So etwas wollten sie auch schon immer mal machen.“
Martin grinste am anderen Ende. „Soso, die da Silvas …!“ Er erzählte dann noch davon, wie der Tag auf Korfu gelaufen war und dass Clara wieder einmal die Hotelgäste verzaubern konnte. „Du glaubst es nicht: sogar einen griechischen Titel beherrscht sie schon!“
Mit der Aussicht, dass seine Pilotin und er am nächsten Tag wieder vereint waren, und ein wenig Geflüster, wie gerne und wie genau sie sich jetzt am liebsten spüren würden, verabschiedete sich Martin mit einem fernmündlichen Küsschen und der Frage nach den Baumüllers.
„Nils hatte irgendwie ein schlechtes Gewissen gegenüber Pat wegen Franziska,“ mutmaßte die Pilotin. „Die sind auch nach Hause gefahren!“ Mit einem Küsschen zurück bat Liv ihren Mann, die Kinder am Morgen ganz fest zu drücken. „Du holst mich doch so gegen halb ein Uhr Mittag am Flughafen ab?“
*****
Zusammen mit Leon und Clara fuhr Martin erst einmal bis zum Terminal vor. Dort wartete Olivia bereits und winkte. Nach der Begrüßung – Martin musste einfach Olivia so richtig in den Arm nehmen und über die Wölbungen ihres Hinterns streichen –, beschlossen die vier Anderssons, in Korfu-Stadt zu bummeln. Von der Esplanade aus ging es durch die Gassen bis hinunter zu dem kleinen Park am alten Hafen. Und nach einem Drink zu Füßen einer griechisch-orthodoxen Kirche schlenderten sie mit vielen Umwegen wieder zurück. Neben allerlei Souvenirs entdeckte Clara auch einen T-Shirt-Laden. „Man kann bei Ihnen auch bedrucken lassen?“
„Nai, nai!“, antwortete die Frau. Nach zähen Verhandlungen über die Qualität, den Preis und das Aussehen orderte Clara fünfunddreißig T-Shirts mit dem Aufdruck: „ny“ und etwas versetzt „Crew“ in verschiedensten Größen. Martin stimmte natürlich zu, diese am übernächsten Tag dort auch abzuholen.
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