Seine Lippen und sein Geschmack waren mir so vertraut, brachten die alten Gefühle der Nähe und Zusammengehörigkeit wieder mit sich. Der Kellner unterbrach unsere kleine Knutscherei und sagte uns, dass sie nun schließen würden. Tatsächlich waren außer uns nur noch 2 Kerle in der Bar, sogar Torstens Kumpels waren schon gegangen. Hastig tranken wir aus und gingen hinaus auf die Strasse. Ganz selbstverständlich ergriff Torsten meine Hand und hielt sie fest. Es war schon 4 Uhr Morgens und wir wussten wohl beide nicht so recht, was wir jetzt tun sollten. Doch auch hier ergriff Torsten wieder die Initiative. Er stellte sich vor mich, legte seine Arme um seine Hüften und sagte: „Mona, ich kann dich heute Nacht nicht einfach so gehen lassen, bitte bleib bei mir, nur heute. Lass uns die Vergangenheit vergessen und einfach nur zusammen sein. Ich hab hier um die Ecke ein Hotelzimmer, bitte komm mit!“ Bevor ich überhaupt antworten konnte, griff er wieder meine Hand und rannte wie ein kleiner Junge übermütig los. Ich hatte Mühe hinterher zu kommen und wusste auch nicht so recht, ob ich das überhaupt wollte, aber es war wohl zu spät darüber nachzudenken.
Im Hotelzimmer schloss er schnell die Tür hinter uns und drückte mich dann an die Wand, um mich erneut zu küssen. Der Kuss war nicht mehr so vorsichtig wie der erste. Ich schmeckte sein Verlangen und ließ mich mitreißen. Langsam schob Torsten die Träger meines Kleids herunter und küsste meinen Hals und meine Schultern. Er wusste anscheinend noch ganz genau, was ich mochte und verwöhnte mich nach allen Regeln der Kunst. Irgendwann war es dann aber im Stehen zu unbequem und er nahm mich auf seine Arme und trug mich zum Bett herüber. Gemeinsam sanken wir auf die Decke und küssten uns voller Hingabe. Torstens Hände ertasteten jeden Zentimeter meines Körpers und brachten mich fast um den Verstand. Seine Lippen glitten über meine Brüste und immer tiefer. Alles um mich herum verschwand, ich lag einfach nur da und genoss, was er mit mir tat. Es müssen Stunden vergangen sein, denn draußen war es schon hell, als er uns endlich erlöste und mit mir schlief. Ich hörte die Englein singen und fühlte mich wie im 7. Himmel. Anschließend schliefen wir eng aneinandergeschmiegt ein. Als ich aufwachte, schlief Torsten noch tief und fest. Ich realisierte nur schwer, was in dieser Nacht geschehen war, doch als ich es begriffen hatte wusste ich, dass es ein Fehler war. Zuviel war in der Zwischenzeit passiert, als das wir einfach da hätten weitermachen können, wo wir vor mehr als 2 Jahren aufgehört hatten. Ich stand vorsichtig auf und schlich mich aus dem Zimmer und somit auch aus seinem Leben. Die Wochen danach weinte ich mir immer wieder die Augen aus dem Kopf, ich wusste dass ich ihn wirklich liebte, aber es gibt Situationen, da reicht selbst die Liebe nicht aus um glücklich zu sein.
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