„Trägst du eigentlich öfter Ninas Strumpfhosen?“ Mist, sie hatte es gesehen. Leugnen zwecklos.
„Aber ja. Auch das gehört seit dieser Woche bei uns mit dazu.“
„Interessant. Ich mache mir selbst nun gar nichts aus Strumpfhosen. Die eine, die ich habe, ziehe ich nur sehr selten einmal an.“
„Das ist schade. Ich glaube, sie würden dir gutstehen.“
„Naja, vielleicht kaufe ich mir demnächst nochmal welche, und wenn wir uns dann nochmal treffen, ziehe ich sie für dich an.“ Sehr erstaunlich, das Ganze. So etwas tut eine Frau nicht, wenn ihr ein Mann gleichgültig ist.
„Das fände ich super, wenn du das machen würdest.“
Gloria verzichtete darauf, mich bis zum Äußersten zu reizen. Nach fünf Minuten Massage meinte sie dann, es sei sehr schön gewesen. Sie freue sich darauf, wenn wir uns das nächste Mal wiedersähen bei Nina, und vielleicht klappe es dann wieder mit der Fußmassage. „Dann in meiner Strumpfhose.“ Sie lächelte vieldeutig.
Wie benommen von dieser besonderen Begegnung ging ich zurück ins Schlafzimmer. Mir ging das Ganze noch eine Zeit lang durch den Kopf, bevor ich irgendwann wieder einschlief. Das war also Ninas stille und schüchterne Freundin! Immerhin schien sie genau zu wissen, was sie wollte, und arbeitete zielstrebig darauf hin. Was das war, daran gab es für mich keinerlei Zweifel.
So anregend und erregend unsere Begegnung auch gewesen war, so sehr machte ich mir auch Sorgen wegen meiner Beziehung zu Nina. Ich konnte sie doch nicht einfach mit ihrer besten Freundin betrügen. Die gute Gloria hatte mich da in eine ziemliche Zwickmühle hineinmanövriert. Das war mir gar nicht recht.
Irgendwann standen auch Nina und ich auf. Wir frühstückten, und Nina machte es überhaupt nichts aus, den ganzen Morgen hindurch in ihrer schwarzen Nahtstrumpfhose vor Gloria und mir herumzulaufen, mit nichts drüber als einem recht knappen schwarzen T-Shirt.
Nachdem Gloria sich verabschiedet und den Heimweg angetreten hatte, konnte ich nicht anders, als Nina ein weiteres Mal nach Strich und Faden zu vernaschen. Die Sache mit Gloria hatte ich da schon fast wieder vergessen. Zum Abschied schenkte Nina mir wieder beide Strumpfhosen, die schwarze mit Naht und die hautfarbene, die ich die Nacht über getragen hatte, und selig trat ich den Weg nach Hause an. Was für ein tolles Erlebnis das mal wieder gewesen war!
Ninas beste Freundin
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Ninas beste Freundin
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