„ny“ auf Tour

Ein nicht alltägliches Leben - Teil 21

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Grauhaariger

„Ein nicht alltägliches Leben“ ist die vierte Staffel der Geschichten um die Pilotin Olivia Andersson. Sie hat ihren Beginn in der Zeit nach Corona. Aufbauend auf Eine nicht alltägliche Beziehung, den zweiten Band mit Eine nicht alltägliche Ehe und Eine nicht alltägliche Familie.

Franziska, die mehrmals wie auch jetzt bei den Aufbauarbeiten auftauchte, um nach dem Rechten zu sehen, hatte Claras Spiel auch mitgerissen und sie kam am Ende des Titels Beifall klatschend zur Tochter des Firmenchefs auf die Bühne.
„Grandios!“, beglückwünschte sie die talentierte Musikerin und drückte sie an sich. „Braucht ihr noch was?“
„Alles Gut!“ entgegnete Clara und bedankte sich für die bereitgestellten Getränke. Und auch Mike sowie der Musiklehrer hatten keine weiteren Wünsche an die Geschäftsführerin der Gassner-Dependance.
Während Franziska die Bühne wieder verließ, griff Clara nach ihrer Gitarre und setzte sich auf den Hocker, der für einen Solopart zusammen mit einem Mikro auf der Bühne platziert war. Seit Tagen versuchte sich die Dreizehnjährige an einem Titel von Joan Baez, der damals von deren jüngerer Schwester Mimi Farina als Hommage an Janis Joplin geschrieben wurde. Clara stimmte das Lied auf ihrer Gitarre an. Mike, der zusammen mit Lydia neben der PA-Anlage stand, hörte die ersten Töne und zog sofort die entsprechenden Regler des Audio-Mischers auf. Und so erklang das Spiel und der Gesang der jungen Andersson-Tochter aus den Lautsprechern.
„In the quiet morning, there was much despair.
And in the hours that followed, no one could repair …”
Lydia eilte auf ihre Freundin zu und stimmte in den Titel mit ein.
„That poor girl, tossed by the tides of misfortune
Barely here to tell her tale, rolled in on a sea of disaster
Rolled out on a mainline rail…”
Franziska, bereits nahe an der Eingangstür zum Verwaltungsbau, drehte mitgerissen sofort wieder um und kam zurück. Und auch alle anderen Arbeitskräfte, die sich nach „Amado mio“ dem Geschehen auf der Bühne abgewandt hatten, schenkten dem Gesang der Mädchen wieder ihre volle Aufmerksamkeit.

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