Nur eine Nacht

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Nur eine Nacht

Nur eine Nacht

Justin Zara

Torsten lächelte noch immer und schien im Gegensatz zu mir sehr locker zu sein. Er kam um den Tisch herum und quetschte sich neben mich auf die Sitzbank. Er gab mir zur Begrüßung einen Kuss auf die Wange und wir unterhielten uns ein wenig. Naja, Unterhaltung konnte man das eigentlich nicht nennen. Viel mehr erzählte Torsten und ich nickte nur und schaute ansonsten angestrengt auf einen Krümel, der auf dem Tisch lag. Er erzählte mir, dass er nur fürs Wochenende in der Stadt war und halt mit ein paar alten Bekannten einen drauf machen wollte. Sein neuer Job schien wohl gut zu laufen und sein Leben gefiel ihm. Er fragte dann auch, was ich so machte und ich ließ mir die Antworten förmlich aus der Nase ziehen. Die Bedienung brachte mir noch einen weiteren Cocktail, den ich ziemlich hastig trank. So langsam machte sich der Alkohol bemerkbar und meine Schüchternheit fiel von mir ab. Zum ersten Mal schaffte ich es, Torsten direkt in die Augen zu sehen und sofort war ich wieder von diesem Blick verzaubert. Meine Gedanken wanderten wieder zu den vielen schönen Erlebnissen mit ihm und die Erinnerungen an seinen Blick in gewissen Momenten machten sich breit. Plötzlich war sie dann wieder da, diese Sehnsucht nach ihm, nach seinen Händen und nach seinen Berührungen.

Ich versuchte mich innerlich noch gegen meine aufkeimenden Gefühle zu wehren, aber es war längst zu spät, meine Hormone tanzten schon Tango und warteten nur darauf, die Oberhand zu erlangen. Auch Torsten schien in die gleiche Richtung zu denken, denn plötzlich beugte er sich zu mir herüber, stupste mich erst sanft mit seiner Nasenspitze an und gab mir dann vorsichtig einen Kuss. Im ersten Augenblick wollte ich mich zurückziehen, doch ich schaffte es nicht und so erwiderte ich seinen Kuss. Diese paar Sekunden ließen die letzten 2 Jahre vollkommen aus meinem Gedächtnis verschwinden.

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