Nur eine Nacht?

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Nur eine Nacht?

Nur eine Nacht?

Cyraxis

Evelyn langweilte sich furchtbar. Sie war in diesem, man entschuldige den Ausdruck, sauteuren Schuppen gelandet, in freudiger Erwartung, endlich mal einen „richtigen“ Mann kennen zu lernen. Eine Freundin hatte ihr den Tipp gegeben: „Glaub mir Evelyn, der Laden ist heiß. Stilvoll, zeitlos, einfach der Hammer.“ Hatte Sandra zu ihr im Cafe gesagt. „Und eins kannst du Dir sicher sein. Da laufen sicherlich keine Bauerntrampel und Milchbubis herum. Die kämen wahrscheinlich nicht mal am Türsteher vorbei!“ Bei dem Gedanken leckte sich Evelyn über die Lippen.
Evelyn war eine äußerst attraktive 25jährige Frau mit langen, schwarzen Haaren und entgegen dem Trend nicht spindeldürr, sondern ein richtiges Weib mit Kurven alla Marylin Monroe.
Trotzdem war sie immer an die falschen Männer geraten. Schleimer, Weicheier, eierlose Typen, wie sie sie innerlich beschimpfte.
Sie wollte zwar keinen Macho, bei Gott nicht, aber diese Milchbubis, die ihr ständig nachliefen wie ein Hundchen und bei einer Trennung noch wochenlang ins Telefon heulten hatte sie einfach satt. Evelyn wollte endlich mal einen dominanten Mann und genau den gedachte sie in einem Laden wie dem „Flexible“ zu finden. Also hatte sie sich schick gemacht. Einen schwarzen Spitzenstring, der dazu passende BH, ein mittellanges, schwarzes geschlitztes Kleid umschmeichelten ihren Körper. Dazu legte sie ein dezentes Make up auf, einen dunklen Lippenstift und tiefschwarzen Eyeliner. Sie wusste, dass ihr Outfit recht dominant wirkte und somit ihrem Ziel entgegenwirkte, doch ein richtiger Mann würde ihre „Verkleidung“ durchschauen, dessen war sie sich sicher.
Und nun? Sie saß da, nuckelte an ihrem Mojito und blickte sich um. Sandra hatte recht gehabt, der Club war wirklich genial. Deep Trance und Mystik Trance erfüllten den Raum mit einer sinnlichen Atmosphäre, rotes und schwarzes Leder dominierte die ruhigen Nischen. Eine große Tanzfläche und eine lange, in blauem Licht gehaltene Bar vollendete das Bild eines im wahrsten Sinne „coolen Clubs“.
Allerdings war das Publikum mehr als unzureichend. Ein paar Pärchen tanzten oder tauschten sinnliche Küsse in den Nischen. An der Bar lungerten ein paar gut gekleidete Männer herum, doch diese schienen schon zu viel getrunken zu haben. Zumindest ein paar ebenso einsame Frauen ließen sie nicht so ganz alleine fühlen.
Immerhin war es noch recht früh, 22.30 Uhr sagte ihre kleine Armbanduhr.
Evelyn leerte das restliche Glas und wollte gerade aufstehen, um sich an der Bar etwas Neues zu holen, als die schwere, mit Leder verzierte Tür aufschwang. Sie schaute zur Tür und plötzlich durchzuckte es sie wie ein Blitz, ein Blitz, der genau zwischen ihren Beinen einschlug. Welch eine Gestalt. Er war ca. 1.90m, hatte unglaublich breite Schultern, schien regelmäßig zu trainieren. Seine kurzen schwarzen Haare waren locker ge-igelt und im Gesicht trug er den typischen „Film-Bösewicht-Bart“, um seinen Mund und das Kinn herum. Seine Augen konnte sie auf die Entfernung nicht sehen, aber seine Präsenz war beinahe fühlbar. Er trug einen schwarzen Anzug, glänzende Lackschuhe und ein hellblaues kurzes Hemd. Als er sein Sakko auszog und locker über die Schulter warf, konnte sie seine muskulösen Arme sehen. Wieder zuckte ein Blitz und elektrisierte sie. Der Unbekannte schlenderte gemächlich zum inzwischen recht vollen Tresen, stellte sich an eine freie Stelle und begrüßte den kommenden Kellner freundschaftlich mit einem Handschlag. Sie plauderten kurz, dann brachte dieser ihm ein Whiskeyglas mit einer goldenen Flüssigkeit. „Gott sei Dank kein Bier“ dachte Evelyn bei sich. Der Mann nahm das Getränk lächelnd entgegen und nippte kurz daran. Dann drehte er sich gemächlich um und lies seinen Blick durch die Nischen wandern. Als sein Blick Evelyn erreichte, musterte er sie mit blitzenden Augen, dann umspielte für einen Sekundenbruchteil ein Lächeln seinen Mund und er begann, langsam auf sie zu zu kommen. Evelyn schluckte schwer. „Reiß dich zusammen. Das ist auch nur ein Mann.“ Dachte sie bei sich. Der Fremde lies sich Zeit, schlenderte gemächlich, aber ohne seinen Blick abzuwenden auf sie zu. Evelyn konnte seinem durchdringenden Blick nicht standhalten und senkte ihre Augen. Inzwischen hatte er ihren Tisch erreicht. Als sie scheu aufsah konnte sie seine braun-grünen Augen sehen, die sie jedoch nicht warm, sondern kühl und durchdringend betrachteten. „Du gefällst mir. Ich möchte dich kennen lernen.“ Das hatte sie nicht erwartet. So dreist, so arrogant, so ein richtiger….
Als sich Evelyn von dieser Anmache, in der er sich nicht mal vorgestellt hat, erholt hat, beschloss sie, erst mal die Coole zu spielen. Mit einer desinteressierten Bewegung holte sie aus ihrer Handtasche ein Päckchen Zigaretten hervor. Doch gerade als sie die Packung öffnen wollte, legte sich seine Hand sanft über die Ihrige. Als er sie berührte, durchzuckte sie ein Stromstoß. Ihre Hand begann leicht zu zittern. „Rauchen ist ungesund.“ Sprach er in einem ruhigen, väterlichen Ton. „Der Typ kann doch nicht…Ich meine, was erlaubt er sich? Jetzt reichts, ich…“ „Komm, gehen wir was trinken“, unterbrach er ihre Gedanken, drehte sich um und schlenderte gemächlich zur Bar zurück, ohne auf sie zu warten. Evelyn begriff, dass er sie vor die Wahl gestellt hatte. Er würde nicht zurückkommen, wenn sie ihm einen Korb gab. Doch kam sie mit, demütigte sie sich nicht damit? Sollte sie oder sollte sie nicht? Noch in ihren Gedanken hatte sie nicht bemerkt, dass sich ihr Körper längst entschieden hatte und sie ihm bereits nachging.
„Marco, 2 B52 bitte.“ „Kommt sofort.“
Als der Fremde sich wieder umdrehte, war die Kälte aus seinen Augen gewichen und er blickte ihr tief in die Ihrigen. Seine plötzliche Wärme überraschte sie, dieser Typ war einfach unberechenbar. Doch bei seinem durchdringenden Blick wurde ihr heiß und kalt. Sie kam sich fast gelähmt vor. Kurz darauf kamen die 2 Cocktails. Er erklärte ihr, wie man B52 trinkt, zündete beide an und prostete ihr zu. „Mein Name ist übrigens Bernhard.“ „Na endlich“ ging es ihr durch den Kopf: „Ich heiße Evelyn.“
Evelyn spürte die Hitze, mit der sie das Getränk erfüllte, die wohlige innere Wärme, die sich langsam in ihr ausbreitete.
Bernhard blickte ihr erneut in die Augen, diesmal beinahe Furcht erregend blickte er auf sie herab. „Lass uns gehen.“ Mit diesen Worten stand er auf und zog sein Sakko an. Evelyn hing schon wieder in der Luft. Der Typ war ein Bär. Wenn sie mitging, würde sie sich nicht wehren können, falls er das nicht wollte. Auf der anderen Seite hatte sie in seine sanften Augen geblickt und traute ihm nicht zu, ein potentieller Verbrecher zu sein.
Und schließlich: Was hatte sie zu verlieren. Im schlimmsten Falle war er eine Niete und sein Selbstbewusstsein nur heiße Luft. Im Idealfall würde sie eine himmlich-höllische Nacht erleben. Ängstlich stand nun auch Evelyn auf und folgte ihm. Galant hielt Bernhard ihr die schwere, schalldichte Tür auf und gemeinsam schlenderten sie die Treppen hoch. Sein gemächlicher Gang faszinierte sie. War er immer so gelassen, kühl berechnend? Oder kam auch ab und zu das Tier in ihm hervor. Bei dem Gedanken, sein Inneres Tier zu erleben, erschauerte Evelyn. Inzwischen waren sie oben angekommen und traten durch die obere Glastüre ins freie. Kaum waren sie an der frischen Luft, passierte es. Bernhard blickte sie kurz an und Evelyn meinte, ein Feuer loderte in seinen Augen. Er packte sie sanft, aber bestimmend an ihren Armen und drängte sie an eine Wand. Sie kam sich vor wie eine Puppe, konnte oder wollte sich aber auch gar nicht wehren. Sein Gesicht näherte sich dem ihren. „Oh Gott, er küsst mich, wie er wohl schmeckt?“ Fast scheu blickte sie nach oben in seine Augen. Kurz vor ihrem Gesicht unterbrach er seine Bewegung und lächelte sie an und sein Blick war wieder sanft, liebevoll. Zärtlich legte er seine rechte Hand auf ihre Wange, streichelte sie. Evelyn schloss die Augen, genoss die Berührung. Nun legten sich seine Lippen sanft auf ihre. Doch als sie ihren Mund ein wenig öffnete, um seiner Zunge Einlass zu gewähren, wurde er wieder wilder. Er schnappte sich mit seinen Lippen ihre Zunge und begann, sanft aber fordernd dran zu saugen. Gleichzeitig legte er seine linke Hand auf ihre Hüfte, wanderte langsam nach hinten und begann, ihren Hintern zu streicheln und zu kneten. Evelyn musste ein Stöhnen unterdrücken. Nach einer halben Ewigkeit lies er ihre Zunge los und sie begannen das Zungenspiel. Das Sanfte seiner Küsse mit den forschen Bewegungen seiner Hände machten Evelyn rasend. Gierig presste sie ihren Schoß gegen seinen Oberschenkel. Plötzlich löste Bernhard den Kuss und zog sich ein wenig zurück. Evelyn wollte im nach, doch seine Hand, die immer noch auf ihrer Wange lag, hielt sie fest. Fragend blickte sie nach oben. „Zieh deinen Slip aus und gib ihn mir!“ Seine Augen waren dunkel. „Oh Gott, der Kerl ist verrückt. Hier, am hell erleuchteten Eingang zu einer Szenedisco will er meinen Slip.“ Aber Evelyn wusste, dass sie es tun würde. Die Erregung, gepaart mit der Faszination dieses Mannes hatten sie willenlos gemacht. Mit einer schüchternen Bewegung zog sie ihren Slip aus und gab ihm das Stückchen Stoff. Er nahm ihn, atmete tief den Stoff ein und verstaute ihn anschließend in seiner Sakkotasche. Dann widmete er sich wieder ihr. Er verschloss ihre Lippen mit einem feurigen Kuss, während er mit der linken Hand unter ihr Kleid wanderte und fast forsch ihre Scham mit seiner Hand packte. Evelyn stöhnte in seinem Mund. Nach einer Weile, in der er nur die Hand auf ihrem Schoß ruhen lies, wurde er nun aktiv. Mit Zeige- und Ringfinger spreizte er leicht ihre Schamlippen und mit dem Mittelfinger streichelte er zart über ihre Perle. Evelyn fing an zu zittern. Erneut löste sich Bernhard von dem Kuss und wanderte mit den Lippen über ihren Hals zu ihren Ohren. Zart knabberte er an ihren Ohrläppchen, während er weiterhin zart ihre Klitoris streichelte. Evelyn hatte die Augen geschlossen und biss sich auf die Unterlippe, um nicht laut zu stöhnen. In regelmäßigen Abständen lief ein Zittern durch ihren Körper. „Oh Gott, was machst Du mit mir?“ flüsterte sie mit unruhiger Stimme. „Ich gebe Dir einen Vorgeschmack auf heute Nacht.“ Raunte er ihr zu. Mit einer zärtlichen Ausdauer trieb er Evelyn immer höher, immer weiter dem Climax entgegen. Evelyn hatte sich nicht mehr unter Kontrolle. Zitternd und stöhnend taumelte sie ihrem Höhepunkt entgegen. Kurz davor krallte sie ihre langen Fingernägel in seinen Rücken. Und dann – Ende.
Bernhard löste sich von ihr, nur Sekunden vor ihrer Erlösung. Sie riss die Augen auf, blickte ungläubig und flehend in die seinen. „Komm mit, wir gehen zu mir. Ist nur um die Ecke.“ Willenlos lies sie sich von ihm von der Mauer wegziehen. „Warum hast du….“ Er unterbrach ihre Frage mit einem sanften Kuss. „Weil das heute mein Spiel ist. Aber vertraue mir, du wirst es genießen.“ Evelyn hatte sich noch immer nicht ganz erholt, immer wieder zitterte sie, sodass Bernhard seinen Arm um ihre Hüften legte und sie stützte. 5 Minuten später waren sie bei ihm angekommen. Die Wohnung war eiskalt, aber stilvoll eingerichtet. Chrom, Spiegel und blaue Farben, wohin das Auge blickte. Nirgendwo Holz, wenn dann Stahl. Bernhard führte Evelyn in sein Schlafzimmer. In der Mitte des großen Raumes war ein Bett, aber kein normales. Es schien gemauert zu sein. So etwas hatte sie noch nie gesehen. „Es knarrt nicht. Nie.“ Nahm er seine Antwort ihrer Frage vorweg. Das Bett selber war mit einem dünnen, blauen Schnurvorhang umgeben und silbern bezogen. Indirekte Beleuchtung hüllten es in sanftes Licht. „Ziehe dich aus und leg Dich aufs Bett. Ich komme gleich.“ Wie hypnotisiert tat sie, wie geheißen. Als sie auf dem Bett saß, musterte sie es genau und erneut wurde sie ängstlich. An den vier Enden waren Chromstangen befestigt, an denen jeweils eine Öse hervorstand. Auf dem Nachtkästchen waren zahlreiche schwarze und weiße Seidentücher und eine blau-schwarze Box fiel ihr auf. Die Box hatte in etwa die Größe einer Legokiste. Vorne auf der Box stand in klassischen Buchstaben: S P I E L Z E U G K I S T E. Evelyn wurde unruhig. Sie war keinesfalls dumm und konnte sich ziemlich genau vorstellen, was da wohl drin sei. Plötzlich hörte sie gedämpfte Musik, einen ruhigen Mystic Trance, der von überall und nirgends aus dem Raum schallte. Dann kam Bernhard zurück. Er hatte einen seidenen Kimono an und schlenderte in seiner gemächlichen Ruhe auf sie zu. Als er den Schnurvorhang auf die Seite schob und zu ihr kam, wurde ihr wieder heiß. Der nicht erfüllte Orgasmus pochte immer noch in ihrem Inneren. Wortlos griff er nach einem Seidentuch. „Ich werde Dir nun die Augen verbinden.“ Evelyn nickte ängstlich. Dann wurde es Nacht. „Leg dich auf den Bauch.“ Sie tat wie geheißen. Dann spürte sie einen weiteren Schal an ihrem linken Handgelenk. Dann an ihrem Rechten. Schließlich wurden beide Arme nach oben gezogen und irgendwo festgebunden. Nun war sie hilflos seinen Launen ausgesetzt. Der Gedanke erregte sie gleichermaßen, wie er sie ängstigte. Evelyn spürte seinen Atem auf ihrem Nacken, spürte kurz die Zungenspitze und merkte, wie er sich ihrem Ohr näherte. Bernhard schob ihr kurz die Zunge ins Ohr, dann flüsterte er ihr etwas zu, etwas, was sie nie mehr vergessen wird. „Ab jetzt, gibst du keinen Ton mehr von Dir. Kein Wort, keinen Laut will ich hören, bis ich etwas anderes sage, sonst höre ich sofort auf, lasse dich bis morgen hier liegen und schicke dich dann heim. Hast Du mich verstanden?“ Evelyn war das Herz in die Hose gerutscht. „War der Kerl wahnsinnig? Wie sollte sie das schaffen, wenn sie nicht mal wusste, was sie erwartet.“ Dennoch nickte sie kurz. Wie um ihren Gehorsam zu testen, klatschte plötzlich seine flache Hand kräftig auf ihren süßen Po. Evelyn zog scharf die Luft ein, blieb aber still. „Sehr brav.“ Höhnte er. Innerlich verfluchte sich Evelyn, verfluchte sich, mitgegangen zu sein, verfluchte diesen Typen, verfluchte ihre Situation. Dennoch war sie noch nie so erregt gewesen wie jetzt. Und dann ging es los. Evelyn hörte ein Klappe und ein leises Rascheln. Sie war sich sicher, dass Bernhard seine Spielzeugkiste geöffnet hatte. Plötzlich fühlte sie ein kaum merkbares Streicheln an ihrer Wirbelsäule. Zart, wie ein Windhauch, wurde sie gestreichelt, langsam, gemächlich. Die Feder streichelte sie langsam die Wirbelsäule nach oben, kitzelte ihren Nacken, fuhr ihre Schulterblätter entlang und an einer Seite wieder nach unten. Das anfängliche Kitzeln verwandelte sich sehrt bald in ein angenehmes, anregendes Streicheln. Evelyn entspannte sich, schnurrte leise, kaum hörbar. Die Feder streichelte weiter ihren Rücken, ihren Steiß, wanderte tiefer an ihren Pobacken vorbei, streichelte die Innenseiten der Oberschenkel, verweilte in ihrer Kniekehle. Eine Ewigkeit zog sich dieses Spielchen dahin. Bernhard lies keine Stelle ihres Körpers aus. „Sehr angenehm und auch leicht erregend. Aber in Extase bringt er mich so nicht“, dachte sie bei sich. Allerdings hatte Bernhard das auch gar nicht vor. Evelyn war nicht klar, dass dieses ewige sanfte Streicheln mit einer Pfauenfeder (Wie sie viel später mitbekommen würde) keinen anderen Sinn hatte, als ihre Haut zu sensibilisieren. Und das hatte er auch geschafft, wie sie gleich merken würde. Bernhard legte die Feder weg und näherte sich ihr wieder. Evelyn spürte durch den Druck auf der Matratze die Bewegung, wusste aber immer noch nicht, was kommen würde. Plötzlich durchzuckte sie eine Welle der Erregung. Bernhard hatte ihr sanft, aber bestimmend über ihren Nacken geleckt. Das war unter normalen Umständen schon erregend, aber durch ihre sensible Haut spürte sie die Bewegung noch viel intensiver. Dem Zungenschlag folgte ein leichter Biss. Evelyn musste einen Schrei unterdrücken. Plötzlich spürte sie seine Zunge direkt an ihrem Steißbein, spürte, wie die Zunge langsam, aufreizend langsam ihre Wirbelsäule nach oben leckte. Evelyn fing an zu zittern. Als er nach einer halben Ewigkeit wieder bei ihrem Nacken angekommen war, wanderte er weiter zu ihren Schulterblättern, verwöhnte auch diese mit seinen Lippen. All seine Berührungen wanderten direkt in ihren Schoß, ließen ihn feucht werden vor Geilheit. Bernhard erhob sich und ging zum Fußende des Bettes. Plötzlich spürte Evelyn seine warme Zunge an ihrem großen Zeh und ein Schauer durchlief ihren Körper. Das hatte noch nie ein Mann bei ihr getan, doch es erregte sie maßlos. Bernhard leckte und knabberte an ihren Zehen, massierte ihre Fußsohlen. Evelyn wand sich vor Geilheit. Doch langsam wurde er fordernder. Er küsste sich langsam nach oben, über ihre glatten Waden, verweilte lange bei ihrer Kniekehle, einer zu unrecht unbeachteten hocherogenen Zone bei Frauen. Doch auch hier verweilte er nicht ewig, weiter dränge er in Richtung ihres Schoßes. Evelyn stöhnte durch ihre fest zusammengebissenen Zähne. Sanft spreizte er ihre Beine ein wenig. Seine Zunge fuhr die Innenseiten ihrer Oberschenkel entlang, immer höher, immer näher kam er ihrem Innersten. Doch er hielt sich mit Absicht zurück und blies nur einmal sanft auf ihre nasse Scham. Evelyn biss ins Kopfkissen, um nicht schreien zu müssen. In ihrer Erregung hob sie ihren Unterkörper seiner Zunge entgegen. Doch nichts passierte. Ein sadistisches Lächeln umspielte sein Gesicht. Plötzlich fühlte Evelyn seine Zunge an ihrem anderen Bein. Erneut küsste er ihre Zehen, die Waden, verwöhnte ihre Kniekehlen, erneut näherte er sich ihrer bebenden Scham. Erneut dauerte es eine Ewigkeit, dass er in ihrer Mitte ankam. Mit einer schnellen, ruckartigen Bewegung spreizte er ihre Pobacken und drang forsch mit seiner Zunge in ihre Rosette ein. Evelyn zuckte hilflos, sie war fast besinnungslos vor Lust, wollte ihn anbetteln, sie endlich zu erlösen, doch sie durfte ja nicht sprechen. So kurz und süß seine Zunge an ihrer Rose war, so schnell war sie auch wieder weg. Dann spürte sie ein leichtes Ziehen bei ihren Oberarmen. Die Seidentücher wurden aus den Ösen gelöst. „Dreh dich um.“ Forderte er barsch.
Mit Schrecken stellte Evelyn fest, dass sie auf dem Rücken liegend weder einen Polster, noch eine Hand zum reinbeißen zur Verfügung haben würde, wenn sie eine erneute Lustwelle überrollen würde. Aber irgendwie war das inzwischen nebensächlich. Evelyn war so erregt, so besinnungslos geil, dass sie die Welt nur mehr durch einen Schleier wahrnahm, ein Schleier aus lauter Verlangen, aus Impulsen, die von ihrer Scham direkt ins Hirn geschickt wurden und die Gedanken vernebelten. Als sie sich auf den Rücken gedreht hatte, band Bernhard sie wieder fest. Erneut hörte Evelyn ein Rascheln neben ihr. Er holte also ein neues Spielzeug hervor. Dann spürte sie an beiden Beinen eine Art elastisches, dünnes Band. Es fühlte sich an, als ob er ihr einen Slip anziehen würde. Sie hatte zwar keine Ahnung was das sollte, spielte jedoch willig mit und hob sanft ihr Becken an. „Das heute ist mein Spiel. Aber vertraue mir, es wird Dir gefallen!“ Ihr fielen seine Worte wieder ein. Als der Slip bei ihrer Scham angekommen war, spürte sie etwas Weiches, Knubbeliges. Konnte das möglich sein? Hatte er ihr gerade einen Stimulator für Frauen angezogen. Einen Butterfly? Die Knubbel legten sich wunderbar um ihre geschwollene Perle. Mit einem Mal durchzuckte sie ein Stromstoß, der ihr fast den Verstand raubte. Sie hatte keine Ahnung, wie sie den Schrei unterdrückte, aber es gelang ihr. Bernhard hatte den Butterfly mit einem Mal auf volle Power gestellt. Nun regelte er ihn auf minimal zurück. Das leichte vibrieren und massieren der weichen Knubbel machten Evelyn weiter rasend, doch die Stimulation war zu gering, um sie zum Orgasmus treiben zu können. Dann spürte sie einen Ruck auf der Matratze und leise Schritte entfernten sich.
„Ich lasse die Tür offen, damit ich hören kann, ob du ungezogen bist.“ Sagte Bernhard noch, dann war er weg.
Evelyn war baff. Dieser Saukerl lies sie hier wirklich alleine. Doch das Vibrieren an ihrem Schoß unterband weitere Gedanken. Evelyn war so unglaublich erregt, dass sie ihm alles verziehen hätte. Also legte sie sich ruhig hin, ergab sich ihrem Schicksal, hörte auf ihr Inneres. Ihr Schoß schickte in regelmäßigen Wellen Stromstöße durch ihren Körper, die sie erschauern ließen. Das leichte Vibrieren trieb sie langsam, aber stetig höher. Plötzlich hörte sie irgendwo ein Wasser plätschern. Dieser Typ war wirklich duschen gegangen und hatte sie hier alleine gelassen. Nach ein paar Minuten hörte das Plätschern auf. Dann betrat er wieder den Raum. Als er sich neben sie setzte, roch sie seinen männlichen Körper, kombiniert mit ein wenig frischem Parfum. Dann tropfte etwas Warmes auf ihren Bauch, in ihren Bauchnabel, auf ihre Brüste. Als die warme Flüssigkeit auf einen Nippel tropfte, zuckte sie kurz zusammen. Immer mehr Flüssigkeit tropfte auf sie herab. Als sie schließlich ganz nass war, holte sie tief Luft. Es roch nach Rosen. Dann hörte sie auf zu denken. Bernhards große Hände hatten ihre Brüste umschlossen und massierten sie zärtlich fordernd. Als er mit dem Daumen über einen aufgerichteten Nippel fuhr, biss sich Evelyn auf die Lippen, um nicht loszuschreien. Um ihr ein wenig zu helfen, verschloss Bernhard ihren Mund mit einem glühenden Kuss, den sie gierig erwiderte. Lange hielten ihre Zungen Zwiesprache, als sie seine Hand an ihren Schenkeln fühlte, die ihr sanft den Butterfly auszog. Bernhard löste sich kurz, um ihn ihr vollends auszuziehen, dann küsste er sie erneut, diesmal jedoch fordernder, leidenschaftlicher. Evelyn verging unter seinen Küssen. Mit einem Mal war seine Hand zwischen ihren Beinen, teilte wie schon an der Discomauer ihre Schamlippen mit Zeige- und Ringfinger und strich mit dem Mittelfinger sanft über ihre Knospe. Evelyn konnte sich nicht mehr beherrschen und schrie in seinem Mund erregt auf. Bernhard hatte gewusst, dass sie am Rande des Zusammenbruchs stand und sich nicht mehr beherrschen können würde. Deswegen hatte er sie in Voraussicht so leidenschaftlich geküsst. Doch wieder dauerte dieses Intermezzo nur kurz. Bernhard löste sich von dem Kuss, wanderte mit den Lippen nach unten zu ihrem Hals und biss hinein. Bernhard wusste, wie erregt Evelyn inzwischen war. Er musste also schwerere Geschütze auffahren, wenn er sie noch weiter treiben wollte. Er leckte sanft bis zu ihren Ohren, knabberte leicht an ihrem Ohrläppchen und raunte ihr zu: „“Sag mir, was Du Dir jetzt wünscht.“ Die Worte drangen in ihr Innerstes und explodierten. „Bitte…nimm…mich! Ich…halts…nicht mehr aus!“ kam über ihre zitternden Lippen. Der Schleier um Evelyns Bewusstsein war noch dichter geworden, sie taumelte in ihrer Lust.
„Du bist ein braves Mädchen. Du darfst nun wieder sprechen und Laute von Dir geben. Aber denke ja nicht, dass ich dich jetzt schon erlöse.“ Raunte er ihr zu. Evelyn spürte wieder Bewegung auf der Matratze. Dann wurden ihr die Beine sanft, aber bestimmend gespreizt. Dann spürte sie seine sanfte Zunge genau neben ihrer nassen Spalte, den Ansatz ihrer Oberschenkel leckend. Evelyn stöhnte erregt auf, endlich durfte sie ja und riss an ihren Fesseln, wohl um ihn zu sich zu ziehen, doch die Tücher hielten erbarmungslos. Gnadenlos langsam leckte Bernhard um ihre Spalte herum, darauf bedacht, sie ja nicht in der Mitte zu berühren. Das machte Evelyn noch wilder. Nach einer Ewigkeit hatte er schließlich Mitleid. Er setzte seine Zunge an ihrem Damm an und leckte langsam, mit breiter, weicher Zunge nach oben, leckte über ihren Spalt, ihre Schamlippen nach oben und schließlich weich über ihren Kitzler. „Bitte...erlöse mich. Ich…kann…nicht mehr.“ Bettelte sie. Und schließlich hatte er auch Mitleid. Inzwischen waren Stunden vergangen, in denen er sie immer höher getrieben hatte. Also umschloss er zärtlich ihre angeschwollene Perle und begann, mit der Zunge drüberzuflattern. Evelyn stieß einen spitzen Schrei aus und wand sich auf dem Bett. Bernhard musste ihre Schenkel festhalten, um an der richtigen Stelle zu bleiben. Evelyn hatte nun vollends die Kontrolle über sich und ihren Körper verloren. Sie stieß kleine spitze Schreie aus, ihr Becken zuckte unkontrollierbar. Nach kurzer Zeit war es dann soweit. Evelyn kam mit einem markerschütternden Schrei, ihre Hände rissen an den Chromstangen, ihr Körper zuckte konvulsivisch. Bernhard hörte nicht auf, seine Zunge über ihr Knöpfchen flattern zu lassen, wurde aber mit ihrem langsamen Abklingen auch immer langsamer. Er leckte nun langsam, bestimmend über ihren ganzen Spalt. Evelyns Schreie waren einem hilflosen Wimmern gewichen. „Bitte….hör auf, ich…“ Er unterbrach ihr Flehen, in dem er ihr fordernd seine Zunge in ihre Grotte schob. „Ahh, ich…komme schon wieeeeeee…“ Doch das letzte Wort kam nicht mehr ganz über ihre Lippen, denn ein weiterer Orgasmus überrollte sie fast noch heftiger. Noch nie war sie dem sexuellen Nirwana so nahe gewesen. Evelyn bestand nur mehr aus Lust, schrie, zappelte ihren zweiten Höhepunkt in die Nacht. Doch auch nun lies er sie nicht in Ruhe. Sein Mund war wieder nach oben gewandert, suchte und fand ihre Perle, um sanft daran zu saugen. Gleichzeitig steckte er ihr noch 2 Finger in ihre klitschnasse Grotte, fickte sie langsam, aber tief. Diesmal dauerte es ein wenig länger, doch als er sein Saugen mit der Zeit immer mehr verstärkte, kam Evelyn erneut, überschwemmte ihn mit ihrer Lust, zitterte unkontrolliert. Nachdem auch dieser Höhepunkt abgeklungen war, löste er sich von ihr. Sie bekam davon nicht allzu viel mit, denn sie lag fast besinnungslos in den Laken. Irgendwo hörte sie einen Korken knallen und 2 Gläser aneinander klingen. Dann spürte sie einen leichten Ruck an ihren Armen und fühlte, wie sie befreit wurde. Sanft ergriff eine Hand ihren Kopf, hob ihn leicht an und entfernte das Seidentuch über ihren Augen. Zärtlich blickte Bernhard in Evelyns dunkel gewordenen Augen. „Du magst sicher ein Glas Sekt?“
Evelyn nickte leicht und Bernhard führte das Glas sanft an ihren Mund. Immer wieder wurde Evelyn noch durchgeschüttelt, sodass Bernhard ihr half, das Glas in der Hand zu behalten.
Sie trank das Glas fast auf ex aus, schluckte gierig die kühle Flüssigkeit. „Nana, verschluck Dich nicht, Kleines.“ Sagte er liebevoll und nahm ihr das Glas aus der Hand.
„Und, und was ist mit Dir?“ fragte Evelyn. „Wir haben doch die ganze Nacht Zeit.“ Bernhard grinste schelmisch.

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