„ Und sofort hinterher, meine eigenen Worte relativierend: „Aber du wärst sowieso nicht mitgekommen, stimmts ?„ Alain bestätigte: „Richtig.„ Die Enttäuschung durchzuckte meine Gesichtsszüge. Diesmal war ich es, die sich in belanglose Plauderei flüchtete, um die peinliche Situation zu überspielen um die Stimmung nicht gefrieren zu lassen. Dann widmete ich mich erst mal seinem Körper. Diesmal nahmen wir uns sehr viel Zeit für unser Liebesspiel. Danach überfiel mich bleierne Müdigkeit. Wie sehr wünschte ich mir, jetzt an Alain gekuschelt langsam dahinzudämmern.
Das Unaussprechliche, das sich wie ein dunkler, böser Schatten über uns auszubreiten schien, liess mir keine Wahl. Ich mußte es ans Licht zerren, mußte um jeden Preis eine Entscheidung herbeiführen. Auch Alain wusste, dass eine Aussprache unvermeidlich sein würde. Also begann ich zaghaft: „Ich kann keine losen Enden haben. Ich muss immer den Dingen auf den Grund gehen.„ Langsam redete ich mich in Rage. Ich forderte ihn heraus, wollte wissen, wie er zu mir steht. Alain machte mir schmerzhaft klar, dass mehr als das, was war, zwischen uns nicht laufen würde. Ich versuchte einen letzten Strohhalm: „Ich hatte nicht vor, dir einen Heiratsantrag zu machen bzw. in Mosheim Hand in Hand mit dir über den Marktplatz zu spazieren.„ Er erwiderte: Das ist mir schon klar.„ Meinte, er wolle sich in der nächsten Zeit ganz auf seinen neuen Job konzentrieren und nach mehr stünde ihm im Moment nicht der Sinn.
Diesmal war ich es die sagte: „Deine Entscheidung, Baby.„ Ich tat cool. Beteuerte, dass das völlig in Ordnung sei und ich kein Problem damit hätte.
Nothing but a Gigolo
4. Die Offensive
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