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Neben Olivias Eltern waren fast alle Freunde und näheren Bekannten zu der Geburtstagsfeier erschienen. Am späteren Nachmittag, Daniela packte noch die letzten Tassen des Kaffeegeschirrs in die Spülmaschine, klopfte Martin mit einem Löffel an ein Glas, um die Aufmerksamkeit aller Anwesenden zu erhalten.
„Und jetzt kommt ein weiteres Highlight des heutigen Tages!“, kündigte Martin an. „Clara, leg los!“
Es ertönte ein relativ lautes Geräusch eines Düsenflugzeuges. Martin hatte die Soundanlage mit Claras Maschine gekoppelt. Jeder und vor allem Olivia erkannte das Lied sofort.
Dann kam Claras Einsatz: „Wind Nordost, Startbahn 03…“
Martin, der nun neben seiner Tochter auf seinen Fersen saß und Leon im Arm hatte, stimmte mit ein: „Bis hier hör ich die Motoren…“
Dann war Leon an der Reihe. Er war sichtlich bemüht, den Einsatz hinzubekommen: „Wie ein Pfeil zieht sie vorbei…und es dröhnt in meinen Ohren“
Clara setzte mit ein: „Und der nasse Asphalt bebt, wie ein Schleier staubt der Regen…“
Clara solo: „Bis sie abhebt und sie schwebt, der Sonne entgegen
Clara, überhaupt nicht schüchtern, rief: „Alle!“
Natürlich sangen beide Kinder führend mit: „Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein!
Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man,
blieben darunter verborgen, und dann
würde was uns groß und wichtig erscheint, plötzlich nichtig und klein.“
Olivia saß gerührt auf der Couch und zwinkerte Clara zu.
Jetzt war Martin dran: „Ich seh ihr noch lange nach…“
Leon kam dazu: „Seh sie die Wolken erklimmen,
bis die Lichter nach und nach,
ganz im Regengrau verschwimmen“
Dann Clara wieder solo: „Meine Augen haben schon jenen winz'gen Punkt verloren.“
Martin übernahm: „Nur von fern klingt monoton, das Summen der Motoren“
Sehr viele der Gäste stimmten nun den Refrain mit an.
Clara übernahm die ersten Zeilen der letzten Strophe: „Dann ist alles still, ich geh, Regen durchdringt meine Jacke.“
Martin kam dazu: „Irgendjemand kocht Kaffee…“
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