Die Nixe Tsche-Ba

8 9-15 Minuten 0 Kommentare
Die Nixe Tsche-Ba

Die Nixe Tsche-Ba

Peter Hu

So beschlossen wir denn abzuwarten und weiter zu beobachten, welche Möglichkeiten sich für uns ergeben würden. Schließlich fand sich hier reichlich Essbares. Und das frische Quellwasser erschien uns jetzt köstlicher als teurer Wein.
Am Abend leisteten wir uns sogar den Luxus von frischen Möweneiern, welche wir auf einem kleinen Tarnfeuer in einer Erdmulde über heißen Steinplatten brieten.
Anschließend hielten wir abwechselnd Wache. Wir ließen uns dabei die verschiedensten Pläne durch den Kopf gehen. Nur um sie anschließend wieder als undurchführbar zu verwerfen.
Einer dieser Pläne sah vor, dass wir uns heimlich an Bord ihrer Schiffe schlichen, um wieder ebenso heimlich auszusteigen, wenn sie gerade mit dem Berauben einer Hafenstadt beschäftigt waren.
Die Idee, eines der Schiffe zu stehlen, war völlig absurd. Selbst, wenn wir die Wachen durch ein unwahrscheinliches Wunder lautlos überwältigten. Zu zweit konnten wir die großen Galeeren einfach nicht manövrieren. Auch wenn sie über Segel verfügten. Was sollten wir ohne Rudermannschaft damit anfangen?
„Ein leichter Schnellsegler; ja, damit kämen wir zurecht“...

...Es war, als hätten die Götter unsere Gedanken gelesen.
Auf unserer fünften Nachtwache lief ein zierliches Schiffchen in die Bucht. Elegant manövrierte es zwischen den großen Kaperschiffen, ...und machte schließlich in ihrem Schatten am Kai fest.
Wir zählten nur vier Seeleute. Einer von ihnen schien der Anführer der ganzen Piratenbande zu sein.
Scheinbar benutzten sie den harmlosen Segler zum Ausspähen ahnungsloser Handelsschiffe. Vielleicht aber, hatte der Räuberhauptmann die Gelegenheit auch nur zu einer kleinen Ausfahrt genutzt, um sich von seinem blutigen Handwerk zu erholen.
Es dämmerte schon. Heute würde die kleine Spionagejacht jedenfalls nicht mehr auslaufen. Das war unsere Gelegenheit...

...Mit starken Knüppeln bewaffnet schlichen wir uns zur schwärzesten Stunde der Nacht in den Hafen.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 2151

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben