“ Ich liebe diese Zweideutigkeiten und Wortspiele, auf die Nina immer sofort anspringt.
Ich war äußerst gespannt und voller Vorfreude, als ich am Samstagabend zu Nina fuhr. Vor allem war ich neugierig auf Gloria. Zum Glück hatte ich keine allzu hohen Erwartungen, zumindest nicht, was meinen Fetisch anging. Es würde sicherlich trotzdem ein schöner Abend werden.
Nina öffnete mir mit einem strahlenden Lächeln die Tür. Wir küssten und umarmten uns herzlich. Sie sah mal wieder fantastisch aus: ein kurzes schwarzes Cocktailkleid, mit Spitzeneinsatz am Dekolleté, dazu eine atemberaubende schwarze Nahtstrumpfhose, aber ohne Schuhe. „Tut mir leid, dass ich dich auf Strümpfen begrüßen muss, lieber Lutz. Aber die Pumps von Manolo Blahnik, die ich mir diese Woche gekauft habe, sind mir einfach noch viel zu eng. Ich muss sie erst einlaufen.“ – „Aber Nina, wenn es einen modischen Fauxpas gibt, für den ich Verständnis habe, dann ist es dieser.“
Im Wohnzimmer erwartete uns Gloria. Nina hatte nicht zu viel versprochen. Sie war außerordentlich hübsch. Sie hätte fast eine Schwester von ihr sein können: hochgewachsen, schlank und blond, mit strahlend blauen Augen. So ähnlich sie von ihrer äußerlichen Attraktivität her einander waren, so sehr unterschied sich ihr Kleidungsstil. Gloria trug einen unspektakulären braunen Pulli, eine schwarze Hose und graue Socken mit Pünktchenmuster. Nun ja. Wir begrüßten uns höflich. Ich merkte ihre deutliche Zurückhaltung gleich am Anfang an.
Wieder einmal hatte Nina zum Anlass unseres gemütlichen Abends zu dritt ein opulentes und leckeres Menü zubereitet, das wir ausgiebig genossen. Als wir mit dem Essen fertig waren, kehrten wir ins Wohnzimmer zurück. Nina nahm wie gewohnt auf dem dreisitzigen Sofa Platz und legte die Beine hoch, und wie ich es ebenfalls gewohnt war, setzte ich mich zu ihren Füßen hin.
Ninas beste Freundin
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Ninas beste Freundin
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