Ich spornte ihn zur Höchstleistung an und machte ihn mit meinen sexuellen Wünschen und Ausschweifungen wieder jung, die besten Voraussetzungen für ein exotisches Abenteuer. Denn wenn eine Mulattin die Sinneslust anstachelt, gibt es für das Opfer kein Halten mehr, er wird blind für die Realität. Dieser Mann war Wachs in meinen Händen, denn ich wusste genau, was sie tun hatte. Und auch ich genoss das Zusammensein mit ihm, ein paar Tage reinster Luxus in einem Luxushotel mit allem was dazu gehört, mit gutem Essen und teuren Getränken und auch mit schönen Geschenken. Aber das Wichtigste in dieser Zeit war weder das Hotel noch das Bett, es war die Tatsache, dass ich plötzlich eine Frau war, die etwas darstellte, die etwas erreicht hatte, die man respektvoll behandelte und als Señor anredete, alles absolut nicht selbstverständlich für eine arme Frau wie mich. Und genau dieser Mann erschien immer wieder in meinen Träumen.
Doch zurück zu meinem morgendlichen Traum. Es war wie gesagt Sonntag, ich hatte nichts vor und es regnete. Ein Tag ohne Pläne und Verpflichtungen, es gab nur meinen Körper und die große Lust auf ein virtuelles Abenteuer. Und so stand ich wieder am Empfang des noblen Hotels an dem Traumstrand und wurde vom Personal freundlich und höflich behandelt, denn für mich war ein Zimmer reserviert und der Mann, auf den es ankam, würde noch heute hier eintreffen. Nur deswegen empfing man mich, eine immer noch jung und gut aussehende Mulattin mit allem Respekt, den man mir im wahren Leben nie, wirklich nie, entgegenbrachte. Es gab höfliche Worte, ein Sie statt dem üblichen Du, man fragte, ob die Anreise angenehm war und drückte mir ein Glas mit einem kühlen Willkommensdrink in die Hand. Erst der schwarze Boy, der meine leichte Tasche abnahm, was hatte ich schon an Klamotten, und mir mein Zimmer zeigte, erinnerte mich wieder an die Wirklichkeit.
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