‘ mit mir nett unterhalten.“
Beim Wort ‚unterhalten‘ krümmte er an beiden Händen Zeige und Mittelfinger. Er setzte das Wort in Gänsefüßchen und kicherte dabei.
„Jedenfalls war ich dann noch ein paar Mal da, aber Du nicht. Das Ganze war sowieso ein großer Zufall, denn ich habe nur in der Spielhagenstraße eingekauft, weil bei uns in Limmer gerade umgebaut wurde.“
„Ja, und ich arbeite jetzt Berkhusenstraße.
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