Ohne Kaffee hat der Tag keinen Sinn

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Ohne Kaffee hat der Tag keinen Sinn

Ohne Kaffee hat der Tag keinen Sinn

Sven Solge

Wer war ich, der sich anmaßte so eine schöne Frau begehren zu wollen? Sie war für mich unerreichbar! Ich, der arme Bettler und sie die, wunderschöne Prinzessin! Auch wenn es nicht stimmte, ich fühlte mich minderwertig.
Trotzdem litt ich darunter und erwog ernsthaft, mir meinen Espresso selber zu kochen, wozu hatte ich mir die teure Siebträgermaschine gekauft?
Nur um Rosa nicht sehen zu müssen, weil es mir fast körperliche Schmerzen bereitete sie zu sehen!
Aber ich hatte nicht mit der scharfen Beobachtungsgabe von Rosas Kollegen gerechnet. Besonders Antonella hatte schon von Anfang an meinen lüsternen Blick gesehen und uns beide beobachtet.
Sie schien genau zu wissen, wie es um uns beide stand!
Hinzu kam, dass Antonella wusste wie Rosa zu mir stand, dass sie sich schon am ersten Tag in mich verliebt hatte und es ihr genauso wie mir erging. Ja sie beabsichtigte sogar Enrico zu fragen, ob er sie in das neue Café zu versetzen könnte.
Das war dann der Moment wo Antonella sich genötigt fühlte einzugreifen und uns beiden zu unserem Glück zu verhelfen.

Die Öffnungszeiten des Cafés waren an die Kundschaft angepasst, dadurch hatten sie werktags von 7:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet, samstags und sonntags nur von 13:00 Uhr bis 18:00. An den Wochenenden wechselten die drei Baristas sich ab, da der Andrang nicht so groß war und es eine alleine schaffte!
Am Freitagmorgen steckte mir Antonella heimlich einen Zettel zu und deutete mir an, indem sie verschwörerisch einen Finger auf ihre Lippen legte und in Richtung Rosa nickte.
Ich begriff, steckte den Zettel weg und machte mich auf den Weg zur Arbeit. Erst als ich im Büro ankam, holte ich den Zettel hervor:
„Kommst du bitte morgen gegen 12 Uhr ins Café, ich muss dringend mit dir sprechen! Es geht um Rosa!“ Antonella
Ich geriet etwas in Panik, stellte mir die schlimmsten Szenarien vor und sah mich schon in tiefster Trauer, weil sie heiraten würde und deshalb den Job im Café aufgeben müsste.

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Klitzekleine Bemerkung

schreibt rockroehre

„Ich führte sie in meine Küche […] Unsere aufgestaute Sehnsucht brach sich bahn, als ich sie gegen die Wohnungstür lehnte, die mit einem lauten Knall ins Schloss fiel. […]“ Eigenartiger Ortswechsel. Aber auch ein sehr irritierender Gebrauch von Ausrufezeichen? Und Fragezeichen! Gab's da grad Massenrabatt! Ich frag nur! Aber ansonsten: schön geschrieben und gefällig. Danke sehr und weiter so.

Gedichte auf den Leib geschrieben