Nicole hatte sich ihm stets zu widersetzen gewusst. Es war nicht etwa so, dass die Frauen darüber redeten, was der Gärtner mit ihnen machte. Die Gutbürgerlichkeit der Familien sollte ja erhalten bleiben. So hatte jede ein kleines Geheimnis. „War Simon auch schon bei Dir zum Kaffee?“, war die einzige Frage, die sich die Frauen gegenseitig ab und an stellten. Die Frage war so etwas wie ein Geheimcode, ein Code, den man auch im Aldi, in der Kassenschlange, weitergeben konnte. Also keineswegs „wann hat Dich Simon zum letzten Mal hochgejagt?“ Man stelle sich dies vor!
Genussvoll knabberte er an Nicoles Ohrläppchen. Seine Hände hatten sich längst unter ihrer Bluse verirrt. Nicoles Herz schlug bis zum Hals. Die tiefe Verletzung, die Rainer ihr mit seiner Staubsaugersucht beigebracht hatte, machte unbändiger Lust Platz, einer Lust, gepaart mit Trotz, Rachegefühlen, Neugier und unbändiger Geilheit – Geilheit aufs Verbotene.
„Komm ein wenig weg vom Fenster“, keuchte sie und zog Simon hinter sich her ins Schlafzimmer. Die Storen waren noch nicht hochgezogen, und im Dämmerlicht liess es sich vortrefflich schmusen. Nicoles Kopftuch fiel zu Boden, und Simon kam in den Genuss ihrer ganzen Wildmähne. Er küsste leidenschaftlich ihr Haar. Kitzelte sie sanft unter den Armen. Drängte sie vorsichtig aufs Bett – und darin war er Meister. Ein Meister der Vorsicht. Er trieb die Frauen niemals in die Enge, liess ihnen immer einen Fluchtweg, sollten sie es sich noch anders überlegen. Aber Nicole machte keinen Hehl aus ihrer Lust. Sie fetzte sich die Leggings vom Leib und präsentierte dem Gärtner ihren süssen, zurecht gestutzten Busch.
Simon fand es sehr erregend, Frauen dann zu stossen, wenn sie ihren BH, die Bluse oder den Morgenrock noch an hatten. Das war so etwas wie zwei Mal Weihnachten. Wenn er das nächste Mal wiederkam, gab’s noch immer etwas Neues zu entdecken: Die Brüste nämlich. Vielen Frauen war es ganz Recht, wenn Simon sie nicht splitternackt zu Gesicht bekam. Gerade der Brüste wegen schämten sich viele Mütter. Da war nichts mehr ganz so straff wie in den einschlägigen Videos oder in der TV-Werbung. Das Stillen hinterliess eben auch gewissen Spuren. Wie geil niedliche Hängebrüste sein können, ahnten sie aber nicht.
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