Als ich ihn da dann so sitzen sah, dachte ich unwillkürlich an unsere gemeinsame Zeit zurück. Wir hatten wirklich sehr viel Spaß miteinander und haben jede Sekunde miteinander bis aufs letzte ausgekostet. Seine Augen blickten mich immer zärtlich an und seine Hände berührten mich ständig auf irgendeine Art und Weise. Jede Berührung jagte mir damals einen Schauer über den Körper und ich musste mich oft zusammenreißen, um nicht in aller Öffentlichkeit über ihn herzufallen. Unsere Beziehung beinhaltete natürlich weitaus mehr als nur Sex, aber der Sex war es, der sich in dem Moment in meine Gedanken einschlich. Diese Gedanken ließen mich lächeln und ich versuchte mein Gesicht ein wenig vor den anderen zu verbergen. Kerstin war ihrem Typen inzwischen schon ziemlich nahe gerückt und schien schon bald an ihrem Ziel zu sein. Sie hatte zur Zeit keine Lust auf Beziehungen und hatte es sich schon fast zum Hobby gemacht, die Männer immer nur für eine Nacht abzuschleppen. Der Kumpel von ihrem Fang kippte sich ein Bier nach dem anderen rein und kam sich dabei wohl ziemlich cool vor.
Meine Aufmerksamkeit richtete sich wieder auf Torsten. Er hatte sich ein wenig gedreht und saß nun mit dem Gesicht in meine Richtung gewandt da. Noch immer scherzte er mit seinen Kumpels herum und lachte sehr viel. Sofort fielen mir wieder seine süßen Grübchen auf, die ich schon damals so sehr mochte. Und dann passierte es, er ließ seinen Blick durch die Bar schweifen und blieb an mir hängen! Ich versuchte mein Gesicht noch schnell abzuwenden, aber da war es schon zu spät, er hatte mich gesehen und erkannt. Seine Unterhaltung verstummte und wir schauten uns eine zeitlang einfach nur an, bevor sich sein Gesicht wieder zu einem Lächeln verzog. Etwas unsicher lächelte ich zurück und wusste nicht, was ich nun tun sollte. Sollte ich herüber gehen und „Hallo“ sagen, oder sollte ich so tun, als würde ich mich meinem Tischnachbarn zum Gespräch zuwenden? Torsten nahm mir die Entscheidung ab und kam mit langsamen Schritten auf mich zu. Mein Puls schnellte in die Höhe und ich merkte, wie meine Hände feucht wurden. Seine Wirkung auf mich hatte also noch nicht nachgelassen. Als er mir dann gegenüber stand, brachte ich nur mühsam eine Begrüßung hervor und schaute nervös zu Boden.
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