Nikolaus und Krankenschwester

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Nikolaus und Krankenschwester

Nikolaus und Krankenschwester

Anita Isiris

Krankenschwestern existieren nicht mehr – jedenfalls in der Schweiz nicht. Sie haben den Pflegefachfrauen Platz gemacht – und dies mit gutem Grund. Pflege ist ein professionelles Gebiet; in zahllosen Bereichen sind die Pflegefachfrauen den Ärzten überlegen – insbesondere, wenn es um Konfliktbewältigung, Informationsfluss, Organisation und das Festhalten und Entwickeln von Prozessen geht.

Nikoläuse?
Gab es die jemals?

Führen wir also jetzt den Nikolaus und die Krankenschwester zusammen… „Nikolaus und Krankenschwester“ spielt in Freiburg im Breisgau – wo es noch ein paar echte Krankenschwestern gibt, die sich auch so bezeichnen und stolz sind darauf..

Angela machte sich für den Nachtdienst an jenem 6. Dezember bereit. Immer, wenn der Uhrzeiger unerbittlich gegen 22.30 Uhr vorrückte, hasste sie ihren Job, wohl wissend, dass der Dienst für viele ihrer Kolleginnen noch früher begann. Zudem war der verdammte neue BH zu eng; die Lippenpomade war ihr ausgegangen und sie hatte vergessen, Kaugummi und Fruchtsaft einzukaufen, Dinge, die ihr halfen, die Nächte durchzustehen ohne mitten auf dem Korridor einzuschlafen.

Nur mit Unterwäsche bekleidet, stand sie vor dem Badezimmerspiegel und betrachtete sich. Angela gefiel sich nicht besonders. Der Ansatz eines Bäuchleins war kaum weg zu trainieren; ihre Oberschenkel fand sie zu unförmig, und überhaupt… wäre sie doch nie zum Friseur gegangen und hätte ihr schulterlanges, dunkles Haar behalten! Kolleginnen hatten es ihr ausgeredet – weil sie jeden Morgen in der Garderobe beim Umziehen noch umständlich ihre Frisur hochbinden musste – aus hygienischen Gründen.

Angela arbeitete auf einer gemischten chirurgisch-medizinischen Abteilung. Sie drehte sich um. Dieser Hintern, verflucht! Kein Winterpulli war lang genug, um ihn zu verdecken – und die hässliche Spitaluniform zeigte sowieso alles, was nicht hätte gezeigt werden dürfen… bis hin zu dem blaugrünen Muster auf ihrem Slip. Sollten sie sich doch an ihr aufgeilen, diese Ärzte – Sie hatte einfach einen Hintern wie andere Frauen auch. Nicht mehr und nicht weniger.

Aber eben: Es war ein Krankenschwesternhintern. Dieser Tatsache entsprang der zusätzliche erotische Kick. Die helfende Frau, von umgänglichem Gemüt, hart arbeitend… und mit prallen Arschbacken. Das war es wohl, was in den Doktorenhirnen vorging, wenn sie ihr nachstarrten.

Angela setzte sich hin und pinkelte. Der kalte Badezimmerfussboden verursachte bei ihr jedes Mal Gänsehaut. Als sie sich erleichtert und abgetrocknet hatte, klingelte es. Angela fuhr zusammen. Das obere Drittel ihrer Wohnungstür bestand aus einer halbblinden Glasscheibe, durch die man sie sehen konnte. Sie war zwar in Unterwäsche, immerhin – aber wer stand denn vor der Tür? Dann klopfte es. Bumm. Bumm. Bumm. Angela vergass Frisur, Kaugummi, Lippenpomade, Fruchtsaft und Arschbacken und eilte behände in ihr Schlafzimmer.

Bumm. Bumm. Bumm. Fiebrig stürzte sie sich in ihre Jeans, wickelte ein Badetuch um den Oberkörper und ging zur Haustür. Draussen stand der Nikolaus. „Häh?“ dachte sie bei sich. „Ich liebe Dich“, sagte der rot gekleidete Mann, „ich liebe Dich einfach“. Angela war platt. Sie wusste nichts zu erwidern, fühlte sich einen kurzen Moment lang an ihre Kindheit erinnert, zögerte aber, ihn einzulassen, aus verständlichen Gründen – um diese Zeit!

Höflich und zurückhaltend blieb der Nikolaus stehen und betrachtete sie von oben bis unten. „Ich muss zum Nachtdienst!“ Dieser nicht gerade gastfreundliche Satz erzeugte beim Nikolaus nur ein Schmunzeln. Dann klingelte zu allem Überfluss noch das Telefon. „Angela, Du kannst zu Hause bleiben!“ hörte sie Inge, ihre Arbeitskollegin, sagen. „Da liegen zurzeit bloss vier Patienten; keine Notfälle in Sicht, ich schaff das auch alleine. Geniess den Abend.“ Damit legte Inge den Hörer auf.

Angela war verwirrt. Den ganzen Tag hatte sie sich auf diesen Nachtdienst eingestellt und versucht, ein wenig vorzuschlafen, was kaum gelang. Müde wurde sie so oder so. Am Schlimmsten waren die Morgenstunden ab 02.00 Uhr.

„Ich hab Dir was mitgebracht“, rief der Nikolaus ihr zu. Noch immer stand er auf der Schwelle zu ihrer kleinen Wohnung und schwenkte einen Jutesack. „Komm herein“, hörte Angela sich sagen. War das Leichtsinn? Ihre Laune besserte sich aber schlagartig angesichts der Tatsche, dass sie eine spitalfreie Nacht vor sich hatte.

„Haste Glühwein?“ fragte sie der rot angezogene Mann. Er war jünger als er wirkte mit seinen Waldstiefeln, dem aufgeklebten Bart und den stechenden grünen Augen. Rasch schlüpfte Angela in eine Bluse und sah jetzt fast schon aus wie eine Gastgeberin. Sie bat ihn in ihr kleines Ikea-Wohnzimmer und ging in die Küche. Ihr Herz schlug bis zum Hals als sie Zimt, Haselnüsse und Rotwein bereit stellte. Glühwein. Wohlan… dachte sie bei sich.

Erst jetzt fiel ihr auf, wie gut ihre dunklen Nippel unter der weissen Bluse zu sehen waren. Angela rätselte und rätselte, wer sich wohl hinter dem dicken Bart verbarg. Jemand, den sie kannte? Dessen war sie sich fast sicher. Zu schelmenhaft trat er auf, dieser Nikolaus, zu erwartungsvoll auch. Das Blitzen der grünen Augen hatte sie schon irgendwo wahrgenommen. Angela war aber viel zu aufgeregt um länger darüber nachzudenken, richtete ein Serviertablett und stellte zwei dunkelblaue Gläser darauf.

Mittlerweile hatte es sich der Nikolaus in ihrem Wohnzimmer bequem gemacht. Ungläubig starrte Angela auf seine Knie. Sie waren nackt! Der lange rote Mantel war etwas auseinander gerutscht und verriet muskulöse Schenkel. Sie setzte sich ihrem Besucher gegenüber. Ganz geheuer war ihr jetzt die Sache doch nicht. Der Mann war aber fröhlich und erzählte ihr von seinem Holzhäuschen im Wald, von Eichhörnchen, Hirschen und dem alten, grauen Esel, dass Angelas Misstrauen bald einmal schwand.

Der Nikolaus wirkte keineswegs bedrohlich – selbst dann nicht, wenn er mitten im Erzählen seine Beine ein wenig öffnete. Angela wagte es nicht, hin zu schauen. Es beeindruckte sie auf angenehme Art, dass seine Blicke nicht aufdringlich an ihrer Bluse kleben blieben. Der Nikolaus hatte eine gewisse Würde. Dann tat der Glühwein seine Wirkung bei Angela – und wohl ebenso beim rot gekleideten Waldmann. Die Kerze auf dem kleinen Klubtisch flackerte und warf ihren Widerschein an die hellblau getünchte Wand. „Komm, mach Dir’s neben mir gemütlich“, forderte der Nikolaus Angela auf.

Diese war hypnotisiert und setzte sich neben ihn auf die Couch. Entschlossen fasste er nach ihrer Hand und führte sie zu seinem Schoss. Nein, sein Schwanz war ganz und gar nicht aus Schokolade. Es handelte sich um ein kräftiges Glied, den Schwanz eines ganz normalen Mannes.

Wer steckte wohl hinter diesem Bart? Angela spürte, wie das Zentralorgan des Nikolaus in ihrer Hand pulsierte. Beide sprachen kein Wort. „Soll ich…“ Ohne seine Antwort abzuwarten, beugte sich die Krankenschwester zu seinem Schoss und umfasste den Nikolausschwanz mit ihren Lippen. Wie lange war das her, dass sie das zum letzten Mal getan hatte? Und jetzt… mit einem Unbekannten…

Vorsichtig spielte sie mit der Zunge. Nein, da war keine Schokolade. Der Geschmack war eher salzig, wie Angela ohne Überraschung feststellte. Sie reizte die Eichel an der Unterseite mit der Zunge und drückte das warme Glied gegen ihren Gaumen. Wie sehr sie jetzt ihre enge Jeans störte! Der Waldmann betastete vorsichtig ihren Hintern, so, als könnte sie ihn plötzlich abweisen.

Allmählich wurde den beiden heiss – dem Nikolaus in seiner roten Kluft sowieso. Sie verführten sich gegenseitig und wälzten sich kurz darauf auf dem 70er-Jahre-Flokatiteppich. Wie gut Angela duftete! Vorsichtig knöpfte der Waldmann ihre Bluse auf und sah Brüste. Nicht irgendein Busen, nein.

Krankenschwesternbrüste! Das Herz ging ihm auf, und sein Zentralorgan war unerträglich angespannt.

Endlich war Angela nackt; mit Mühe hatte er sie aus der Jeans gepellt. Sie hatte ein ganz klein wenig mitgeholfen. Wie feucht sie war! Vergessen waren die guten Vorsätze, die den Weihnachtsmann Jahr für Jahr begleiten, vergessen waren das Holzhäuschen, das Eichhörnchen, der Hirsch und der alte, graue Esel. Er wollte nur noch vögeln. Oh, wie er Angelas Bäuchlein liebte! Diese festen Oberschenkel… genüsslich leckte er ihren Nabel. So also sah eine nackte Krankenschwester aus!

Der Nikolaus war fasziniert. Noch wollte er nicht in sie eindringen; noch versuchte er, sie bis zum Geht-nicht-mehr zu reizen, indem er ihren Körper mit winzigen Küssen übersäte. Und Angela? Wie ging es ihr dabei? Sie warf den Kopf von der einen Seite zur andern, mit geschlossenen Augen, öffnete sich für den Waldmann… Dieser ertastete vorsichtig das Ziel seiner Träume: Angelas Anus!

Mit etwas Speichel befeuchtete er die kleine Öffnung. Ob sie schon einmal… Angela schämte sich ein wenig und wich vor dem Nikolaus zurück. Dieser streichelte ihren Bauch, wieder und wieder. Wie fest und warm sie sich da anfühlte! Dann unternahm er einen zweiten Versuch und schob ihr entschlossen den Daumen ins Poloch. Endlich war Angela so weit. Sie fühlte, wie Wärme durch ihren Unterleib schoss und wusste in ihrem tiefsten Inneren, dass sie von diesem Mann genommen werden wollte – egal wie. Sie kniete sich auf den Flokatiteppich, der angenehm weich war. Der Nikolaus war verzückt.

Dieser Vollmondhintern! Wow! Wow! Machte es in seinem Kopf. Wow! Er griff hinter sich in den Jutesack, der unschuldig am Boden lag, und förderte einen blauen Vibrator und ein kleines Ölfläschchen zutage. Der Dildo hatte die Form eines Delphins. Er schüttete ein paar Tropfen der teuren Flüssigkeit aufs Spielzeug und spitzte kennerisch die Lippen. Dann schaltete er das Gerät ein und schob es zwischen Angelas Schamlippen.

Vorsichtig schob er den Vibrator hin und her; Angela atmete schwer. Dann führte er den Delphin so tief in ihre Vagina ein, wie er konnte. „Brrrummm…“ wie obszön dieses Geräusch wirkte in der Stille von Angelas kleiner Wohnung! Der Waldmann machte sich jetzt an ihrem Anus zu schaffen, dehnte ihn ein wenig, träufelte Öl darauf. Er hatte keine Eile, ging gemächlich vor wie ein Orang Utan, der seine Toilette verrichtet. Angela war auch nicht in Eile. Sie hatten die Nacht vor sich. Nochmals führte er einen Finger ein, so, als wollte er sie untersuchen – und dann zwängte er seinen Schwanz in ihr Polöchlein. „Ich liebe Dich wirklich!“ brummte der Nikolaus.
Angelas Kurzhaarfrisur wirkte neckisch. Die anatomische Nähe des brummenden Dildos machte ihn verrückt. Er schaffte es kaum, den Penis hin und her zu bewegen und gab noch etwas Öl nach. Da griff Angela nach hinten und streichelte einen kurzen Augenblick lang seine Hoden – ein Zeichen von Akzeptanz, vielleicht auch mehr, hoffte er. Er umfasste ihre Hüften und vögelte sie rhythmisch. Angela konterte seine Bewegungen. Dieser herrliche Hintern! Hätte er doch bloss gleichzeitig in ihre Augen sehen können! Angela keuchte. Ihr Rücken war schweissnass.

Der Nikolaus hielt in seinen Bewegungen inne und zog den Vibrator ein wenig zurück. Angela schrie auf. Über eine halbe Stunde machten die beiden weiter, dann stellte der Nikolaus fest, dass sein Bart verrutscht war. Panik ergriff ihn. Sie durfte ihn nicht erkennen – keinesfalls! Er hatte seine Stiefel anbehalten und würde sich ziemlich rasch aus dem Staub machen können. Das schien ihm jedoch unfair. Angela hatte ihm alles gegeben. Der Nikolaus überlegte noch einmal und gab sich dann zu erkennen als der Krankengymnast, der er war.

Angela gefror das Blut in den Adern. War sie denn wahnsinnig geworden? Ausgerechnet der Jan, verheiratet, Vater von zwei Kindern! Zornig schleuderte sie ihm den Delphin-Dildo entgegen und wies ihm die Tür. „Wir können doch reden!“, versuchte er die Stimmung wieder aufzufangen.

Dann klopfte es an Angelas Wohnungstür. Bumm. Bumm. Bumm. Fiebrig stürzte sie sich in ihre Jeans, wickelte ein Badetuch um den Oberkörper und ging zur Haustür.

Draussen stand der Nikolaus.

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